08.07.2011, 10:48 Uhr | cme
Diabetischer Fuß: Fußpflege ist bei Diabetikern besonders wichtig. (Foto: imago)
Etwa sieben bis acht Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes - Tendenz steigend. Besonders tückisch sind die Folgeschäden der Krankheit. Etwa jeder dritte Diabetiker hat Probleme mit schlecht durchbluteten Beinen. Die Folge sind Infektionen und schlecht heilende Wunden an den Füßen - im Extremfall droht sogar eine Amputation. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) hin. Lesen Sie hier acht Dinge, die Zuckerkranke über den "Diabetischen Fuß" wissen sollten.
Der Diabetische Fuß - auch "Diabetisches Fußsyndrom" genannt - tritt vor allem bei einem langjährigen, schlecht eingestellten Diabetes auf. Nerven und Blutgefäße in den Füßen werden im Laufe der Jahre geschädigt. Es kommt zu Durchblutungsstörungen, die Füße kribbeln oder fühlen sich taub an. Zudem ist das Immunsystem geschwächt, sodass schon kleinste Verletzungen oder Druckstellen zu Infektionen führen können. Der BDI schätzt, dass etwa eine Million Diabetiker ein erhöhtes Risiko für offene Wunden an den Füßen hat, rund ein Viertel davon hat bereits eine offene Fußverletzung. Werden die Verletzungen zu spät behandelt, breitet sich die Entzündung aus, es droht eine Amputation. Laut BDI muss pro Jahr etwa 60.000 Diabetikern ein Fuß amputiert werden.
Vor allem Diabetes Typ 2 - der so genannte Altersdiabetes - wird häufig erst spät entdeckt. Viele Diabetiker leiden bereits zum Zeitpunkt der Diagnose unter ersten Symptomen eines Diabetischen Fußes. Erste Warnzeichen sind auffällig trockene Haut an den Füßen, ein Kribbeln oder ein taubes Gefühl in Beinen und Füßen sowie schlecht heilende Wunden. Auch Schmerzen beim Gehen - die so genannte Schaufensterkrankheit - sind typische Anzeichen für Durchblutungsstörungen in den Beinen. Wer solche Symptome bemerkt, sollte den Arzt darauf ansprechen und die Füße regelmäßig auf Wunden und Druckstellen untersuchen.
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Um ernste Fußschäden zu vermeiden, sollten Diabetiker ihren Füßen besondere Aufmerksamkeit schenken. Betroffene sollten täglich nicht nur die Zehen, sondern auch die Zehenzwischenräume und Fußsohlen auf Druckstellen, Rötungen, Risse und Wunden untersuchen. Die tägliche Fußwäsche mit lauwarmem Wasser sowie anschließendes Cremen mit fetthaltiger Creme gehören ebenso zur Fußpflege wie die vorsichtige Hornhautentfernung. Nägel sollten nur gerade geschnitten werden, damit sie nicht einwachsen können. Empfehlenswert sind zudem bequeme, breite Schuhe, die keine Druckstellen verursachen. Ausnahmslos jede Verletzung an den Füßen sollte vom Arzt untersucht werden.
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