13.05.2011, 09:04 Uhr | cme
Viele Diäten sind zu einseitig oder zu streng. (Foto: imago)
Im Dschungel der Diäten findet sich kaum jemand zurecht. Schlankheitskuren, die die Kohlenhydrat-Zufuhr ganz oder teilweise einschränken, sind seit einigen Jahren besonders beliebt. Doch ausgerechnet diese Diäten fallen bei Tests von Stiftung Warentest, "Öko-Test" oder den Verbraucherzentralen regelmäßig durch. Oft purzeln die Pfunde zwar vorübergehend, doch langfristig drohen neue Fettpolster oder sogar Gesundheitsschäden. Lesen Sie hier, welche sieben Diäten nicht empfohlen werden und wie Sie eine gute Diät erkennen.
So genannte Low-Carb-Diäten liegen seit einigen Jahren im Trend. Im Gegensatz zu den gängigen Empfehlungen wird hier nicht an Fett gespart, sondern vor allem an Kohlenhydraten, also an Zucker, Brot, Kartoffeln und Nudeln. Da sie kurzfristig gut funktionieren, sind sie bei Figurbewussten sehr beliebt. Bei Ernährungsexperten sind diese Diätformen umstritten, die extremen Formen, wie zum Beispiel die fleischreiche Atkins-Diät, gelten sogar als schädlich. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen schreibt in ihrem Ratgeber "ABC der Schlankmacher" über die Atkins-Diät: "Kurzfristig ist eine gute Gewichtsabnahme zu verzeichnen, eine erneute Gewichtszunahme nach Beendigung ist fast zwangsläufig. Langfristig ist diese Diät gefährlich".
Moderater als die extreme Atkins-Diät ist die so genannte Logi-Methode. Doch auch sie setzt auf viel Eiweiß und wenig Kohlenhydrate. Die Experten von "Öko-Test" bezeichnen die Negativ-Bewertung von Getreide in ihrem neuen Sonderheft "Spezial Diäten" als "wissenschaftlich nicht haltbar". Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bemängelt die geringe Ballaststoffzufuhr sowie den hohen Eiweiß-Anteil, der gegebenenfalls zu Nierenproblemen oder Gicht führen könne. Das Online-Programm der LOGI-Methode erhielt von Stiftung Warentest kürzlich immerhin die Note "Ausreichend".
Besonders kompliziert und teuer ist die das Diätprinzip "Metabolic Balance". Eine etwa 300 Euro teure Blutanalyse soll Auskunft über Hormone und Enzyme des Stoffwechsels geben. Auf dieser Basis erhält der Diätwillige von einem Arzt oder Heilpraktiker sein persönliches Ernährungsprogramm. Da die Erfinder des Prinzips keine Details preisgeben, tun sich Experten mit der Beurteilung der Methode schwer. Die Tester von "Öko-Test" halten die zugrunde liegende Theorie für "wissenschaftlich nicht haltbar". Warum der eine keine Gurke essen soll und der andere keine Tomate, ist der Verbraucherzentrale Bayern ebenfalls ein Rätsel - sie sieht die Methode ebenfalls sehr kritisch und rät von einer Teilnahme ab. „Bislang gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis für die Existenz bestimmter Stoffwechsel-Typen und Rückschlüsse auf die Ernährung“, erklärt Dr. Martin Hofmeister, Ernährungsexperte bei der Verbraucherzentrale Bayern.
Wer auf der Suche nach einer geeigneten Diät ist, informiert sich am besten bei Verbraucherzentralen oder Krankenkassen nach einem geeigneten Programm. Ein großer Teil der Diäten, die sich auf dem Markt tummeln, sind kurzfristig angelegt, einseitig oder zu radikal. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, auch während einer Schlankheitskur mindestens 1200 Kilokalorien pro Tag zu sich zu nehmen. Außerdem sollte sie ausgewogen und nicht zu einseitig sein. Nur so nimmt der Körper ausreichend Nährstoffe auf und es treten keine Mangelerscheinungen auf. Im Idealfall sollte ein Abnehm-Programm auch Bewegung beinhalten. Zudem sollte sie zu den eigenen Vorlieben passen. Lesen Sie sich daher zu Beginn der Hungerkur das Programm genau durch: Werden eigene Vorlieben berücksichtigt? Sind die Rezepte und Kochanleitungen für mich im Alltag praktikabel? Erfüllt eine Diät auch diese Anforderungen, so haben Sie gute Chancen Ihre Figur auf Dauer in Form zu bringen.
cme
Sylvia88 schrieb:
am 4. Juni 2011 um 16:52:30
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Wann endlich
Wann endlich kapieren Menschen, dass Diäten, sprich konstante Kalorienreduktion auf einen längeren Zeitraum, nicht
funktionieren können. Es gibt ein so einfaches System INA-FIT mit dem mein Mann und ich sowie weitere 5 Personen aus unserem Umfeld gut abgenommen haben und das Gewicht ausnahmlos über mehr als 6 Monate gehalten haben.
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Durchblicker schrieb:
am 1. Juni 2011 um 20:30:34
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Unsinn
Das ist mal wieder ein völlig falscher Artikel zum Thema Low Carb. Es gibt hinreichend Studien, die beweisen, dass eine
kohlenhydratarme Ernährung zur Verbesserung der Blutzucker und Blutfette führt. Hier werden nur stumpf zweifelhafte Empfehlungen weitergegeben, die wissenschaftlich nicht haltbar sind. Viel mehr ist es so, dass viele unserer Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Herzkrankheiten, Diabetes und Co auf das Konto der getreideverarbeitenden- und der Zuckerindustrie gehen.
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Sabine schrieb:
am 22. Mai 2011 um 16:06:20
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Wer keine Ahnung hat ...
Ich weiß gar nicht, wie die "Fachleute" von Öko-Test und der VBZ (sicherlich alles
Ernährungswissenschaftler :-)) darauf kommen, dass man mit LOGI zu wenig Ballaststoffe aufnimmt. Wenn man sich an der Pyramide orientiert und als Basis Gemüse, Salat und etwas Obst nimmt, bekommt man locker mehr als genug Ballaststoffe.Ich liege immer zwischen 23 und 27 g - und damit mit Sicherheit weit über dem Durchschnitt. Verdauungsbeschwerden: unbekannt; Blutwerte: SUPER; Befinden und Gesundheit:
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