23.01.2009, 12:34 Uhr | jlu
So strahlend weiße Zähne kommen meisten von einem Bleaching . (Foto: imago)Beim Lächeln strahlend weiße Zähne zeigen - das ist attraktiv und entspricht dem heutigen Schönheitsideal. Doch nicht jeder hat von Natur aus helle Zähne. Im Gegenteil: Viele leiden unter einer natürlichen dunklen Zahnfarbe oder haben hässliche Zahnverfärbungen.Die Zahnpflege zu Hause kommt dagegen oft nicht an. Doch ein professionelles Bleaching beim Zahnarzt kostet rund 500 Euro. Für Aufhellungsmittel aus der Drogerie oder Apotheke zahlt man hingegen nur etwa 50 Euro. Deshalb hellen sich viele die Zähne in Eigenregie auf. Doch ist das überhaupt gesund und effektiv?
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Frei verkäufliche Bleaching-Mittel sind als Gele, Lacke oder Klebestreifen in Apotheken und Drogerien erhältlich. Zur Zahnaufhellung kommen in der Regel Mittel zum Einsatz, die Wasserstoffperoxid enthalten und die Zähne bleichen: Die Präparate dringen in den Zahnschmelz ein, setzten Sauerstoffradikale frei und verändern so die Farbstoffe im Zahn. Dadurch verschwindet seine Farbgebung und der Zahn erscheint heller. Und je mehr Bleichmittel ein Aufheller enthält, desto weißer werden die Zähne.
Die Wirksamkeit eines Zahnbleichmittels ist also von seiner Wirkstoff-Konzentration abhängig. Und genau deshalb sorgt der schnelle Griff zum preisgünstigen Aufheller nicht immer für das Wunschergebnis: Denn die günstigen Zahnaufheller verfügen lediglich über eine niedrige Bleichmittel-Dosierung. "Sie hellen die Zähne zwar auf, der Weiß-Effekt ist aber im Vergleich zu einem professionellen Bleaching schlechter", weiß der Zahnarzt. Zudem besteht die Gefahr, dass die Zähne nicht gleichmäßig aufgehellt werden. Denn die Präparate für zu Hause wirken nicht bis in die Zahnzwischenräume.
Außerdem bleiben Zähne, die man mit Drogerie-Präparaten aufgehellt hat, lediglich etwa sechs Monate weiß. Zum Vergleich: Bleicht der Zahnarzt, haben Sie mehrere Jahre lang weiße Zähne. "Die Patienten erhalten nach dem Bleaching beim Zahnarzt individuell angepasste Zahnschienen. Damit können sie die Zähne über Jahre hinweg zu Hause nachbleichen.", sagt Laurisch. Auch ist die Anwendung zu Hause sehr zeitaufwendig. Sie erstreckt sich über mehrere Wochen, beim Zahnarzt reichen zum Aufhellen zwei bis drei Anwendungen.
Das Bleaching in Eigenregie birgt aber auch gesundheitliche Risiken. So riskiert man mit einer nicht passgenauen Standardschiene aus dem Supermarkt, dass das Bleichmittel verschluckt wird oder das sich das Zahnfleisch entzündet. Zudem ist es ratsam, sich vor dem Zähne-Aufhellen zu Hause von einem Zahnarzt untersuchen zu lassen. Denn: Bleachen sollte man nur, wenn die Zähne gesund sind. "Bei empfindlichen Zahnhälsen oder Karies können die chemischen Stoffe in den Zahn eindringen und Schäden verursachen. Dann drohen starke Schmerzen.", weiß Laurisch.
Auch bei anderen Methoden zum Zähneaufhellen rät Laurisch zur Vorsicht: "Zahnpasten mit einer aufhellenden Wirkung tragen den Zahnschmelz ab." Wer dennoch seine Zähne beim Putzen weißer machen will, sollte deshalb darauf achten, dass die Zahnpasta nicht zu viele Putzkörper enthält. Viele verwenden zum Bleichen ein altes Hausmittel: Backpulver. Doch auch dieses ist schädlich für die Zähne, da es die schützende Zahnhartsubstanz abreibt.
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jlu
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