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EHEC-Erreger: Wie man sich schützt

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EHEC-Erreger: So schützen Sie sich vor der Durchfall-Erkrankung

24.05.2011, 08:04 Uhr

Schwere Darmerkrankungen mit dem gefährlichen EHEC-Erreger breiten sich in Deutschland weiter aus. (Foto: dapd)

Schwere Darmerkrankungen mit dem gefährlichen EHEC-Erreger breiten sich in Deutschland weiter aus. (Foto: dapd)

In Deutschland stecken sich immer mehr Menschen mit dem gefährlichen EHEC-Erreger an. Mittlerweile gibt es erste Todesfälle. Die Infektion mit dem Bakterium ruft ungewöhnlich schwere Symptome hervor, vor allem Nierenleiden. Um sich zu schützen, solle man deshalb auf strikte Küchenhygiene achten, rät das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Lesen Sie hier, wie Sie das Risiko einer EHEC-Infektion minimieren können.

EHEC-Befund erst nach 36 Stunden

Eines der EHEC Symptome ist wässriger Durchfall, der häufig von Übelkeit und Erbrechen begleitet wird. In schweren Fällen kommt es außerdem zu krampfartigen Bauchschmerzen, Blut im Stuhl und Fieber. Experten raten, bei diesen Symptomen unbedingt einen Arzt aufzusuchen. Die Inkubationszeit von der Ansteckung bis zum Ausbrechen der Erkrankung beträgt zwischen zwei und zehn Tagen, aktuell liegt sie bei durchschnittlich drei bis vier Tagen. Bis zu einem EHEC-Befund dauert es nach Angaben des Hamburger Großlabors Medilys 36 Stunden.

Bei schweren Fällen kommt es zu Nierenversagen

Bei schweren Fällen kommt es zu einem sogenannten hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), was zu einem Versagen der Nieren führen kann. "Die Zahl der schweren Verläufe in einem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich", betont das RKI. Von den aktuell Betroffenen müssen einige künstlich beatmet werden, viele liegen auf der Intensivstation. Untypisch ist auch, dass vor allem gesunde Erwachsene, überwiegend Frauen, betroffen sind. Normalerweise entwickeln vorwiegend Kinder dieses schwere Krankheitsbild.

Video
Ratgeber zum gefährlichen EHEC-Erreger

Vorsorge, Ansteckung, Behandlung: Alles, was man über die gefährliche Darmbakterie wissen sollte. zum Video

EHEC: Strikte Hygiene in der Küche

Wer sich vor dem EHEC-Keim schützen will, sollte vor allem auf Hygiene achten. Experten raten: Lebensmittel gut waschen und am besten kochen; Brettchen und Messer gründlich spülen; vor und nach dem Kochen Hände waschen - und natürlich nach dem Gang zur Toilette. Das Bakterium, das seit der zweiten Maiwoche auffällig viele Menschen befallen hat, kann lebensgefährlich sein. Aber es ist auch leicht in Schach zu halten: "Der Keim reagiert sehr sensibel auf Hitze oder Seife", erklärt ein Mitarbeiter des Frankfurter Gesundheitsamtes.

Rohkost in Verdacht

Mit Hochdruck suchen die Gesundheitsbehörden nach der Quelle des Erregers. "Bisher konnte kein konkretes Lebensmittel als Infektionsquelle identifiziert werden", heißt es. Nach Angaben des RKI ist die Infektionsquelle für die Erkrankungen möglicherweise noch aktiv. Einen Verdacht gibt es jedoch: Rohkost. Auch das ist ungewöhnlich, denn der natürliche Lebensraum des Erregers ist der Darmtrakt von Rindern, Schafen oder Ziegen. Daher gelten normalerweise auch unbehandelte Milch und Rohmilchkäse oder rohes Fleisch als größte Risikoquellen. Bei Kleinkindern besteht die höchste Ansteckungsgefahr durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, etwa in einem Streichelzoo. Obst oder Gemüse können aber zum Beispiel über Düngung mit Jauche den Erreger erhalten. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nur bei unhygienischem Verhalten möglich.

EHEC-Symptome: Bei Blut im Stuhl sofort zum Arzt

Patienten, die an den typischen Symptomen für EHEC leiden - wässriger oder blutiger Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und starke Bauchschmerzen - "sollten umgehend einen Arzt aufsuchen", sagen Experten des RKI. Wichtig ist es, das Blutbild zu überwachen und im Auge zu behalten, dass die Nieren weiter funktionieren. Bei ersten Anzeichen eines HUS sollte der Arzt den Patienten "an geeignete Behandlungszentren überweisen". Der Zeitraum zwischen der Infektion und den ersten Durchfallsymptomen beträgt durchschnittlich drei bis vier Tage. Die Anzeichen von HUS beginnen etwa eine Woche nach Beginn des Durchfalls.

Rund 1000 EHEC-Erkrankungen pro Jahr

Seit der zweiten Maiwoche sind deutschlandweit zahlreiche Menschen an blutigem Durchfall erkrankt. Auslöser ist eine Spielart des Coli-Bakteriums: enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC). Meist nimmt die Krankheit einen ungefährlichen Verlauf - viele leiden unter leichtem Durchfall, der schnell wieder vergeht. Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin hat seit Einführung der Meldepflicht 2001 bundesweit jährlich zwischen 800 und 1200 EHEC-Erkrankungen registriert, die meisten verlaufen harmlos. Todesfälle sind äußerst selten.



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Quelle: dapd , dpa

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Kommentare (172)

zum Forum

Thema: "EHEC-Erreger: Wie man sich schützt"

Berlin schrieb: am 23. Mai 2011 um 21:23:27
(0) (0) Schweinerei, was
Was "kritisch" schrieb, muß auch ständig in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Berlin ertragen werden: Essen
der Nudelgerichte und von Pommes mit den Fingern, anschließend die Finger ablecken, niesen ohne das Taschentuch vor den Mund zu halten, gähnen ohne die Hand vor den Mund zu halten, Bratwurst mit den Fingern halten, Döner fr..... etc. Reste verbleiben auf dem Boden! Was soll da der Hinweis an den Wänden - bitte in der Bahn nicht essen, wenn fast auf jedem Bahnhof eine Imbi
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Der g. Meckerer schrieb: am 23. Mai 2011 um 21:16:55
(0) (0) Besteht hier nach der Grippe-Orgie wirklich Gefahr
Handelt es sich hier wirklich um ein gefährliches Virus oder will die Arzeneimittellobby
mal wieder die Umätze ankurbeln und verbreitet Angst und Panik . Hatten wird doch schon bei der angeblichen Grippegefahr - die brachte doch volle Kassen für einige clevere Firmen .
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Dr.Panik schrieb: am 23. Mai 2011 um 21:08:14
(0) (0) Vorsicht
Macht nur so weiter und macht eine Mücke aus einen Elefanten und Desensibilisiert die Menschen noch mehr, oder Impft die Leute
gegen jeden sch. verabreicht ihnen noch mehr Antibiotika. Davor Warnen Prof und Dr. schon seid Jahren, wenn der wirkliche Virus kommt, wird es am Anfang keiner glauben und wenn das ist es schon zu spät für viele. Die Medien sind sich ihrer Aufgabe nicht wirklich bewusst und vor allem was für ein Fatale Rückkopplung daraus entstehen kann. Aufklärung Ja ABER Angemess
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