20.03.2009, 17:02 Uhr | bri/AP
Schwimmen kann vor Arthrose schützen. (Foto: imago)Die Gelenke schmerzen, versteifen sich oder schwellen an - das macht nicht gerade Lust auf Bewegung. Doch ausgerechnet Sport ist das beste Mittel gegen solche Beschwerden wie Arthrose. Moderates Training wird sogar Patienten mit Arthrose empfohlen. Allerdings sind einige Sportarten besser für die Gelenke geeignet als andere.
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Einer der größten Risikofaktoren für Arthrose ist Bewegungsmangel. Die Gelenke werden von Knorpeln zusammengehalten, die von Blutgefäßen durchzogen sind. Nur durch Diffusion (Druck- und Saugbewegung) wird die Knorpelsubstanz gut durchblutet und mit Nährstoffen versorgt. Also nur wenn der Mensch sich bewegt, bleiben die Gelenke in Schwung. Bleibt die Bewegung aus, passiert folgendes: Die Muskelmasse nimmt ab, die Gelenkkapsel schrumpft und das macht die Gelenke noch unbeweglicher und verstärkt die Beschwerden.
Sport ist demnach ein hervorragendes Mittel gegen Gelenkbeschwerden. Allerdings sind laut dem Münchner Internisten Martin Halle nicht alle Sportarten für Menschen mit Gelenkbeschwerden gleich geeignet: "Gleichmäßige Bewegungen mit geringen Dreh- und Beschleunigungskräften belasten die Gelenke am wenigsten." Deshalb werde vor allem allem Schwimmen, Radfahren, leichtes Laufen oder Nordic Walking sowie Ski-Langlauf in klassischer Form empfohlen. Bei Sportarten mit Gegnerkontakt, wie etwa Fuß-, Hand- oder Basketball, könnten dagegen starke Drehbelastungen auftreten. "Außerdem bergen sie ein verhältnismäßig hohes Verletzungsrisiko und sind deshalb für Gelenkpatienten weniger geeignet", sagt der Internist.
Sport hat als Maßnahme gegen Arthrose noch einen weiteren Vorteil, denn Sport macht schlank. Überflüssige Pfunde sind nämlich Gift für die Gelenke. Vor allem für die Knie- und Hüftgelenke sei ein zu hohes Körpergewicht eine enorme Belastung, die die Entstehung von Knorpelschäden fördere, sagt Halle. "Jedes zusätzliche Kilo Gewicht erhöht die Druckbelastung im Knie um weitere vier Kilogramm", sagt Halle. Ein kleiner Gewichtsverlust könne also die Belastung für die Gelenke schon deutlich verringern. Darüber hinaus bedeute weniger Fettgewebe auch weniger Stress für die Gelenke, da Fettzellen eine Reihe von entzündungsfördernden Substanzen und Botenstoffen bildeten.
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