26.07.2011, 15:01 Uhr | ots/lac
Danone bewirbt den "Activia"-Joghurtbecher als umweltfreundlich. (Foto: foodwatch)
Ein umweltschonender Joghurtbecher aus Biokunststoff - damit bewirbt Danone seinen Joghurt "Activia". Doch die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) wirft dem Lebensmittelkonzern Verbrauchertäuschung vor. Denn der angebliche Biokunststoff Polymilchsäure (PLA) sei keineswegs so umweltfreundlich wie Danone behauptet. Die DUH will das Unternehmen deshalb verklagen. Auch die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert Danone.
Danone hat das Institut für Energie- und Umweltforschung (Ifeu) in Heidelberg selbst beauftragt, eine Studie zur Ökobilanz des neuen Joghurtbechers zu erstellen. Das Ergebnis war nach Angaben der Deutschen Umwelthilfe aber nicht im Sinne von Danone. Denn der Bio-Becher sei nicht besser für die Umwelt als herkömmliche Plastikbecher. Der Ifeu-Studie zufolge hat der neue PLA-Becher lediglich einzelne Vorteile gegenüber dem alten, etwa bei den Treibhausgasemissionen oder beim fossilen Ressourcenverbrauch. Doch gleichzeitig belaste die Herstellung des neuen Bechers, dessen Kunststoff aus Mais hergestellt wird, Böden und Gewässer stärker als die des alten. Diese Nachteile verschweigt Danone in den Werbetexten auf der Verpackung.
Darüber hinaus behauptet Danone, der PLA-Becher könne "optimal verwertet bzw. recycelt" werden, wenn man ihn im gelben Sack entsorgt. In Wirklichkeit aber würden die Bio-Becher einfach verbrannt, sagt die Deutsche Umwelthilfe. Mit Wiederverwertung habe das nichts zu tun. Danone setze die PLA-Becher ein, weil der Konzern davon finanziell profitiere. Denn Biokunststoffe sind bis Ende 2012 von der Lizenzierung bei den dualen Systemen befreit. Mit "Activia"-Bechern aus PLA könne Danone deshalb Millionen für Lizenzgebühren einsparen.
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Der Danone-Joghurt "Activia" steht nicht zum ersten Mal in der Kritik: Bereits im März 2011 hatte foodwatch Danones Werbestrategie für "Activia" als Etikettenschwindel bezeichnet: Der Joghurt kann nicht mal eben die Verdauung regulieren, wie es der Konzern suggeriert. Zu diesem Ergebnis kam foodwatch nach Analyse von 17 Studien zur Wirkung von "Activia". "Mit einem Joghurt etwas Gutes für die Gesundheit und gleichzeitig auch noch für die Umwelt tun - da bezahlen Konsumenten gerne etwas mehr", sagt Anne Markwardt, Leiterin der foodwatch-Kampagne abgespeist.de. "Danone setzt bei "Activia" voll auf diese Kaufanreize. Sie entpuppen sich aber als reine Marketing-Hülsen, denn weder ist der Joghurt eine Wunderwaffe gegen Verdauungsbeschwerden, noch ist sein neuer Becher insgesamt umweltfreundlicher als der alte."
Danone weist die Vorwürfe zurück. „Wir haben unsere Verpackung gemeinsam mit dem WWF entwickelt. Die Bezeichnung ‚umweltfreundlichere Verpackung‘ auf unseren "Activia"-Bechern ist somit absolut korrekt. Schließlich bestehen die Becher aus dem nonfossilen Verpackungsmaterial PLA, dessen verbesserte Umweltfreundlichkeit durch das Ifeu-Institut bestätigt wurde“, wird Andreas Ostermayr, Geschäftsführer Danone Deutschland, in einer Pressemitteilung zitiert. Der Becher sei umweltfreundlicher, weil er aus nachwachsenden Rohstoffen bestehe. Der Verbrauch von fossilen Rohstoffen werde so um 43% vermindert. Außerdem verursache er mehr als 25 Prozent weniger CO2-Emissionen als der bisher verwendete Plastikbecher.
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Quelle: ots
Uschi schrieb:
am 27. Juli 2011 um 14:29:38
(2)
(1)
Danone
Ich lasse mich nicht täuschen und falle auch nicht auf die Werbung herein.
Wir machen unseren Joghurt selbst, ohne Gelatine,
irgendwelche Sirupe und Farbstoffe etc.
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Verbraucher schrieb:
am 27. Juli 2011 um 09:50:37
(2)
(1)
Werbung
Wer auf Werbung reinfällt, ist selbst schuld. Mit ausgeklügelten Marketingmethoden werden alte Hüte schön geredet. Der
Wahrheitsgehalt geht generell allgemein gegen Null. Ganz einfach: Wem dieser Joghurt schmeckt, der soll in kaufen. Wer ihn nicht mag, soll einen anderen oder gar keinen nehmen. Was außen auf de Verpackung steht, ist völlig egal. Übrigens kann man Joghurts auch leicht selbst machen. Sie enthalten dann sogar echte Milch und echte Früchte und keine billige Gelatine als Füllstoff.
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Skate schrieb:
am 27. Juli 2011 um 09:39:43
(2)
(1)
Deutsche Sprach schwere Sprach
Also Herr Andreas Ostermayr da gibt es einen Unterschied zwischen "umweltschonender Verpackung" und
einer "umwelschonenderen Verpackung". Aber so kleine dinge muss ja ein Manager nicht wissen, genauso wie der WWF den Rockefellern gehört und das wohl eine der bestechlichsten Familien der letzten 80 Jahre ist.
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