16.02.2011, 09:56 Uhr | t-online, msh
Mehr Gemüse und weniger Fleisch zu essen lohnt sich. (Foto: Archiv)
Tiere essen oder lieber nicht? Vegetarische Ernährung und gelegentlicher Fleischverzicht sind in aller Munde, nicht erst seit dem letzten Lebensmittelskandal. Ob als Halbzeitvegetarier oder Fan der Initiative "Donnerstag ist Veggietag", jeder sollte pro Woche zwei bis drei fleisch- und wurstfreie Tage einlegen. Ihre Gesundheit wird es Ihnen auf jeden Fall danken. Denn es sprechen deutlich mehr Gründe gegen das Fleischessen als dafür.
Menschen, die sich vegetarisch ernähren sind gesünder, schlanker und leben länger als Fleischesser. Trotzdem essen die meisten von uns viel zu viel Fleisch. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bis zu 600 Gramm Fleisch und Wurstwaren pro Woche. Gegessen wird aber über ein Kilo pro Kopf und Woche. Das ist fast das Doppelte. Und das macht sich bemerkbar: Übergewicht, Diabetes und ein höheres Risiko für Herzerkrankungen und Darmkrebs sind mögliche Folgen.
Kochen, blanchieren oder dünsten - wie man Gemüse knackig und aromatisch zubereitet. zum Video
Die gesättigten Fettsäuren aus Rind, Schwein und Geflügel gelten als schädlich für Herz und Gefäße. Neuere Studien zeigen außerdem, dass zu viel "rotes" Fleisch - also Fleisch von Rind, Lamm oder Schwein - das Krebsrisiko erhöht. "Schon 100 Gramm Fleisch mehr pro Tag erhöhen das Risiko, später an Darmkrebs zu erkranken, um 49 Prozent", sagt Gisela Olias, Pressesprecherin des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke. Bei der gleichen Wurstmenge steigt das Risiko sogar um 70 Prozent. Zu viel Fleisch schadet auch der Niere - zumindest, wenn gleichzeitig zu wenig getrunken wird.
Doch nicht nur das Risiko für Krebs- und Herzerkrankungen steigt mit der Menge Fleisch, die wir essen. Wurst und Fleisch enthalten auch größere Mengen an Fettsäuren. Daraus bilden sich Entzündungsstoffe, die das Entstehen von Krankheiten wie Arthritis, Arthrose und Rheuma begünstigen können. Ernährt man sich dagegen fleischärmer, fehlt dem Körper diese Säure und er produziert weniger dieser Entzündungsstoffe.
Doch wie viel Fleisch darf es dann überhaupt sein? Gisela Olias empfiehlt, pro Woche nicht mehr als 300 bis 600 Gramm zu verzehren. Ob diese Menge in zwei größeren oder in sechs bis sieben kleineren Portionen auf den Teller kommt, spielt dabei keine Rolle. Und auch ganz ohne Fleisch lebt es sich gesund. Ovo-Lacto-Vegetarier, die neben pflanzlichen Lebensmitteln auch Eier, Milch und Milchprodukte auf ihrem Speiseplan haben, sind gut mit Nährstoffen versorgt. Mit jedem Tag ohne Fleisch und Fisch, leistet man einen Beitrag für seine persönliche Gesundheit. Zudem für seine Mitmenschen sowie zum Schutz von Umwelt und Tieren.
Wem es schwer fällt, auf die liebgewonnen Speisen zu verzichten, kann sich Hilfe suchen: Bei der lnitiative "Halbzeitvegetarier" zum Beispiel schließen sich zwei Partner zusammen, um gemeinsam die Menge an Fleisch und Fisch auf ihrem Speiseplan zu halbieren. Zur Kontrolle trägt man seine vegetarischen Mahlzeiten sowie Fleisch- und Fischmahlzeiten in den "Halbzeitvegetarier-Kalender" ein. Die Kampagne "Donnerstag ist Veggietag" fordert auf, einmal wöchentlich konsequent vegetarisch zu essen. Einige Städte, Unternehmen, Kantinen und Restaurants unterstützen die Aktion bereits. Ab März gibt es dazu auch ein Kochbuch für Zuhause. Darin finden sich 52 vegetarische Rezepte mit Gemüse, Käse, Tofu und Getreide und Co.
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t-online, msh
Der seinem Bauchgefühl folgt schrieb:
am 27. Februar 2011 um 18:33:59
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Halbzeitvegetarier
vor 20 Jahren fing es mit einem "Sellerieschnitzel" an. Ich wollte es ausprobieren auch wenn der Slogan "Fleisch ist ein
Stück Lebenskraft" im Fernsehen von damals anderes suggerierte. Dank Massentierhaltung, Preiskampf und Methoden der Fleischproduzenten steht Fleisch nur einmal die Woche auf dem Plan. Dann aber Qualität vor Quantität! Wozu V-Power in den Tank schütten und sich das vom Mund absparen? Vital-Power tankt man anders :-)
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Elfi schrieb:
am 27. Februar 2011 um 12:01:35
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an Lisa
Dass man sich angegriffen fühlt und meint sich rechtfertigen zu müssen, hat auch seinen Grund: man wird von den meisten Vegetariern
mit einem Blick à la "auf den Scheiterhaufen mit dir, du Massenmörder" angeschaut.
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Lisa schrieb:
am 26. Februar 2011 um 17:39:44
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......
Ich bin seit Eiwigkeiten Vegetarier und gehe damit aber nicht hausieren.Wenn aber die Sprache darauf kommt,kommen meist Antworten
wie:"Ich esse ja auch kaum Fleisch" ,oder die Leute fühlen sic h iwie davon angegriffen und meinen sich rechtfertigen zu müssen.Macht doch einfach alle,was ihr für richtig haltet.
Massentierhaltung ist sch....,darauf kann man sich schnell einigen.Ich kann mir auch nicht vorstellen,dass es Billigfleisch sein muss,aber sonst,wie es beliebt...
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