17.03.2009, 14:38 Uhr | ts
Wer beim Einkaufen clever vorgeht, kann eine Menge Geld sparen. (Foto: imago)
Super-Sonderangebote locken im Supermarkt an jeder Ecke. Dabei sind Schnäppchen für unser Portemonnaie der Super-Gau: Sie verleiten uns dazu, mehr Geld auszugeben als wir eigentlich wollten. Wer dann auch noch Sprit verfährt, um die besten Angebote zu vergleichen, wirft noch mehr Geld zum Fenster hinaus. Mit einer gut geplanten Einkaufsliste und ein paar einfachen Tricks lässt sich aber beim nächsten Supermarktbesuch bares Geld sparen. Und so geht's.
Vor jedem Einkauf sollten sie Ihre Vorräte genau unter die Lupe nehmen. Ein Blick in den Kühlschrank oder die Speisekammer hilft, den Überblick zu behalten. Prüfen Sie vor allem das Mindesthaltbarkeitsdatum. Welche Lebensmittel müssen möglichst schnell verbraucht werden? Das A und O für Sparfüchse ist eine feste Einkaufsliste, von der Sie auch im Laden nicht abweichen sollten. Das erfordert anfangs ein wenig Disziplin. Überlegen Sie sich vorher einen Speiseplan für die kommenden sieben Tagen und notieren Sie alles, was Sie hierfür brauchen.
Je seltener wir uns im Supermarkt aufhalten, umso geringer ist die Gefahr, viel auszugeben. Deshalb raten Experten, nur einmal in der Woche einen großen Lebensmitteleinkauf zu machen und lediglich Gemüse und Fleisch frisch zu kaufen. Ein Blick in die Prospekte der Lebensmittelmärkte ist dabei immer erlaubt. Viele Geschäfte reduzieren außerdem Produkte, wenn das Haltbarkeitsdatum fast abgelaufen ist. Aber bitte nur dann zugreifen, wenn die Dinge ohnehin auf Ihrer Liste stehen. Im Zweifelsfall kaufen Sie lieber etwas zu knapp ein. Denn in einem durchschnittlichen Haushalt landen jährlich Lebensmittel für rund 400 Euro im Müll, weil die Deutschen mehr einkaufen, als sie wirklich brauchen.
Achten Sie beim Einkauf auf typische Verbraucherfallen: Das Teuerste steht in Augenhöhe, die so genannte Bückware ist meist günstiger. Wer die Hausmarke eines Discounters statt das Markenprodukt wählt, kann locker die Hälfte sparen. Dies zeigen aktuelle Preisvergleiche der Verbraucherzentralen. Für Seife, Reiniger und ähnliches lohnt der Griff zur Nachfüllpackung. Gelegentlich hilft auch ein Blick ins "Nachbarregal". Warum sollten Sie als Frau das Doppelte für Rasierklingen zahlen wie ein Mann?
Wer den Geldbeutel schonen möchte, der sollte vor allem Grundnahrungsmittel auf den Speiseplan setzen und sich bei Fleisch- und Wursteinkäufen zurückhalten, denn die belasten das Budget besonders. Bei haltbaren Lebensmitteln kann sich der Griff zur Großpackung lohnen. Allerdings sind große Menge nicht grundsätzlich billiger. Deshalb zahlt sich der Blick auf den Grundpreis pro Kilo aus. Fertiggerichte sind gerade für Berufstätige praktisch - doch sie gehen ins Geld. Wer aus Zeitgründen nicht ganz darauf verzichten möchte, sollte zumindest die größten Preisfallen vermeiden. So kostet beispielsweise Pfannkuchen aus der Flasche sechs Mal so viel wie ein selbst gemachter. Auch Backmischungen gehen unverhältnismäßig stark ins Geld. Tiefkühlpizzen hingegen sind ungefähr genauso teuer wie eine selbst gemachte Pizza.
Beim Einkauf spielt das Timing eine wichtige Rolle. Beispiel Wochenmarkt: Häufig liegen die Preise für frisches Obst und Gemüse deutlich über denen im Supermarkt. Doch kurz vor Feierabend kann sich ein Rundgang über den Markt durchaus lohnen. Die Händler wollen ihre verderbliche Ware los werden und locken mit guten Angeboten. Dasselbe gilt beim Bäcker. Auch hier gibt es häufig kurz vor Ladenschluss das Brot für die Hälfte. Allerdings hat das Einkaufen am Abend auch einen Nachteil: Wer hungrig und müde einkaufen geht, kauft bekanntermaßen mehr.
ts
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