10.09.2009, 08:59 Uhr | AFP, cme
In Bio-Limonade stecken nur wenige natürliche Zutaten. (Foto: imago)Bio-Limonaden haben meist nur einen geringen Anteil an natürlichen Zutaten. Dies hat die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch kritisiert. Als Beispiel nannten die Verbraucherschützer die Bio-Limonade "Beo" des dänischen Braukonzerns Carlsberg, bei der die Bio-Kriterien nur auf 5,5 Prozent der Zutaten zuträfen. Nur Zucker und Gerstenmalz kommen laut Foodwatch aus dem Bio-Anbau. Kürzlich hatte bereits "Öko-Test" auf die teilweise hohen Zuckergehalte der Bio-Brausen hingewiesen.
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Die Geschmacksstoffe der Limonade kämen nicht von Bio-Früchten, sondern aus dem Labor und seien dort mit Hilfe von Schimmelpilzen, Enzymen oder Bakterien gezüchtet worden, teilte Foodwatch mit. Dies erlaube die EU-Bio-Verordnung. Auf den Flaschen-Etiketten werden die Geschmacksstoffe aber als "natürliche Aromen" bezeichnet, auch wenn sie künstlich erzeugt würden.
Neben Carlsberg werben auch andere Limo-Hersteller mit der Natürlichkeit ihrer Getränke - was sich jedoch "fast immer als Etikettenschwindel entpuppt", teilte Foodwatch mit. "Der Verbraucher kann hier nicht davon ausgehen, dass der Geschmack aus der Frucht kommt", sagte Foodwatch-Expertin Anne Markwardt. Vielmehr handle es sich in aller Regel um Geschmacksstoffe aus dem Labor. Beispiele seien die Getränkehersteller Coca-Cola mit "The Spirit of Georgia", Sinalco mit der "Sinconade" oder Warsteiner mit "Aloha".
Neben den großen Getränke-Produzenten verwende auch der älteste Biolimo-Hersteller Bionade künstliche Geschmacksstoffe, sagte Markwardt. Jedoch habe Bionade gegenüber Foodwatch signalisiert, "langfristig Aromen aus biologischem Anbau beziehen zu wollen". Daneben unterstütze Bionade auch lokale Anbauprojekte etwa für Holunder in seiner Heimatregion im Norden Bayerns.
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Quelle: t-online.de
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