08.11.2011, 09:38 Uhr | ts
Bunter Obstsalat von der Theke. (Quelle: imago)
Sie sehen lecker aus und versprechen eine gesunde Abwechslung zum mitgebrachten Apfel: Abgepackte Obstsalate sind nicht nur fürs Büro eine praktische Zwischenmahlzeit. Doch sind die Fertigsalate wirklich gesund oder stecken am Ende mehr Keime als Vitamine darin?
Das Magazin "SWR Marktcheck" wollte es genauer wissen und ließ Fertig-Obstalate aus verschiedenen Cafés und Supermärkten von Experten und in einem Labor testen. Das Ergebnis war ernüchternd: Fünf der zwölf getesteten Obstsalate wurden wegen mangelnder Frische beanstandet. Eine Probe erwies sich als eindeutig ungenießbar. Also Finger weg von abgepackten Obstsalaten?
"Es gibt immer wieder Probleme mit Keimbelastungen", bestätigt Silke Schwartau von der Verbraucherzentrale Hamburg die Ergebnisse der Stichprobe. Die Ernährungsberaterin hält das portionierte Obst dennoch für einen gesunden Snack, "wenn es frisch verpackt ist". Wichtig für die Frische ist vor allem eine konstante Kühltemperatur zwischen zwei und sechs Grad Celsius.
Auf ungekühlt angebotene Ware sollte man besser ganz verzichten. Denn bei Obst beginnt der Fäulnisprozess, sobald es aufgeschnitten ist. Lagerdauer, Wärme und Licht setzen dem Obst zu und reduzieren den Vitamingehalt. So enthielt beim Frischetest von SWR Marktcheck nur eine von zwölf Proben überhaupt noch Vitamin C.
Verbraucher sollten beim Kauf von aufgeschnittenem Obst vor allem auf eine korrekte Auszeichnung achten. "Gerade bei Obst sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum immer eingehalten werden", rät die Verbraucherberaterin. Doch dieses fehlt oftmals auf den Plastikschalen und es ist lediglich das Verpackungsdatum aufgedruckt. Genau Hinschauen lohnt sich bei abgepacktem Obst: "Hat das Obst bereits etwas an Farbe verloren oder zeigt sich leichter Schimmelansatz, ist es nicht mehr frisch", erklärt Schwartau. Ein weiteres Anzeichen für Verfall ist Flüssigkeit, die sich am Boden abgesetzt hat. Bei eingeschweißtem Obst signalisiert ein gewölbter Deckel, dass sich bereits Gase gebildet haben. Lässt sich hingegen der Deckel öffnen, kann man testen, ob das Obst gärig riecht.
Für Schwartau spricht vor allem der hohe Preis gegen das Fertig-Obst. Die Verbraucherzentrale Hamburg hat erst kürzlich die Preise zwischen Fertigprodukten und selbst zubereiteten Lebensmitteln verglichen. Dabei kam heraus, dass portioniertes Obst ein deutliches Loch ins Portemonnaie reißt. So war die portionierte Melone beim Preischeck im Verhältnis fünfmal so teuer. "Da sollte jeder überlegen, ob er nicht lieber zum Messer greift und sich selbst das Obst klein schnippelt", findet Schwartau.
ts
Alte schrieb:
am 8. November 2011 um 16:20:44
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Alles fertig!
Irgendwo muss die Bequemlichkeit doch ihre Grenzen haben! Am besten noch vorkauen lassen u. nur noch schlucken!
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Uschi schrieb:
am 8. November 2011 um 11:15:23
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Obstsalat
Ich finde es überteuert und auch nicht so frisch.
Besser ist es selbst zu machen. Ich mache mir jeden Morgen frischen Obstsalat.
Das geht schnell und ist billiger und frischer.
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