11.04.2011, 11:17 Uhr | ts
Hat sich die Zecke in der Haut festgesaugt, wird man sie nicht so leicht wieder los. (Foto: imago)
Experten warnen davor, die von Zecken übertragene Infektionskrankheit Borreliose zu unterschätzen. Allein in Deutschland erkranken jährlich etwa 850.000 Menschen an Borreliose. Sie sei somit eine der häufigsten Infektionskrankheiten. Da die Anzeichen sehr unspezifisch sind und den allgemeinen Grippe-Symptomen ähneln, bleibt Borreliose oftmals unerkannt. Wird sie nicht rechtzeitig behandelt, kann es jedoch Jahre später zu Entzündungen des Gehirns und des Nervensystems kommen. Lesen Sie hier die besten Tipps, wie man sich vor Zecken schützt.
Obwohl Borreliose weitaus häufiger vorkommt, dominiert in der öffentlichen Wahrnehmung die seltenere Hirnerkrankung FSME. Dabei ist vielen Menschen offenbar nicht bewusst, dass auch in einer nicht als Risikogebiet für FSME ausgewiesenen Region Borreliose-Infektionsgefahr besteht. Borreliose kommt überall in Europa vor und gehört zu den am häufigsten von Zecken übertragenen Krankheiten in Deutschland. Schätzungen zufolge ist hierzulande je nach Region jede dritte bis fünfte Zecke mit Borrelien infiziert. Beim Zeckenstich können die Bakterien ins menschliche Blut gelangen. Allerdings bricht die Krankheit nur bei zirka ein bis zwei Prozent der Infizierten wirklich aus.
Im Frühling steigt die Gefahr, von Zecken gebissen zu werden. Sie können FSME und Borreliose übertragen. So schützen Sie sich. zum Video
Zu erkennen ist Borreliose oft an der typischen "Wanderröte", einer geröteten kreisförmigen Hautstelle um den Stich herum. Diese kann etwa ein bis drei Wochen nach dem Stich auftreten. Doch es gibt auch Erkrankungen ohne die typische Rötung. Weitere Symptome wie Kopfschmerzen, Fieber und allgemeine Mattheit sind eher unspezifisch und erschweren eine eindeutige Diagnose. Selbst in Labortests lässt sich Borreliose nur schwer eindeutig nachweisen. Deshalb kommt es immer wieder zu Fehldiagnosen oder die Krankheit bleibt jahrelang unentdeckt. Dabei ist eine schnelle Diagnose wichtig, um den Betroffenen frühzeitig mit Antibiotika zu behandeln. Unbehandelt können die Bakterien noch Monate später Haut, Herz, Gelenke und das Nervensystem schädigen. Spätfolgen können Gelenk- und Herzmuskelentzündungen sowie chronische Erschöpfung sein. Eine einmal durchgemachte Infektion schützt nicht vor weiteren Erkrankungen.
Infektionsgefahr besteht nicht nur bei Spaziergängen auf Wiesen, sondern auch im eigenen Garten, im Freibad oder beim Kontakt mit Haustieren. Da es gegen Borreliose keine Impfung gibt, hilft nur vorbeugender Schutz wie lange Kleidung und der Gebrauch von Insektenschutzmitteln. Zecken halten sich am liebsten in hohem Gras und an Waldrändern auf. Deshalb empfiehlt es sich, den Körper nach einem längeren Aufenthalt im Freien unbedingt auf Zecken abzusuchen. Wer einen Parasiten entdeckt und ihn schnell entfernt, senkt sein Infektionsrisiko deutlich. Die Borreliose-Erreger breiten sich nämlich erst mehrere Stunden nach dem Stich im Körper aus.
Die Zahl der Borreliose-Erkrankungen wird sich in den kommenden Jahren voraussichtlich erhöhen. US-Forscher haben herausgefunden, dass der Klimawandel die Erreger hartnäckiger macht. Fachleute fordern seit langem, für Borreliose eine Meldepflicht einzuführen.
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ts
Kati schrieb:
am 9. Mai 2011 um 17:06:25
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Borreliose Erkrankung
bei dieser Erkrankung hat man bei den Ärzten wenig Chancen der frühzeitigen Erkennung. Es wir zu wenig in
allen
Richtungen untersucht,Die Borelliose wird meistens nicht erkannt.Nur Spezialärzte können da helfen.
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lila schrieb:
am 12. April 2011 um 17:56:17
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borreliose
wenn die krankheit so gefaehrlich ist,warum wird dann in der forschung zu wenig getan,
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Romy schrieb:
am 12. April 2011 um 15:48:32
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Ja, danke für den Hinweis...
ich meinte natürlich NICHT Viren sondern Erreger! Weiß auch dass Borreliose nicht durch Viren übertragen
wird. Allgemein gesagt .... Borreliose ist gefährlich u. nur in DE wird so oberflächlich damit umgegangen. Es findet erst allmählich ein Umdenken statt. Trotzdem oder gerade deswegen ist es ein reine Glückssache einen kompetenten Arzt zu finden. Der Kinderarzt meiner Enkelin hat GSD sofort die Einweisung in die Uniklinik veranlasst aber wahrscheinlich auch nur wegen der Lähmungen?!
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