05.10.2010, 11:04 Uhr | dapd
Diabetes: Blutzuckertest am Finger. (Foto: imago)
Menschen mit Diabetes können ihren Blutzuckerspiegel in Zukunft möglicherweise mit Hilfe fluoreszierender Kügelchen im Ohr überwachen, statt mit einem schmerzhaften Stich in den Finger.Die Grundlage dafür haben japanische Forscher geschaffen.
Die Forscher entwickelten einen Farbstoff, der bei Kontakt mit Zuckermolekülen Licht ausstrahlt. Den Farbstoff bauten sie in winzige Kügelchen aus Kunststoff ein, die sie bei Mäusen unter die Haut der Ohrmuscheln injizierten. Dort strahlten die Kugeln abhängig vom Blutzuckerspiegel der Tiere mehr oder weniger Licht aus. Diese Reaktion sei durch die Haut am Ohr mit Messgeräten gut erfassbar, so dass die Methode künftig die täglichen Messungen des Blutzuckers für Diabetiker deutlich vereinfachen könnte. Das berichten die Forscher um Hideaki Shibata von der Universität Tokio in der Fachzeitschrift "PNAS".
Bisher messen die meisten Diabetiker ihren Blutzucker, indem sie sich in einen Finger stechen und einen Tropfen Blut auf einen Teststreifen geben. Dieser Streifen wird dann mit einem Messgerät ausgewertet, das den aktuellen Blutzuckerspiegel anzeigt. Diese Messung muss mehrmals am Tag wiederholt werden und kann nur den Zuckerspiegel zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt wiedergeben. Mit den neu entwickelten Kügelchen hingegen könnte der Blutzucker kontinuierlich über den ganzen Tag gemessen werden, ohne dass Blut entnommen werden muss.
Diabetiker müssen mehrmals täglich den Blutzuckerwert messen. Wie man dabei Fehler vermeidet. zum Video
Im Versuch blieben die Kügelchen für 30 Tage in den Ohren der Mäuse. Die Forscher verglichen die Intensität des ausgestrahlten Lichts mit den Blutzuckerwerten, die sie mit der konventionellen Methode durch einen Tropfen Blut aus dem Schwanz der Tiere erhielten. Die Ergebnisse zeigten, dass die Lichtintensität eine zuverlässige Aussage über den Blutzucker zulässt. Die Minisonden beeinträchtigten die Gesundheit der Mäuse nicht.
Das nächste Ziel der Forscher ist nun, unter Verwendung der neuen Technik winzige Messgeräte zu entwickeln, die den Blutzuckerspiegel kontinuierlich überwachen können. Diese könnten bei einem zu hohen oder zu niedrigen Blutzuckerspiegel außerdem ein Warnsignal abgeben, um beispielsweise eine nächtliche Unterzuckerung zu verhindern, so die Wissenschaftler.
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Quelle: dapd
Dirk schrieb:
am 8. Juli 2011 um 18:42:38
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Ohrmessung
Bin Typ 1, seit 1 Jahr...Fragt sich, wann das System hier zu erwerben ist und was es kosten wird. Kann mir jemand sagen, ob es
schon Anbieter gibt ? Wäre schon prima, das lästige Stechen ist nervig.
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Magnus schrieb:
am 11. Januar 2011 um 14:47:19
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Messstreifen
Hallo, ich hab Typ1 mit 31 Jahren bekommen, ich lebe gesund und in meiner Familie hat es sonst keiner!
Man hat es bei mir
rausgefunden nachdem ich Monate in China gelebt habe, ob das vielleicht
davon kommt oder von den für China nötigen Impfungen???
Ich lebe in Ulm und hier gibts einen Laden (mtb-Zier) nur für Diabetiker der lässt
die Messstreifen importieren und umverpacken.
Bei dem bekomme ich alles (ausser Insulin) umsonst mit Arztrezept!
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Hermann schrieb:
am 8. Januar 2011 um 21:29:52
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Zuzahlung
Bin mal gespannt wie weit es der Herr Rösler noch treibt, als Kronisch kranker kann man sich bald nur noch aufhängen oder
Verhungern.
So wird man Rentner auch los.
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