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EHEC: Gefahr durch Bockshornkleesamen

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Rückruf von Medikamenten mit Bockshornkleesamen wegen EHEC

08.07.2011, 16:13 Uhr | dapd / dpa

EHEC: Gefahr droht durch Bockshornkleesamen (Foto: dapd)

EHEC: Gefahr droht durch Bockshornkleesamen (Foto: dapd)

Wegen einer möglichen Kontamination mit dem gefährlichen Darmkeim EHEC rät das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), Medikamente mit Bockshornkleesamen nicht mehr einzunehmen. Nach Angaben des BfArM wurden die Landesbehörden aufgefordert, Wirkstoffe und Arzneimittel mit Bockshornkleesamen zurückzurufen, die von 2009 bis 2011 aus Ägypten eingeführt wurden.

Bockshornkleesamen gegen Magen-Darm-Erkrankungen

Bockshornkleesamen werden unter anderem als pflanzliches Magen-Darm-Mittel verwendet. Patienten nehmen dazu mehrmals täglich zerkleinerte Samen mit Flüssigkeit ein. Man kann die Samen aber auch zu einem Tee zubereiten oder als Wickel anwenden. Man bekommt sie in Reformhäusern und in Apotheken.

EU hat Importstopp beschlossen

Die Europäische Union hat beschlossen, bis Ende Oktober keine Sprossensamen, Sojabohnen und Öl-Samen aus Ägypten mehr zu importieren. Zuvor hatte die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit nach internationalen Analysen eine Lieferung verseuchter ägyptischer Bockshornkleesamen für die EHEC-Epidemie verantwortlich gemacht. Der Beschluss der EU-Kommission verpflichte alle Mitgliedsstaaten, bestimmte Produktchargen mit Bockshornkleesamen vom EU-Markt zu nehmen, die im entsprechenden Zeitraum aus Ägypten eingeführt worden seien, teilte das BfArM mit.

Immer weniger EHEC-Fälle in Deutschland

Mehr als zwei Monate nach ihrem Ausbruch scheint die EHEC-Epidemie in Deutschland fast gestoppt. So werden dem Robert-Koch-Institut (RKI) momentan bundesweit lediglich neun neue Infektionsfälle pro Tag übermittelt. Seit Ausbruch der Epidemie Anfang Mai sind den Angaben zufolge damit bundesweit 4.190 Personen an dem gefährlichen Darmkeim erkrankt, 858 von ihnen litten am Hämolytisch-Urämischen Syndrom (HUS). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem gefährlichen Darmkeim beläuft sich laut RKI bundesweit auf 51.


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dapd / dpa  

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Kommentare (6)

zum Forum

Thema: "EHEC: Gefahr durch Bockshornkleesamen"

Otti11 schrieb: am 13. Juli 2011 um 10:12:43
(0) (0) ehec
Diesesv Thema noch nicht vom Tisch?????? Es sind wohl noch nicht genügend Medikamenten verkauft worden?????? Wirtschafts-Lobbyismus.

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albert schrieb: am 11. Juli 2011 um 15:47:23
(0) (0) bockshornklee
Ist auch in Curry und Gewürzmischungen enthalten. Hier wird jedoch nichts getan weil angeblich diese Zutaten nochmal erhitzt
werden vor dem Verzehr (lt. Ausgabe HNA vom 08.07.2011) Habe schon viele Currywürste gegessen, wo das kalte Pulver auf die Wurst gestreut wurde und anschließend der Ketchup drüber. So arbeiten unsere Ämter.
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Marion Senft schrieb: am 10. Juli 2011 um 21:48:31
(0) (0) Infektionsquellen Ehec
Toiletten mit Waschgelegenheiten und Seife wurden auf dem Summerjam'11 in Köln nachts um 3 Uhr bis um 7 Uhr
geschlossen, obwohl die Party die ganze Nacht ging. Ab 3 Uhr nachts völlig verdreckte stinkende Dixies ohne Licht und ohne Waschgelegenheit. Im Konzertbereich, auf der Insel waren Toiletten mit Waschgelegenheit, keine Spur von Seife trotz Essensverkauf. Ein ekelhafter Anblick von Wegwerfbehältnissen und der Gedanke an die ungeseiften Finger und Schmierinfektionen. Marion Senft
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