07.05.2012, 14:01 Uhr | cme
Eine Blutabnahme gibt Aufschluss über den Gesundheitszustand. (Quelle: imago)
Ob Cholesterin, Eisenwert oder Blutzucker: Unser Blut gibt Aufschluss über unseren Gesundheitszustand und weist auf drohende Gefahren hin. Doch nicht nur das: Mit dem Piks in den Arm lassen sich auch bereits bestehende Krankheiten erkennen. So kann man nicht nur Leberschäden oder eine nachlassende Nierenfunktion erkennen. Sogar ein Herzinfarkt zeigt sich im Blut. Diese Blutwerte sollten Sie kennen.
Wird das Blut routinemäßig untersucht, stehen vor allem die Blutfettwerte und der Blutzucker im Fokus. Laut Deutscher Herzstiftung sollte der Gesamt-Cholesterinwert im Blut unter 200 mg/ dl (Milligramm pro 100 Milliliter) liegen. Bei Werten zwischen 200 und 240 mg/ dl sollten die Einzelwerte des HDL- und des LDL-Cholesterins betrachtet werden. Ein Gesamtcholesterinwert über 240 mg/ dl gilt als zu hoch. Neben dem Cholesterin spielt noch ein weiterer Blutfettwert eine Rolle: Der so genannte Triglyceridwert gibt Aufschluss über eine Fettstoffwechselstörung. Er wird allerdings beim Check-up nicht routinemäßig bestimmt. Sind Cholesterin- oder Triglyceridwert stark erhöht, steigt das Risiko für Arteriosklerose und deren Folgeerkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt einen Wert von unter 150 mg/ dl.
Was viele nicht wissen: Auch Schäden an inneren Organen lassen sich am Blut ablesen. So kann man über die Blutwerte eine kranke Leber ebenso erkennen wie eine nachlassende Nierenfunktion. Sogar ein vorangegangener Herzinfarkt lässt sich an ihnen erkennen. Wenn das Herzmuskelgewebe abstirbt, wandern zwei Eiweiße ins Blut, die sich dort sonst nur in geringer Menge finden: das so genannte Troponin I und die Creatinkinase. Steigen diese Werte an, kann der Arzt nicht nur feststellen, dass ein Herzinfarkt stattgefunden hat, sondern auch, wie stark der Herzmuskel geschädigt wurde. Diese so genannten Herzinfarkt-Marker werden vor allem dann bestimmt, wenn der Verdacht auf einen stillen Herzinfarkt - also einen Herzinfarkt ohne eindeutige Symptome - besteht.
Rund um die Uhr analysiert ein winzige Gerät das Blut seines Trägers, ohne das der auch nur den kleinsten Piekser spürt. zum Video
Weiterhin können die Leberwerte sowie das "Kleine Blutbild" wichtige Informationen über Ihren Gesundheitszustand geben. Die wichtigsten Leberwerte sind die Enzyme GPT, GOT und Gamma-GT (GGT). Diese Enzyme sind an verschiedenen Stoffwechselleistungen beteiligt, zum Beispiel der Speicherung und Verarbeitung von Kohlenhydraten, Eiweißen, Vitaminen oder Alkohol. Bei einer Schädigung der Leber wandern auffällig viele Enzyme ins Blut. Vor allem eine Erhöhung des Enzyms GPT weist auf eine kranke Leber hin. Da auch das Verhältnis der einzelnen Enzyme zueinander aussagekräftig ist, lassen Sie sich die Leberwerte am besten vom Arzt erklären.
Das "Kleine Blutbild" gibt außerdem Auskunft über die Zellbestandteile des Blutes. Zu wenig rote Blutkörperchen (Erythrozyten) weisen auf eine Blutarmut (Anämie) hin, zu viele auf eine Störung der Blutkörperchenbildung. Ist die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) erhöht, steckt meist eine bakterielle Entzündung dahinter. Als normal gelten Werte zwischen 4000 und 10.000 Leukozyten pro Mikroliter. Zeigt das "Kleine Blutbild" Auffälligkeiten, wird oft das "Große Blutbild" durchgeführt. Dabei werden die einzelnen Untergruppen der weißen Blutkörperchen genauer bestimmt. Auf diese Weise können Blutkrankheiten, aber auch Infektionen und Entzündungen besser entdeckt werden.
Ab dem 35. Lebensjahr hat jeder Versicherte Anspruch auf einen kostenlosen Gesundheits-Check-up beim Arzt. Neben einem Gespräch sowie einer körperlichen Untersuchung werden auch eine Blut- und eine Urinuntersuchung durchgeführt. Unter anderem werden der Cholesterin- und der Blutzuckerspiegel gemessen.
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cme
Nosferatu schrieb:
am 7. Mai 2012 um 18:21:37
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(1)
Blutwerte
Vor 50 Jahren galt als Grenzwert für das Gesamt-Cholesterin die Summe aus 200 plus Alter. Dann wurde der kritische Höchstwert auf
23o gesenkt. Dann wurden die Statine entdeckt, mit denen sich der Wert signifikant erniedrigen lässt. Wo der Höchstwert eigentlich liegen sollte, wird mehr als kontrovers diskutiert. Sicher wird aber durch Gefälligkeitsgutachten dafür gesorgt, den Höchstwert möglichst niedrig anzusiedeln, also jetzt unter 200, damit die Kundenzahl für Statine ordentlich ansteigt.
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Doc schrieb:
am 7. Mai 2012 um 16:57:43
(11)
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Falsch
Falsch: es werden beim Check-up der Blutzucker und das Cholesterin gemessen. Und nicht "unter anderem" ! Nur diese 2 Werte sind abzurechnen.
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leichter Mann schrieb:
am 7. Mai 2012 um 16:49:47
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Blutwerte
Liebe Leut, was soll das??? viele Interessierte Menschen wissen schon lange das ALLE infos für ein Gesundes Leben in unserem Blut
zu finden sind, nur die Kassen zahlen nur für mini Infos, die Meisten Herzinfarkte wären schon zu vermeiden mit etwas mehr Magnesium!! ich weiss das, Ihr Arzt vielleicht noch nicht. Bleibt begeistre für Eure Gesundheit
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