31.01.2012, 11:23 Uhr | akl
Heißhunger kann auf Diabetes hinweisen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
In Deutschland sind rund sieben Millionen Deutsche an Diabetes erkrankt. Hinzu kommen drei bis vier Millionen, die nichts von ihrer Erkrankung ahnen, so die Deutsche Diabetes-Stiftung. Mit Hilfe eines Diabetes-Risiko-Tests kann jeder sein Risiko abschätzen.
Meist werden die ersten Symptome nicht mit Diabetes in Verbindung gebracht, weil sie unspezifisch sind. Hierzu gehört Heißhunger ebenso wie ein ständiges Hungergefühl und großer Durst. Aber auch Müdigkeit, Schwäche und häufiger Harndrang können erste Hinweise sein. Wird Diabetes mellitus nicht erkannt, drohen Schädigungen der Blutgefäße, der Nerven, der Augen und der Nieren. Unbehandelter Diabetes gilt zudem als Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Ab dem 35. Lebensjahr kann jeder im Rahmen des Gesundheits-Check-ups seine Blutzuckerwerte messen lassen. Nur wenn die Erkrankung früh erkannt wird, können Begleiterkrankungen vermieden werden.
Diabetes mellitus, umgangssprachlich auch als Zuckerkrankheit bekannt, bezeichnet vielfältige Störungen im Stoffwechsel. Das Hauptmerkmal ist die chronische Überzuckerung der Betroffenen. Die Ursache ist ein Mangel an Insulin, dem Hormon, das normalerweise den Blutzuckerspiegel reguliert. Ein hoher Zuckerkonsum ist aber nicht der Auslöser für die Erkrankung. Fettleibigkeit, Bewegungsmangel und ungesunde Ernährung gelten als die Hauptfaktoren. Das Tückische ist, dass die Krankheit schleichend verläuft und häufig erst spät erkannt wird. Das erklärt, warum drei bis vier Millionen Deutsche nicht ahnen, dass sie erkrankt sind.
Durch die hohen Zuckerwerte sterben die Nervenzellen ab. Daher ist das Risiko, ein Nervenleiden an den Fußsohlen zu entwickeln, höher. zum Video
Laut der Deutschen Diabetes-Stiftung betreffen 95 Prozent aller Diabetes-Erkrankungen den Typ-2-Diabetes. Zu über 80 Prozent geht er mit Fettleibigkeit einher. Über Jahre hinweg entsteht eine Insulinresistenz. Hierbei ist die Wirkung des Insulins herabgesetzt. Zugleich besteht ein Insulinmangel. Mit einer Umstellung der Essgewohnheiten, viel Bewegung und oftmals Medikamenten kann man Diabetes Typ 2 oft in den Griff bekommen. Diabetes Typ 1 betrifft fünf Prozent aller Diabetiker. Bei dieser Form der Erkrankung zerstört das eigene Immunsystem die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin herstellen. Der Insulinmangel kann nur ausgeglichen werden, wenn sich die Betroffenen Insulin spritzen.
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