27.01.2010, 14:34 Uhr | ag/dpa
Der schnelle Imbiss zur Mittagszeit ist weit verbreitet. (Foto: Archiv)Die nächste Besprechung steht an, das Telefon klingelt unentwegt und zahlreiche E-Mails wollen beantwortet werden. Der stressige Büroalltag geht bei vielen auf Kosten der Mittagspause. Im Schnitt dauert die Zeit, die wir dem Essen widmen, nur 20 Minuten. Das ergab eine repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Innofact, an der 1.530 Büroangestellte zwischen 18 und 65 Jahren teilnahmen.Zudem ernährten sich die meisten Befragten durch fetthaltiges, kalorienreiches Fast Food. So essen zwei Drittel mittags beim Imbiss um die Ecke oder beim Bäcker. Jeder Vierte verzichtet sogar ganz aufs Mittagessen.
Doch bleibt die unausgewogene Ernährung nicht folgenlos: Mehr als die Hälfte der befragten Personen, genauer 64 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen, sind übergewichtig. Das schnelle Vertilgen von Sandwiches, Pizza und Burgern vor dem Bildschirm ist zudem schlecht für die Leistungsfähigkeit im Job. Denn die Pause ist dazu da, neue Kräfte zu tanken und sich kurz zu entspannen. Das funktioniert am besten, wenn der Berufstätige sein Büro für ein Weilchen verlässt. Wer sich schnell etwas am Platz "reinschiebt", isst oft mehr als nötig. Denn zu rasches Essen überlistet das Sättigungsgefühl, das dann erst verzögert einsetzt. Das kann zur Gewichtszunahme führen. Zudem neigen Berufstätige, die nur zwischendurch etwas essen, dazu, sich ungesund zu ernähren. So verdrücken laut einer Umfrage der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK) zwölf Prozent der Arbeitnehmer mittags Süßigkeiten.
Arbeitnehmer, die gar nichts essen, trifft irgendwann das Mittagstief. Und wer stundenlang auf das Mittagessen wartet, erliegt mit hoher Wahrscheinlichkeit am Nachmittag einer Heißhungerattacke und greift irgendwann zu Süßigkeiten. Außerdem arbeitet er unkonzentrierter und macht mehr Fehler. Deshalb sollte der Körper rechtzeitig mit Nährstoffen versorgt werden - bevor der große Hunger kommt.
Besser als eine deftige Mahlzeit sind mehrere kleine Snacks über den Tag verteilt. Hier zeigt sich, dass auch die Esskultur in der Kantine oftmals zu wünschen übrig lässt. Denn das beliebteste Gericht in deutschen Kantinen ist die Currywurst mit Pommes. Besser ist es, im Zwei- bis Drei-Stunden-Takt leichte Snacks zu essen. Das verhindert den typischen Leistungsabfall mit Schlappheit und Müdigkeit am Nachmittag.
Wer sein Mittagsmahl von zu Hause mitbringt, spart nicht nur Geld, sondern auch Kalorien. Leichte Salate oder das klassische Sandwich können schon morgens zubereitet und am Arbeitsplatz in den Kühlschrank gestellt werden. Die belegten Schnitten eignen sich jedoch nicht nur für die Mittagspause. Als zweites Frühstück helfen sie auch, den Blutzuckerspiegel am Vormittag konstant zu halten.
Wichtig ist dabei Abwechslung. So können verschiedene Brot- und Brötchensorten ausprobiert werden, möglichst aus Vollkornmehl. Als Belag eignen sich fettarme Wurst- und Käsesorten. Apfelspalten, Gurken-, Radieschen- und Tomatenscheiben sind leicht vorzubereiten und peppen das Essen geschmacklich auf. Auch Paprikastreifen, Sprossen, frische Kräuter, Oliven und knackige Salatblätter verwandeln manch fade Schnitte in einen Gourmet-Snack. Obst, Reiswaffeln oder Rohkost sind dazu eine prima Ergänzung.
ag/dpa
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