04.11.2011, 14:57 Uhr | pte, cme
Burn-out: Hinter dem schicken Begriff stecken Depressionen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Ob Ralf Rangnick, Miriam Meckel oder Sven Hannawald: Das Burn-out-Syndrom ist in aller Munde. Es trifft Prominente ebenso wie Manager oder Hausfrauen. Doch nun sagen Experten von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe: Burn-out ist ein Modewort - in Wahrheit stecken hinter dem schicken Begriff handfeste Depressionen. Die Stiftung erläutert fünf Gründe, warum es gar kein Burn-out gibt.
"Der Begriff klingt zunächst harmlos - er führt aber in die Irre", sagt Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. "Es gibt auch keine Behandlung für Burn-out, weil es keine Definition gibt." Früher habe man von Erschöpfungsdepressionen gesprochen. Inzwischen versuchten selbsternannte Burn-out-Kliniken Manager mit Privatversicherungen in ihre Häuser zu locken.
Um der inflationären Verwendung des Begriffes Burn-out Einhalt zu gebieten, hat die Stiftung fünf Gründe gegen die Verwendung des Modebegriffs formuliert. Erstens: Der Begriff sei nicht in den maßgeblichen internationalen Klassifikationssystemen definiert. Dementsprechend gibt es keine Diagnose. Zweitens: Ein Großteil der Menschen, die wegen "Burn-outs" eine längere Auszeit nehmen, leiden an einer depressiven Erkrankung. "Alle für die Diagnose einer Depression nötigen Krankheitszeichen liegen vor, wozu immer auch das Gefühl tiefer Erschöpfung gehört", sagt Hegerl. Drittens: Der Begriff werde oft unbewusst als weniger stigmatisierende, alternative Bezeichnung für Depression verwendet.
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Als vierten Grund gegen den Modebegriff Burn-out führen die Experten an, dass viele dem Trugschluss verfallen, längerer Schlaf und Urlaub seien gute Bewältigungsstrategien. Ist der Mensch aber depressiv erkrankt, sind diese Maßnahmen nicht empfehlenswert und oft sogar gefährlich. Denn längere Bettruhe kann bei Menschen mit Depressionen die Erschöpfung verstärken und die Stimmungslage verschlechtern. Dagegen ist Schlafentzug eine etablierte antidepressive Behandlung bei stationärer Behandlung. Auch sei eine Urlaubsreise für depressiv Erkrankte nicht förderlich. Denn die Depression reist mit.
Fünftens: Eine Vermengung von Stress, Burn-out und Depression könnte zu einer Verharmlosung der Depression führen. Stress, gelegentliche Überforderungen und Trauer seien Teil des oft auch bitteren und schwierigen Lebens und müssten nicht medizinisch behandelt werden. Depression dagegen ist den Forschern zufolge eine schwere, oft lebensbedrohliche Erkrankung. Depression unterscheidet sich wesentlich von dem Gefühl der Erschöpfung, das wohl jeder Mensch bisweilen morgens vor dem Aufstehen und auch nach einem langen Arbeitstag kennt. Der beste Weg zu einem optimalen Umgang mit der Erkrankung sei es, eine Depression auch Depression zu nennen.
Problematisch finden die Fachleute zudem, dass der Begriff eine Selbstüberforderung oder Überforderung von außen als Ursache suggeriert. Dabei sei nur bei einer Minderheit der depressiv Erkrankten eine tatsächliche Überforderung der Auslöser der Erkrankung. Wäre Burn-out die Folge einer beruflichen Überforderung, dann sei kaum zu erklären, warum Rentner, Studenten oder Nicht-Berufstätige auch angeblich an einem Burn-out leiden.
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pte, cme
gegen dieses krankensystem schrieb:
am 4. November 2011 um 21:28:12
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so, und ich sage den experten:
meistens handel es sich um hämochromatose. eine der heimtückischsten krankheiten, wird nur in den seltensten
fällen diagnostiziert oder untersucht, weil für die pharma nicht viel zu verdienen ist. eigentlich kann so ziemlich alles im körper davon befallen werden. organe, inkl. hirn, und der syphaticus. für alle leute die odysseusmäßig von einer praxis in die andere laufen. ferritinwert mal untersuchen lassen, kostet 12,75 €. scheisse das mir nur 500 zeichen zur verfügung stehen.
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Lokführer schrieb:
am 4. November 2011 um 21:28:01
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Burn out gibt es doch
Ich bin gerne in die Arbeit, Nachts früh Morgens und auch an hl. Abend. Suizide und Unfälle haben mich persönlich
zur Strecke gebracht, und ich war nicht depressiv veranlagt. Burn out oder Depression, durch Selbstmörder oder dauernde Überforderung wegen stetiger Einsparungen, was spielt das für eine Rolle für den Betroffenen? Kaputt ist kaputt. Und die Psychologen sind doch meistens selber krank, auch arm dran sich das alles anhören zu müssen und nichts ändern zu können. Habe fertig...
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Klugeskind schrieb:
am 4. November 2011 um 21:22:03
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Burn-Out
Ob es Burn out, Depression oder ehemals Neurasthenie genannt wird ist doch wirklich nur eine Namensgebung. Wie bei einem Schnupfen
oder einer Grippe gibt es meiner Meinung nach auch verschieden starke Erschöpfungszustände.
Mag sein, dass das ausgebrannt sein zu Depressionen führt. Als Betroffener gönne ich keinem die Auswirkungen die ich erlebt habe und noch erlebe.
Aber die Experten bekommen ja auch leichtes Geld für solche Statements.
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