08.12.2008, 15:15 Uhr | AFP
Koffein und Zucker aus Softdrinks schaden den Knochen. (Foto: imago)Jugendliche, die ihren Durst häufig mit Softdrinks löschen, haben weniger stabile Knochen. "Je mehr derartiger Limonaden Jugendliche zu sich nehmen, desto geringer der Mineral-Gehalt", fasste Studienleiter Thomas Remer das Ergebnis einer Untersuchung der Universität Bonn zusammen. Die Konsequenz könnte nach Einschätzung der Forscher eine erhöhte Osteoporose-Gefahr im Erwachsenen-Alter sein. Worauf dieser Effekt zurückzuführen ist, ist noch nicht vollständig geklärt, aber scheinbar spielen Zucker und Koffein eine Rolle.
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Zumindest bei koffeinhaltigen Softdrinks gebe es direkte Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel, berichteten die Wissenschaftler. Doch komme noch ein indirekter Effekt hinzu: Wer auf zuckersüße Limonaden steht, bevorzugt der Studie zufolge eine insgesamt kohlenhydratreichere und proteinärmere Kost. Protein ist jedoch bei einer ausgewogenen Ernährung wichtig für die Knochenentwicklung. "Mit dem, was wir in jungen Jahren essen und trinken, bestimmen wir bis ins hohe Alter die Stabilität unserer Knochen mit", betont der Autor der Studie, Lars Libuda. "Eine gesunde Ernährung in der Jugend ist daher die beste Osteoporose-Vorbeugung."
Eine unschädliche Menge gebe es nicht, sagte Lars Libuda auf Nachfrage der Redaktion Lifestyle. "Selbst wenn man seinen Konsum von 10 Millilitern täglich auf 20 Milliliter erhöht, sind Auswirkungen auf die Knochendichte messbar", so der Experte. Ein täglicher Konsum sei in jedem Fall schädlich, am besten sei es, wenn Softdrinks die Ausnahme blieben. Dazu zählen dem Experten zufolge alle gesüßten Getränke. Neben Cola und Limonaden seien dies auch Apfelschorlen und Fruchtsaftgetränke, sofern diesen Zucker zugesetzt sei.
Die Team des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) stützt sich auf Daten der sogenannten DONALD-Studie. Darin werden seit 1985 die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen in Dortmund erfasst. Bei einer Vielzahl von Teilnehmern hatte man zudem computertomographisch den Knochenmineralgehalt gemessen. Diese Daten haben die Wissenschaftler nun erstmalig in Bezug zum Softdrink-Konsum gesetzt. Einen vermuteten Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Knochenmineralgehalt konnten die Forscher dagegen nicht feststellen. Die Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht.
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