19.11.2010, 15:57 Uhr | dpa
Durch rechtzeitige Vorsorge lässt sich Darmkrebs verhindern. (Foto: Felix Burda Stiftung)
Die geregelte Darmkrebsvorsorge hat sich nach Darstellung von Medizinern bewährt. Von 2003 bis 2010 hätten dank des Programms fast 100.000 Darmkrebsfälle verhindert, und knapp 50 000 weitere Fälle in einem frühen und heilbaren Stadium entdeckt werden können, berichtete das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ).
"Diese großen Effekte sind umso erstaunlicher, als nur etwa drei Prozent der Berechtigten pro Jahr am Früherkennungsprogramm teilnehmen", sagte der Epidemiologe Hermann Brenner. Würden mehr Menschen das Früherkennungsangebot nutzen, ließen sich noch mehr Darmkrebsfälle in Deutschland verhindern. "Nach internationalen Erfahrungen gelingt dies am ehesten durch ein organisiertes Früherkennungsprogramm mit gezielten Einladungen", so Brenner. Im Rahmen des Nationalen Krebsplans würden dazu erste Modellprojekte vorbereitet.
Die Darmspiegelung ist seit Oktober 2002 Bestandteil des deutschen gesetzlichen Programms zur Krebsfrüherkennung. Das gesetzliche Früherkennungsprogramm bietet für Menschen ab 50 Jahren einen Test auf Blut im Stuhl an. Vom 55. Lebensjahr an können die Versicherten kostenlos an einer Früherkennungsdarmspiegelung teilnehmen und - sofern die Erstuntersuchung vor dem 65. Lebensjahr stattgefunden hat - nach zehn Jahren ein weiteres Mal.
Die Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass Darmkrebs langsam entsteht. Die Vorstufen seien bei einer Darmspiegelung gut zu erkennen und könnten noch während der Untersuchung entfernt werden. "Daher kann Darmkrebs weit besser als andere Krebsarten durch konsequente Früherkennung verhütet werden", sagte Brenner. Bundesweit werden nach seinen Berechnungen von 2003 bis Ende 2010 bei Menschen im Alter von 55 bis 84 Jahren mehr als 98 700 Darmkrebsfälle durch Früherkennungs-Darmspiegelungen verhindert werden. Weitere rund 47 000 Erkrankungen wurden frühzeitig, in einem meist heilbaren Stadium, entdeckt.
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dpa
jo schrieb:
am 19. November 2010 um 22:17:49
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Darmkrebs
Bei mir(46) wurden im Alter von 20 Jahren Polypen im Dickdarm festgestellt.War eine Vererbung meines Vatesr,der mit 30 Jahren an
Dickdarmkrebs gestorben ist.Es war ein Gendefekt mit dem Namen FAP (familäre adenomatöse polyposis coli).
Auf der Dickdarmschleimhaut bilden sich hunderte bis tausende dieser Polypen,die mit 100% Sicherheit irgendwann bösartig werden.Dickdarm wurde kompl(Uni. Heidelberg) entfernt,jedes Jahr zur Kontrolle.Aber mir gehts super,weil der natürliche Ausgang erhalten blieb.
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Enzensberger schrieb:
am 19. November 2010 um 22:16:53
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Gute Sache
Wegen ständigen Bauchschmerzen bin ich schon früh in den "Genuss" einer Darmspiegelung gekommen. War aber nicht schlecht, da vor
4 Jahren zwei Polypen entdeckt wurden. Hätte ich diese noch, dann wäre ich bald ein Krebspatient geworden. Leider kenne ich auch einige, bei denen es zu spät war. Deshalb hingehen! Auch vor dem 40 Lebensjahr. Am Klinikum Augsburg gab es schon 20jährige, die mit dem Tod durch Darmkrebs gerungen haben.
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Bifi schrieb:
am 19. November 2010 um 21:35:34
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Darmspiegelung
Ich , 41, war gestern erst zur Spiegelung, war echt interessant den eigenen Darm von innen zusehen. 4 kleine Polypen von ca.
2mm größe hat der Doc entfernt. Er meinte aber gleich die sehen harmlos aus werden aber noch untersucht. Die Untersuchung selbst war recht harmlos ausser das man ab und zu für ein paar Sekunden heftigen Bauchschmerzen hat, durch die eingepumpte Luft. Die Darmreinigung war eigentlich am zweiten Tag das schlimmste. Leute geht hin, in einer Stunde seit ihr damit fertig.
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