06.01.2010, 14:05 Uhr | agr
Hühner legen auch ohne Käfighaltung Eier (Foto-imago)In Deutschland gehört die Käfighaltung von Legehennen der Vergangenheit an. Seit dem 1. Januar 2010 dürfen Landwirte hierzulande keine Eier mehr mit Hühnern in Käfighaltung produzieren. Stattdessen wurde die Kleingruppenhaltung als Mindeststandard festgelegt. Doch was bedeutet das genau für die Hühner und den Verbraucher? Gibt es in Zukunft nur noch Eier von frei laufenden, glücklichen Hühnern?
Was bedeutet Käfighaltung? Die Haltungsformen der Hühner
Bei Käfighaltung teilten sich bislang vier bis sechs Hennen einen Käfig mit 0,55 Quadratmetern Platz pro Tier. Das ist weniger als ein Din-A-4 Blatt pro Huhn. Bei der neuen Kleingruppenhaltung hat eine Henne 0,8 Quadratmeter, also eine Fläche von etwa fünf EC-Karten mehr als vorher. In dieser neuen Haltungsform muss außerdem eine Sitzstange, ein Legenest und Einstreu für jedes Tier vorhanden sein. Das alles gab es in der herkömmlichen Käfighaltung nicht.
Tierschützer kritisieren allerdings auch diese Haltungsform. Der Begriff „Kleingruppe“ sei nur ein beschönigendes Wort für Legebatterie, da die Tiere kaum mehr Platz hätten und unter ähnlich schlimmen Bedingungen gehalten würden. Vor allem die Größe des Sandbades und des Nestes werden bemängelt. Aus diesen Gründen hat die Kleingruppenhaltung die gleiche Kennziffer wie zuvor die Käfighaltung, nämlich die 3. Diese ist auf dem Eierstempel zu sehen.
Auch die meisten Verbraucher sind gegen die Käfighaltung. Das Aachener Marktforschungsunternehmen Dialego fragte 1000 Deutsche über ihrer Einstellung zum Eierkauf. 85 Prozent der Verbraucher sind demnach bereit, für ein artgerecht produziertes Ei mehr Geld auszugeben und 92 Prozent der Befragten empfanden Käfighaltung als Tierquälerei. Eier aus Bodenhaltung kosten im Durchschnitt pro Stück drei Cent mehr als Eier aus Legebatterien.
Allerdings gibt es Eier aus Käfighaltung nach wie vor in deutschen Supermärkten. Denn das Käfigverbot gilt nur deutschlandweit: Nach EU-Recht können Hennen im europäischen Ausland immer noch in kostengünstigen Legebatterien gehalten werden. Deshalb appellierte der Deutsche Bauernverband (DBV) an die Verbraucher, nur noch in Deutschland produzierte Hühnereier zu kaufen. Das Herkunftsland kann man ganz einfach am Stempel auf dem Ei erkennen. „DE“ steht für Deutschland und ist ab dem 1. Januar 2010 garantiert ein Ei, das nicht mehr aus Käfighaltung stammt.
Außerdem kommen rund 70 Prozent der in Deutschland verwendeten Eier noch aus Käfighaltung. Der Grund: Die Lebensmittelindustrie kauft diese günstigeren Eier aus dem In- und Ausland und verarbeitet sie zu Nudeln, Fertigkuchen oder auch Süßigkeiten. Über diesen Weg landen Eier aus Käfig- oder Kleingruppenhaltung also doch bei den Verbrauchern auf dem Teller. Damit Sie das vermeiden können der deutsch Tierschutzbund eine Liste der Betriebe aufgestellt, die keine Eier aus Käfig- oder Kleingruppenhaltung mehr benutzen.
Positiv-/Negativ-Liste des Tierschutzbundes
agr
coco7 schrieb:
am 5. Januar 2011 um 06:40:58
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Hühner
Es sollte gar keine Käfighaltung mehr geben ,man sollte aber die bauern bei der umstellung finanziell unterstützen! Was aber sofort
verboten werden muss ist
die massenhafte Tötung von Küken,das gehört bestraft !
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