21.06.2011, 12:03 Uhr | ts
Baden im Fluss (Foto: dpa)
Das aggressive EHEC-Bakterium ist erneut in einem Gewässer nachgewiesen worden: diesmal im Landkreis Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern). Es handele sich aber nicht um den gefährlichen, für die gehäuften Erkrankungen verantwortlichen Erreger vom Typ O104/H4, teilte das Agrarministerium in Schwerin am Dienstag mit. Zuvor hatte bereits der Fund des EHEC-Keims in einem Bach bei Frankfurt am Main für Verunsicherung gesorgt. Am Montag riet das rheinlandpfälzische Umweltministerium vom Baden in Fließgewässern ab. Wie riskant ist es, sich im Sommer in Bächen abzukühlen? Kann man sich auch in Schwimmbädern mit EHEC infizieren? Wichtige Fragen und Antworten zum Infektionsrisiko beim Baden auf einen Blick.
Eines vorweg: Eine klare Aussage, wie sicher das Baden in Flüssen ist, ist von offizieller Seite nicht zu bekommen. So hält das rheinlandpfälzische Umweltministerium eine Infektion durch Baden in Naturbadeteichen oder an ausgewiesenen Badestellen zwar für "nicht sehr wahrscheinlich." Dennoch wird generell vom Baden in Fließgewässern abgeraten. "Flusswasser ist aus hygienischen Gründen grundsätzlich als gesundheitlich bedenklich anzusehen", heißt es in einer Meldung des rheinlandpfälzischen Umweltministeriums vom Montag.
Für Stephan Gabriel Haufe vom Umweltbundesamt (UBA) ist diese Warnung überhaupt nichts Neues. „In Fließgewässern ist immer mit einem erhöhten Verschmutzungsgrad zu rechnen," so der Sprecher des Amtes gegenüber T-Online. „Flüsse können Abwässer enthalten. Anders als Badebeckenwasser werden sie nicht desinfiziert.“ Flüsse haben jedoch laut Haufe kein generell höheres Infektionsrisiko als Badeseen. "Das hängt von der Lage vor Ort ab. Generell ist eine Gefährdung durch Bakterien beim Baden in Flüssen zwar in der Nähe von Zuflüssen aus Kläranlagen wahrscheinlich - deshalb gibt es dort in der Regel auch ein Badeverbot -, aber gefährlich ist Baden in Flüssen keineswegs überall." Das sieht Heike Spannagel vom rheinland-pfälzischen Umweltministerium anders: "In Fließgewässern kann sich die Wasserqualität von Minute zu Minute ändern, da braucht ja nur ein Bauer zu düngen. Deshalb raten wir unabhängig von EHEC vom Baden in Fließgewässern ab." Anders sei es bei Badeseen: "Die kann man besser untersuchen, da bleibt das Wasser ja drin."
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Wer sich unsicher ist, wo er unbedenklich ins kühle Nass springen kann, sollte nicht überall ins Wasser steigen, sondern lediglich an ausgewiesenen Badestellen. Die müssen nämlich regelmäßig kontrolliert werden. In Badegewässern mit guter hygienischer Qualität ist das Risiko nach Angaben des Umweltbundesamtes "vernachlässigbar gering". Zu erkennen sind diese an einer blauen Einstufung. Wer herausfinden möchte, ob sein Lieblingsbadeplatz sauber ist, muss sich vor Ort erkundigen, denn die Gewässerkontrolle ist Sache der Kommunen. Ist ein kontrolliertes Badegewässer stark mit Keimen verunreinigt, wird ein Badeverbot erlassen. Als unbedenklich stuft Haufe hingegen das Baden in Schwimmbädern ein: "Dort besteht kein Risiko, sich mit EHEC zu infizieren, da das Wasser desinfiziert wird - in der Regel kontinuierlich."
Viele Verbraucher sind verunsichert, ob EHEC-Keime aus Flüssen oder Bächen auch ins Grundwasser gelangen können. Auch hier gibt Haufe vom UBA Entwarnung: "Trinkwasser ist sicher vor EHEC-Keimen durch die verschiedenen Barrieren der Filterung und Desinfektion." Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte seine Gemüsebeete nicht mit Bach- oder Flusswasser gießen, sondern mit Leitungs- oder Regenwasser. Dies empfiehlt das Umweltministerium in Rheinland-Pfalz.
Der Fund des EHEC-Erregers in einem Bach in Frankfurt am Main ist nach Einschätzung des Umweltbundesamtes keine Überraschung. "Das ist für Gewässer direkt im Anschluss zur Kläranlage nichts Ungewöhnliches", sagte Haufe gegenüber dapd. EHEC-Keime kommen normalerweise im Kot von Rindern und Schafen vor. Über Abwasser von Schlachthöfen oder verunreinigtes Regenwasser können sie in die Kanalisation gelangen. "Falls man Kontakt mit Flusswasser in der Nähe eines Kläranlagenablaufs hatte, sollte man sich gründlich die Hände waschen", rät der UBA-Sprecher gegenüber T-Online. "Dies gilt aber nicht jetzt speziell wegen EHEC, sondern grundsätzlich."
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ts
pseudo schrieb:
am 22. Juni 2011 um 09:02:49
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@ Homer
Ich hoffe du beschwerst dich dann auch nicht, wenn du selbst betroffen bist.
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Elly schrieb:
am 22. Juni 2011 um 08:22:20
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Verhungern oder bald an EHEC sterben?
Wer in der nächsten Zeit nicht an EHEC stirbt der verhungert womöglich in den nächsten Jahren wo
jährlich bis 2018 mit Mißernten gerechnet werden muß. Im Frühjahr zu trocken wie in der Wüste, dann vergammelt durch Nässe und Kälte der Rest der Ernte auf dem Felde. Nasses Lagergetreide läßt sich technisch nicht ernten, man müßte es vor dem dreschen trocknen und danach nochmals die Körner trocknen. Alle Tiere werden bald abgeschlachtet 25% könnten überleben. Samen ab 2018 aus dem Spitzbergenlager.
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Homer schrieb:
am 21. Juni 2011 um 17:35:35
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Laangweilig
Oh Mann. Ist doch für die Überbevölkerung der Erde gut wenn da mal ein paar dahin gerafft werden.
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