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Diabetes: Bei zu viel Limo droht Diabetes

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Bei zu viel Limo droht Diabetes

19.11.2007, 16:24 Uhr | bri, ag

Diabetes: Bei zu viel Limo droht Diabetes. (Foto: Archiv)

Diabetes: Bei zu viel Limo droht Diabetes. (Foto: Archiv)

Wer täglich eine zuckersüße Limo oder eine Cola trinkt, hat ein höheres Diabetes-Risiko. Amerikanische Forscher haben 91.000 Frauen acht Jahre lang untersucht. Ergebnis: Tranken die Frauen mehr als eine zuckerhaltige Limo am Tag, hatten sie ein doppelt so hohes Risiko, zuckerkrank zu werden als jene, die nur einmal pro Monat zu Limonade griffen. Die Forscher machen die vielen Kalorien in den Soft-Drinks für das erhöhte Diabetes-Risiko verantwortlich. Denn die Studie zeigte, dass die tägliche Kalorienzufuhr bei jenen Frauen höher war, die täglich Limos tranken. Neben zu vielen Kalorien kann auch der Lebensstil ein Faktor für Diabetes sein. Hier können Sie Ihr persönliches Diabetes-Risiko testen:

Limonade führt in einen Teufelskreis

Für den Diabetes-Experten Professor Dieter Grüneklee aus Paderborn sind die Studienergebnisse plausibel: "Der Zucker in der Limonade ist leicht verdaulich, gelangt also schneller ins Blut. Das erhöht den Blutzuckerspiegel sehr stark und lässt ihn aber auch schnell wieder fallen. Und das erzeugt umso schneller wieder Appetit - ein wahrer Teufelskreis." Durch zu viele Kalorien verbunden mit zu wenig Bewegung gerät der Stoffwechsel durcheinander und das kann zur Zuckerkrankheit führen.

Auch Männer sind gefährdet

Zwar wurden in der Studie nur Frauen untersucht, doch auch Männer sind nicht fein raus. "Denn bei ihnen verläuft der Stoffwechsel im Wesentlichen gleich", erklärt der Arzt. Grüneklee empfiehlt, den Durst nur mit kalorienarmen Getränken wie Mineralwasser zu stillen und gesüßtes zu vermeiden. "Und wer nicht auf die Limonade verzichten will, sollte wenigstens zu Light-Versionen der Getränke greifen."

Jeden Zehnten kann es treffen

Bei Diabetes unterscheidet man Typ 1 und Typ 2. Letzterem sind rund 95 Prozent der Diabeteserkrankungen in Deutschland zuzuordnen. Das allgemeine Risiko, die Stoffwechselkrankheit zu bekommen, liegt in Deutschland bei etwa zehn Prozent. Viele Typ-2-Diabetiker haben jahrelang keine konkreten Symptome. Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes geht der Typ-2-Diabetes praktisch nie mit einer Gewichtsabnahme und nur selten mit vermehrtem Wasserlassen und Durstgefühl einher. Häufig treten allerdings unspezifische Anzeichen auf wie Müdigkeit, Schwäche, ständiges Hungergefühl, Gewichtszunahme und depressive Verstimmung. Da diese Symptome zu fast jeder anderen Krankheit passt, wird die Diagnose häufig erst nach Jahren durch Zufall gestellt.

Unheilbar, aber vermeidbar

"Diabetes ist eine typische Wohlstandskrankheit", sagt Professor Rüdiger Landgraf, Vorsitzender der Diabetes-Stiftung. Heilungsmöglichkeiten sind bislang nicht in Sicht. Dennoch kann eine Änderung des Lebensstils bewirken, dass die Krankheit nicht ausbricht. "Das Problem ist, dass der Körper oft erst sehr spät Warnsignale gibt und dann nicht mehr gegengesteuert werden kann", so Landgraf.

Mit jedem Pfund steigt das Risiko

Mit Sorge beobachten die Experten, dass die Zahl übergewichtiger junger Erwachsener auch in Deutschland ständig steigt. Schon heute gibt es rund sechs Millionen Typ-2-Diabetiker. Wer im Alter zwischen 25 und 40 Jahren auch nur zwei bis drei Kilo an Gewicht zulegt, erhöht sein Risiko, an Diabetes vom Typ 2 zu erkranken, um etwa 25 Prozent. Ein Plus von zwölf Kilo lässt die Gefahr bei Männern um das1,5-fache, bei Frauen sogar um das 4,3-fache steigen. Dies sind Ergebnisse einer Studie mit rund 18.000 Menschen durch ein Team um Professor Heiner Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam.


bri, ag  

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