14.02.2012, 15:24 Uhr | dpa
Stress im Job ist für das Herz so gefährlich wie Rauchen und Bewegungsmangel. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher in einem Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK. Sie machen die hohe Belastung am Arbeitsplatz mitverantwortlich für die jährlich 207.000 Herzinfarkte in Deutschland.
Laut Report leiden 9,3 Prozent der Beschäftigten in der Bundesrepublik unter steigendem Arbeitsdruck bei gleichzeitig als mangelhaft empfundener Anerkennung oder Bezahlung. "Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte - das sind alles Risikofaktoren, die uns geläufig sind", sagte Studienautor Hans-Dieter Nolting. Er fordert, psychische Ursachen von Jobproblemen stärker in den Blick zu nehmen. Hektik, Zeitdruck und ständige Überbelastung lassen das Herz schneller schlagen, was zu einem Anstieg des Stresshormonspiegels Cortisol im Blut führt.
"15 Prozent sagen, sie hätten eine Verschlechterung der Arbeitssituation erfahren", sagte Nolting. Rund 22 Prozent der Befragten gaben an, stark unter häufigem Zeitdruck zu leiden. Über zu wenig Lohn klagten rund 23 Prozent, über mangelnde Anerkennung durch Chefs und Büro-Umfeld rund 17 Prozent. DAK-Gesundheit-Chef Herbert Rebscher hält es für plausibel, dass wachsende psychosoziale Belastung am Arbeitsplatz zu Herzinfarkten führen kann. Auch die ständige Verfügbarkeit durch neue Technologien, etwa mobiles Internet, könne zu den Ursachen zählen
Wie sich ein Herzinfarkt ankündigt und was Sie dann sofort tun müssen. zum Video
Besonders Arbeiter und Beamte sind gefährdet. Ärzte und Freiberufler empfinden weniger Stress. "Je größer Selbstbestimmung und Gestaltungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz sind, um so weniger tritt das Problem auf. Hier gilt es, Konsequenzen zu ziehen", forderte Rebscher. Die zunehmend diagnostizierten psychischen Leiden wie Burnout oder Depressionen müssten stärker in den Blick genommen werden. "Wir müssen gucken, was vorbeugende, vorsorgende und präventiv gute Maßnahmen sind." Die Forscher des Berliner IGES-Instituts werteten die Daten von 2,4 Millionen Mitgliedern der Krankenkasse DAK aus und befragten im November 3035 Erwerbstätige mit Hilfe von Online-Fragebögen sowie zusätzlich Experten.
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dpa
Geplagte schrieb:
am 5. März 2012 um 15:27:37
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Büro-Stress
schon mal was von Großraumbüro (ca 50 Personen), dem entsprechenden dazugehörigen Geräuschpegel, Erfüllung von
Gesprächsstatistiken(Leistungsdruck) gehört. Dies ist so üblich bei Servicecenter, bzw. Callcenter. Von der guten Bezahlung mal ganz zu schweigen .....aber was will man tun. Ohne Arbeit (Geld) gehts nun mal nicht !
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Wahht schrieb:
am 14. Februar 2012 um 19:02:10
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Büro-Stress
Im Büro hat man doch keinen Stress. Arbeiten tun doch nur Dachdecker u. Krankenschwestern!
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