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Ernährung: Cholesterin im Essen schadet nicht jedem

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Cholesterin im Essen schadet nicht jedem

07.01.2008, 09:21 Uhr | cme

Fettes Essen macht nicht nur dick, es gilt auch als schädlich für Herz und Blutgefäße. Das bestätigen unzählige Studien. Dass allerdings der Cholesteringehalt im Essen dabei nur eine begrenzte Rolle spielt, wissen die wenigsten. So zeigen Studien der vergangenen Jahre, dass die früher so verpönten Eier den Cholesterinspiegel im Blut offenbar kaum in die Höhe treiben.

Verzicht auf Eier nötig?

Dennoch wird aus Angst vor dem „bösen Cholesterin“ häufig ganz auf Eier verzichtet. Das Wissen über die fettähnliche Substanz und über das eigene Risiko ist gering. Wie lässt sich der Cholesterinspiegel tatsächlich senken? Wie hoch darf er überhaupt sein und was bedeutet „gutes“ und „schlechtes“ Cholesterin? Die Liefstyle-Redaktion hat die wichtigsten Antworten zusammengetragen.

Tierische Fette als Hauptübeltäter

Entgegen landläufiger Meinung ist es nicht in erster Linie das Cholesterin im Essen, was den Blutwert in die Höhe schnellen lässt. So werden vor allem die genetische Veranlagung sowie eine fettreiche Ernährung für hohe Cholesterinwerte verantwortlich gemacht. Insbesondere gesättigte Fettsäuren aus tierischen Fetten wirken sich negativ aus. Studien zeigen allerdings, dass nicht jeder Mensch von einer fettarmen Ernährung profitiert. "Schon länger ist bekannt, dass bei manchen Menschen unter einer fettreichen Ernährung das Cholesterin im Blut ansteigt, bei anderen nicht", sagt der Mannheimer Internist Prof. Achim Weizel, Vorsitzender der Lipid-Liga. Dennoch zählt das Gegensteuern mit einer fettarmen Ernährung zu den wichtigsten Maßnahmen bei der Bekämpfung hoher Cholesterinwerte.

Bewegung und mediterrane Kost

Vor allem die Wahl der Fette ist ausschlaggebend: "Sinnvoll ist es, die Ernährung auf eine fettarme, mediterrane Kost umzustellen", rät Dr. Heike Kantner, Geschäftsführerin der Lipid-Liga. "Diese ist ballaststoffreich und zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an ungesättigten Fetten aus." Auch regelmäßige Bewegung beeinflusst die Cholesterinwerte positiv. Helfen diese Maßnahmen nicht, muss der Arzt möglicherweise Medikamente verordnen, um das Herzinfarkt-Risiko zu senken.

Nur LDL-Cholesterin ist gefährlich

Doch was ist Cholesterin überhaupt? Der lebenswichtige Stoff besteht aus einem fettähnlichen Gerüst und ist beispielsweise an der Bildung zahlreicher Hormone beteiligt. Er ist ausschließlich in tierischen Fetten enthalten, wird aber auch im menschlichen Körper hergestellt. „Cholesterin an sich ist nichts Schlechtes“ bestätigt auch Heike Kantner. „Auf die Verpackung kommt es an“. Im Blut ist Cholesterin nämlich an Eiweiße gebunden und kommt in zwei Varianten vor: das so genannte LDL-Cholesterin, das auch als "schlechtes" Cholesterin bezeichnet wird und das "gute" HDL-Cholesterin. Steigt die Konzentration des schädlichen LDL-Cholesterins zu stark an, können sich Ablagerungen in den Gefäßen bilden. Diese führen im schlimmsten Fall zu Herzinfarkt oder Schlaganfall.

Nur jeder Dritte kennt sein Risiko

Die wenigsten Deutschen wissen allerdings über ihren Cholesterinspiegel Bescheid. "Regelmäßige Untersuchungen gehören noch immer zur Ausnahme", so Achim Weizel. Nur rund 30 Prozent der unter 40-Jährigen kennen den eigenen Cholesterinspiegel. Das allerdings kann fatale Folgen haben, denn zu viel Cholesterin im Blut gehört zu den größten Risikofaktoren für Herzinfarkt. Dabei ist die Messung einfach und ab dem 35. Lebensjahr für jeden kostenlos. Treten in der Familie Fettstoffwechselstörungen oder Herzinfarkt auf, sollte der Cholesterinspiegel schon vorher regelmäßig kontrolliert werden.

Weitere Informationen gibt es unter www.lipid-liga.de.

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Quelle: dpa

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