
14.09.2011, 09:34 Uhr | msh
Federweißer - köstlicher Vorgeschmack auf den Herbst (Foto: dpa)
Im Weinhandel oder Supermarkt kann man ihn jetzt wieder bekommen - den Federweißer. Den Anfang macht der italienische neue Wein. Doch wer sich geduldet, kann schon bald Federweißer aus Deutschland genießen. Am besten schmeckt er direkt beim Winzer mit einem Stück leckeren Zwiebel- oder Flammkuchen. Bei Ihnen gibt es keine Weinberge? Macht nichts: Kaufen Sie sich ein paar Fläschchen im Weinhandel oder im Supermarkt und machen Sie den Zwiebelkuchen selbst - ganz leicht mit unseren regionalen Rezepten.
Als Federweißer bezeichnet man einen noch nicht ganz durchgegorenen jungen Wein, dem der Kohlensäuregehalt einen angenehm prickelnden Geschmack verleiht. Seinen Namen hat er von den Hefeteilchen, die ihn milchig trüb machen und wie weiße Federchen im Glas schweben. Für den handelsüblichen Federweißer aus Deutschland werden besonders frühreife Rebsorten wie Bacchus, Siegerrebe oder Ortega verwendet. Der "rote Rauscher", die rote Variante des neuen Weins, stammt meist von der Portugieser-Rebe. Da Federweißer weiter gärt und nur ein Übergangsprodukt ist, gibt es ihn nur für wenige Wochen.
Frisch gepresster Traubenmost ist noch sehr süß. Neben Vitaminen und Mineralstoffen enthält er Traubenzucker. Dieser wird von den Hefen, die in den Trauben enthalten sind oder zugesetzt werden, in Alkohol und Kohlendioxid (CO2) umgewandelt. Der Most gärt. Während der Umwandlung von Zucker in Alkohol wird er immer weniger süß, er schmeckt schon mehr nach Wein. Am besten schmeckt der Federweißer wenn Süße und Säure sich die Waage halten, dann hat er ungefähr einen Alkoholgehalt von vier bis fünf Volumenprozent.
Beim Transport der Flaschen nach Hause muss man vorsichtig sein. Da die Gärung auch in der Flasche weitergeht, sind diese nicht luftdicht verschlossen. Die Flasche muss stets aufrecht stehend transportiert werden. Das Deutsche Weininstitut rät, den neuen Wein zuhause am besten erstmal zu probieren. Schmeckt der Federweißer genau richtig, wird er im Kühlschrank aufbewahrt. Ist er noch zu süß, lässt man ihn sechs bis acht Stunden bei Zimmertemperatur stehen und probiert dann erneut. Hat er die ideale Süße erreicht, kommt er in den Kühlschrank.
Ist Ihnen der Federweißer zu trocken geraten, können Sie ihn mit Traubensaft wieder süßen. Wer keinen Traubensaft im Haus hat, kann zur Not auch mit etwas Zucker nachhelfen. Servieren Sie den neuen Wein gut gekühlt zu deftigen Gerichten wie Zwiebelkuchen oder Flammkuchen.
msh
Iris schrieb:
am 27. September 2010 um 09:50:36
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@Rudi
Könnte man schon, aber Gärenlassen allein genügt nicht. Nach dem Vergären muss der Wein abgelassen und die sich unten abgesetzte
Hefe und Trübstoffe müssen vor dem Wiedereinfüllen sorgfältig entfernt werden, sonst schmeckt er nicht und wird auch nicht klar. Lohnt sich eigentlich nur bei größeren Mengen.
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Rudi schrieb:
am 25. September 2010 um 19:29:33
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Federweisser
Frage an Iris als Fachfrau: Kann ich den Federweissen zuhause weiter gähren lassen zum "richtigen" Wein?
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Brutus schrieb:
am 24. September 2010 um 17:12:34
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Dünnpfiff
Das wichtigste wurde vergessen. Für jeden Gast sollte spätestens nach dem zweiten Glas eine eigene Toilette zur verfügung stehen.
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