23.01.2012, 09:40 Uhr | tze, dapd
Mit einem so genannten Pen spritzen sich Diabetiker Insulin. (Foto: dpa)
Das Spritzen von Insulin ist ein tägliches Ritual für rund zwei Millionen Diabetes-Kranke in Deutschland. Doch nicht nur Anfänger machen bei der Injektion häufig Fehler, wie das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" berichtet. Welche Fehler beim Insulinspritzen und Blutzuckermessen häufig passieren sind und wie man sie vermeidet.
Laut "Diabetes Ratgeber" hat eine Studie ergeben, dass nur jeder dritte Diabetiker vor einer Injektion prüft, ob der Pen richtig funktioniert - dies ist die speziell konstruierte Insulin-Spritze. Ein Tipp aus der Praxis: Einheiten einstellen und den Pen einmal im leeren Zustand drücken. Bei gestörter Mechanik besteht die Gefahr, dass nicht exakt die richtige Insulinmenge abgegeben wird. Vor allem Diabetiker, die sich größere Einheiten spritzen müssen, sollten dies nicht zu schnell tun, sonst entstehen schmerzhafte blaue Flecken. Generell sollte man die Einstichstelle öfter wechseln, "sonst bilden sich unschöne, bleibende Verklumpungen im Gewebe," so schildert es ein Betroffener.
Außerdem ziehen zwei von drei Diabetikern die Nadel zu schnell wieder heraus, so dass Insulin in den Stichkanal zurücklaufen kann. Gerade wenn nur kleine Einheiten Insulin gespritzt werden, ist es wichtig, dass jeder Tropfen in den Körper gelangt. Diabetes-Experten raten daher, damit zehn Sekunden nach dem Einspritzen zu warten. Die Nadel sollte regelmäßig ausgetauscht werden, da sich die filigrane Spitze mit jedem Einstich etwas abnutzt. Spätestens wenn der Stich schmerzt, ist es Zeit für einen Wechsel.
Diabetiker müssen mehrmals täglich den Blutzuckerwert messen. Wie man dabei Fehler vermeidet. zum Video
Verwechslungsgefahr besteht, wenn Patienten zwei Sorten Insulin spritzen müssen - kurz- und langwirkendes: "Verwenden Sie dafür möglichst Pens unterschiedlicher Form und Farbe", lautet der Expertenrat. Verwechslungen können zu gefährlichen Stoffwechselentgleisungen führen. Das kurz wirksame Insulin wird am besten in den Bauch gespritzt, lang wirkendes ins Gesäß oder in den Oberschenkel. Aus dem Bauch gelangt es schneller ins Blut, aus dem Gesäß und Oberschenkel langsamer.
Auch bei der mehrmals täglich erforderlichen Blutzuckermessung gibt es zahlreiche Fehlerquellen. Das beginnt schon beim Händewaschen davor: Speisereste und Schmutz, aber auch Rückstände von Seife, Desinfektionsmitteln und Creme verfälschen die Messwerte. Die Hände sollten deshalb gründlich abgetrocknet werden. Für die schnelle Reinigung unterwegs helfen alkoholfreie, feuchte Tücher. Viele Diabetiker stechen mitten in die Fingerkuppe, dabei ist dies eine besonders schmerzempfindliche Stelle. Zudem stechen viele tiefer und fester als nötig. Weniger schmerzhaft ist der Pieks seitlich der Fingerkuppe. Ärzte warnen davor, den Finger nach dem Pieks regelrecht auszuquetschen, um einen Blutstropfen zu gewinnen. Dabei kann sich Lymphflüssigkeit mit dem Blut mischen und die Blutzuckerwerte verändern. Sanfter Druck genügt.
Beim Messen sollte der Finger nur vorsichtig an den Teststreifen gehalten werden, damit das Blut ins Testfeld gesaugt werden kann. Bei zu viel Druck gegen den Streifen kann zu wenig Blut aufgenommen werden. Das führt zu einem falschen, niedrigeren Wert. Einige Geräte starten die Messung aber erst bei ausreichender Blutmenge.
Weitere Fehlerquellen ergeben sich bei der Handhabung der Teststreifen. Wenn diese feucht werden, direktem Sonnenlicht oder extremen Temperaturen ausgesetzt werden, stimmen die Messergebnisse nicht. Daher wird beispielsweise wegen der hohen Luftfeuchtigkeit davon abgeraten, den Blutzuckerspiegel im Badezimmer zu messen. Man sollte die Oberfläche der Streifen auch nicht mit den Fingern berühren, weil dann Hautfett und Schmutz haften bleiben können. Am besten ist es, die Teststreifen immer in der Originalverpackung aufzubewahren und diese sofort nach der Entnahme eines Streifens wieder zu verschließen. Beachten Sie die Lagertemperatur und das Haltbarkeitsdatum so wie die Zeit, nach der die angebrochene Packung verfällt. Nach Anbruch einer neuen Packung sollte man prüfen, ob die Codierung mit der Geräteanzeige übereinstimmt. Ist dies nicht der falsch, kommt es zu verfälschten Messergebnisen.
Schließlich ist es wichtig, die Messwerte konsequent mit Datum und Uhrzeit in einem Blutzuckertagebuch aufzuschreiben. Notieren Sie außerdem Insulindosis und Kohlenhydratmenge sowie alle Besonderheiten, die den Blutzuckerspiegel beeinflussen können. Diese Dokumentation ist wichtig, dass der Arzt die Behandlung optimal anpassen kann.
Mit einigen moderneren Geräten ist es dank spezieller Stechhilfen möglich, auch an den Beinen zu messen. Hier ist jedoch Vorsicht geboten: Bei raschen Blutzuckerveränderungen wie beispielsweise beim Sport zeigt sich eine Veränderung an den Beinen verzögert. Das liegt daran, das die Durchblutung hier schlechter ist als in den Fingern. Daher sollten Sie in folgenden Situationen ausschließlich am Finger messen: Bis zu drei Stunden nach einer Mahlzeit oder Insulingabe, bei körperlicher Betätigung, vor dem Autofahren oder wenn Sie eine Unterzuckerung vermuten.
Hier finden Sie den passenden Arzt in Ihrer Nähe und sehen, wie andere Patienten ihn bewertet haben. Arztsuche starten
Quelle: t-online.de
Zuckerpuppe schrieb:
am 7. März 2012 um 08:57:32
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nadelfrei
Bin auch Diabetikerin Typ II und habe mich anfangs mit Nadeln gequält - ich empfand es wirklich als eine Qual. Dann habe ich den
nadelfreien Injex-Pen entdeckt und siehe da, meine Probleme sind gelöst, ich kann mit meinem Diabetes gut leben *aufschnauf* geht mal auf www.spritze-ohne-nadel.de ich kann es wirklich nur empfehlen.
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Mühlbach schrieb:
am 23. Januar 2012 um 22:35:37
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Pen
Zwei Farben und schon ist das Problem gelöst.
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pumpthors schrieb:
am 23. Januar 2012 um 21:03:36
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Diabetes
Bin seit 36 Jahren Diabetiker und kann nur empfehlen, die Nadeln nach jeder Nutzung zu tauschen, da das ganz unschöne Stellen geben
kann. Meine Pens unterscheiden sich am Gewicht, der leichte(Kunststoff) für Basal und der schwere(Metall) fürs Humalog, so kann ich die Pens sehr gut unterscheiden. Der Diabetologe hat bei mir nur eine beratende Funktion, die eigentliche Therapie kann und muss ich selbst durchführen. Wichtig: regelmäßiger Kontakt zu anderen Diabitikern- Erfahrungen austauschen
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