25.11.2010, 09:12 Uhr
Für die Umwelt ist sie eine Wohltat, für die Ohren allerdings eine Qual: die Chipstüte, die sich selbst kompostiert. Mehr als 90 Dezibel erreicht das Knistern der biologisch abbaubaren "Sunchips"-Tüte des US-Snackherstellers Frito-Lay. Damit ist das Geknister so laut wie ein Rasenmäher. Kein Wunder also, dass die Tüte für Aufregung sorgt. In den USA ist sie deshalb bereits aus den Regalen der Supermärkte verschwunden.
Das Videoportal YouTube ist voll von Beiträgen, in denen sich Verbraucher über das laute Knistern mokieren. "Dieser Lärm ist unglaublich", sagt zum Beispiel ein Mann, der vor laufender Kamera mit einer der Öko-Tüten raschelt. "Man versteht sein eigenes Wort nicht mehr", geschweige das von Schauspielern oder Moderatoren im Fernsehen. Doch es gibt auch Befürworter der Knister-Tüte: Im Online-Netzwerk Facebook schlossen sich mehr als Zehntausend "Sunchips"-Fans zu einer Gruppe zusammen und forderten die alte Verpackung zurück.
Anderthalb Jahre nach der Einführung hat Frito-Lay die umweltfreundliche Chipstüte in den USA wieder vom Markt genommen. Einer Studie zufolge waren die Verkäufe der "Sunchips" um fast 11 Prozent eingebrochen - trotz der umweltfreundlichen Verpackung, an der die Produktentwickler vier Jahre lang gearbeitet hatten. Der Snackhersteller arbeitet aber bereits an einer neuen, leiseren Variante. In spätestens einem Jahr soll sie auf den Markt kommen.
Im benachbarten Kanada verfolgt der Snackhersteller hingegen eine andere Strategie: Mit rotem Schal und schwarzer Lederjacke wendet sich die örtliche Frito-Lay-Vizechefin Anne-Marie Renaud auf YouTube direkt an die Verbraucher. "Gehen Sie in den nächsten Supermarkt und kaufen Sie eine Tüte", fordert sie die Internetnutzer auf. "Wenn sie das Knistern für zu laut halten, dann teilen sie uns das mit und wir schicken Ihnen ein paar Ohrstöpsel", fügt sie hinzu. "Ich bin stolz darauf, wie sehr wir in Kanada unsere Umwelt schützen", sagt Renaud. Der Kompromiss sei ganz einfach: Mehr Rascheln und weniger Müll.
Benoit Duguay, Experte für neue Medien von der Universität Quebec, spricht hingegen von sehr geschicktem Marketing: "Das ein gutes Beispiel dafür, wie etwas Negatives in etwas Positives umgemünzt werden kann." Auch Umweltschützer haben sich auf die Seite von Frito-Lay geschlagen. "Endlich bietet ein Hersteller den Verbrauchern einmal eine konkrete Lösung an", sagt Antoine Garcia-Suarez vom Ökoverband RE-buts. Zum Entsorgen müsse die Verpackung nur auf den Kompost geworfen werden.
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Quelle: AFP
haha schrieb:
am 25. November 2010 um 12:18:27
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nicht so schlecht
wenigstens kann man die chips nicht mehr heimlich essen.und wenn der krach stört, sofort in die schüssel damit und der
krach ist vorbei, ausser beim kauen.
es ist voll korrekt das mal eine sinnvolle ( kein müll ) verpackung entwickelt wurde, ich kann besser den lärm dieser tüte ertragen als den fluglärm den ich als nichtflieger ertragen muss auch einhergeht deren umweltschäden. die tüte verursacht auch keine, hoffentlich kommt sie auch bald auch für wurst und so, ohne giftigen weichmacher
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joe schrieb:
am 25. November 2010 um 11:10:07
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Lärm
Wenn mann die Chips nach dem öffnen in eine Schüssel füllt raschelt nichts mehr, aber ist bestimmt zu einfach, dass geht dann nicht
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Nichtwahr schrieb:
am 25. November 2010 um 10:52:55
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Raschelchips
Ja, die fakes werden immer schöner, wenigstens etwas worüber man noch schmunzeln kann.
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