20.11.2007, 15:51 Uhr | Johanne Winterroth
Sie versuchen sich gesund zu ernähren, mit viel Obst und Gemüse. Doch manchmal überkommt sie die Lust auf einen Cheeseburger mit Pommes oder einer Currywurst. Und obwohl Sie wissen, dass all das nicht zu einer gesunden Ernährung gehört, kann man bei Gegrilltem oder Fettigem nicht widerstehen. Aber warum ist das so? Macht Fastfood süchtig? Experten sprechen nicht von einer Sucht. Tatsache ist aber, dass die leicht verdaulichen Kohlenhydrate und der Zucker sofort ins Blut übergehen und satt und zufrieden machen. Allerdings hält dieser Effekt nur für kurze Zeit an und man bekommt schnell wieder Appetit. Wir haben noch mehr Mythen rund ums Fastfood zusammengetragen, klicken Sie sich durch:
Rund ums schnelle Essen Fastfood-Fakten
Eine Tierstudie der New Jersey Medical School unterstützt diese These. Demnach leiden Lernfähigkeit und Gedächtnis unter erhöhter Fettzunahme. Nagetiere, die mit einem gleichwertigen Junkfood-Ersatz ernährt wurden, brauchten länger um ein bereits gelöstes Problem, den Weg durch ein Labyrinth, wieder ins Gedächtnis zu rufen. Allerdings sagen die Wissenschaftler, dass die Ergebnisse der Studie nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen werden dürfen.
Currywurst macht schlau
Gelber Curry kann die Gedächtnisleistung deutlich steigern, zumindest bei älteren Menschen. Kurkuma oder Gelbwurz, der Hauptbestandteil des Gewürzes, verhindert offenbar die Ablagerung von Eiweißen im Gehirn. Forscher aus Singapur untersuchten mehr als tausend gesunde Asiaten zwischen 60 und 93 Jahren. Jene Probanden, die regelmäßig Curry aßen, wiesen bessere Gedächtnisleistungen auf als jene, die selten oder nie Curryspeisen zu sich nahmen.
Pommes sind giftig
Wissenschaftler haben in Chips und Pommes Acrylamid gefunden. Dieser Stoff wird verdächtigt Krebs zu verursachen und das Erbgut zu schädigen. Aber nicht nur deshalb sollte man Pommes oder Chips nicht jede Woche zu sich nehmen. "In diesen Nahrungsmitteln sind vor allem keine Vitamine und zuviel Fett und Salz", erklärt Regina Heid, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen gegenüber T-Online. Dennoch kann man ab und zu Pommes genießen. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Pommes goldbraun sind und nicht zu dunkel. "Je dunkler sie sind, desto höher ist der Acrylamid-Wert," erklärt Heid.
Johanne Winterroth
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