15.11.2011, 11:21 Uhr | wve, ema, dpa-tmn
Fettes Essen kann der Leber schaden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Nicht nur Alkohol, auch zu fettes Essen kann der Leberschaden und zu einer sogenannten nicht-alkoholischen Fettleber führen. Fisch, Rote Bete und Artischocken helfen dagegen die Leber gesund zu halten. Welche Lebensmittel für die Gesundheit Ihrer Leber noch gut sind.
Um seiner Leber jeden Tag etwas Gutes zu tun, kann man mit gesunden Lebensmitteln Lebererkrankungen vorbeugen. Gesättigte Fettsäuren aus fettem Fleisch oder Wurst sollten möglichst selten auf den Tisch kommen. Gut ist dagegen die reichliche Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren, insbesondere Omega-3-Fettsäuren, aus pflanzlichen Fetten und Kaltwasserfischen wie Seelachs, Makrele oder Hering. Darauf weist Wolfgang Wesiack vom Berufsverband Deutscher Internisten in Wiesbaden hin. Die wertvollen ungesättigte Fettsäuren senken die Blutfette und unterstützen den Aufbau vieler wichtiger Stoffwechselprodukte. Statt in Butter oder Öl zu braten, sollte der Fisch gedünstet, also ohne Fett erhitzt werden.
Rote Bete, Karotten und Spinat sind für die Leber besonders gut. Wer das Gemüse nicht gerne isst, kann zwar auf Säfte zurückgreifen, aber in gekochter Form ist das Gemüse besonders gesund für die Leber. Das in den Möhren und in roter Beete enthaltene Beta-Carotin wirkt antibakteriell und hilft bei der Entgiftung. Eine Orange pro Tag ist für die Leber ebenfalls gesund, da besonders das Vitamin C den Stoffwechsel und den Entgiftungsprozess unterstützt. Die Artischocke ist ein wahres Wundergemüse für die Leber, denn die enthaltenen Stoffe können in Mitleidenschaft gezogene Leberzellen bei der Regeneration unterstützen. Wer den Geschmack des Gemüses nicht mag, kann auch auf einen Artischockensaft oder Tabletten zurückgreifen.
Viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder Tee ist für eine gesunde Leber ebenfalls wichtig. Der Körper braucht die Flüssigkeit, um die Giftstoffe zur Leber zu transportieren. Je mehr Flüssigkeit man also zu sich nimmt, desto schnell kann die Leber den Körper auch reinigen.
Wer bereits eine verfettete Leber hat, sollte seine Kohlenhydratzufuhr verringern und regelmäßig seine Ausdauer trainieren, rät Wesiack. Zudem sollten sich Betroffene gegen die Viruserkrankungen Hepatitis A und B impfen lassen, um zu verhindern, dass sich die Fettleber entzündet. Eine Leberzirrhose und tödliches Leberversagen sind mögliche Folgen einer Entzündung. Schätzungsweise zehn Millionen Menschen in Deutschland haben eine verfettete Leber, unter anderem, weil sie zu fett und kalorienreich essen.
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Quelle: dpa-tmn
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