16.08.2011, 09:25 Uhr | vdb
Wer glaubt, Bettwanzen seien hierzulande längst kein Thema mehr, der irrt. Die Blutsauger galten zwar seit den 50er Jahren als ausgerottet, doch nun sind sie zurück. Meist durch Fernreisen in die USA oder Australien eingeschleppt, breiten sie sich in der Bundesrepublik aus. "In Deutschland gibt es keine Großstadt mehr, in der sich keine Bettwanzen finden. Und es wird immer mehr", sagt Gabriele Schrader vom Bundesumweltamt. Diese Ansicht teilt auch Rainer Gsell, Vorsitzender des Schädlingsbekämpfer-Verbandes: "Die Zahl der Fälle steigt permanent an." Früher sei einem Schädlingsbekämpfer pro Jahr höchstens ein Fall von Bettwanzen zugetragen worden, heute seien es 10 bis 15. Wir verraten, wie Sie die fiesen Tierchen schnell erkennen und was im Ernstfall zu tun ist.
Bettwanzen sind kein Anzeichen für mangelnde Hygiene. Die 3,8 bis 5,5 Millimeter großen Plagegeister können jeden heimsuchen. Sie stechen vorwiegend in der Nacht. Das Blutsaugen danach dauert bis zu zehn Minuten. Der Speichel, den das Ungeziefer dabei abgibt, enthält Juckreiz auslösende Stoffe, die die Haut bis zu zehn Tage lang reizen. In vielen Fällen bilden sich unschöne Quaddeln. Allergiker können heftige Reaktionen wie Hautinfektionen oder Asthmaanfälle zeigen.
Die Blutsauger finden sich besonders häufig in Hotels. Dabei bleiben teure Gästehäuser ebenso wenig verschont wie günstige Hostels. Besonders Gäste, die aus außereuropäischen Ländern anreisen, schleppen Bettwanzen ein. Aber auch durch heimische Waren vom Flohmarkt können Wanzen in die eigene Wohnung gelangen. Die Eier der Tiere finden sich ebenso in den Ritzen antiker Möbeln oder CD-Hüllen wie in Matratzen und Bettgestellen. Die Wanzeneier sind klein und werden so versteckt abgelegt, dass man sie mit bloßem Auge kaum entdeckt. Sichtbare Hinweise auf Bettwanzen sind viel mehr Kotspuren an Tapeten und Fußböden. Die rundlichen, braunschwarzen Flecken lassen sich mit Wasser nicht abwaschen.
"Die meisten Wanzen werden mit dem Gepäck von Urlaubsreisen eingeschleppt", sagt Amadeus Schubert, Vorsitzender des Berliner Berufsverbandes der Gesundheitsaufseher und Hygieneinspektoren. Besteht der Verdacht, sollten Sie die Urlaubswäsche getrennt vom Haushalt aufbewahren und möglichst sofort waschen. Zudem macht es Sinn, den Koffer oder die Reisetasche nach dem Urlaub auf dem Balkon aufzubewahren, rät Schubert. So gelangen eventuelle Bettwanzen und ihre Eier nicht in die Wohnung. Vor dem Kauf alter Möbel sollten Sie Ritzen und Schubladen genau untersuchen. Den widerlich süßlichen Geruch von Bettwanzen erkennt auch eine ungeschulte Nase.
Hat sich eine Wanzenpopulation einmal im Haushalt eingenistet, ist es meist schwierig, die Blutsauger wieder los zu werden. "Man kann das schon erst mal selbst probieren, aber es gibt auch Fälle da mussten Tapete und Teppich komplett ausgetauscht werden", so Schubert. Sind die Wanzen gerade frisch in der Wohnung, kann man erst einmal Staub saugen und mögliche Verstecke putzen. Zudem sollten Sie Betten von der Wand abrücken und das Bettzeug ausklopfen. Wäsche sollte bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Kleidungsstücke die diese Temperatur nicht vertragen, sollten für 48 Stunden ins Gefrierfach gelegt werden. Bleibt das Problem weiter bestehen, kann nur ein Profi helfen. Eine erwachsene Bettwanze kann schon bei einer Temperatur von 16 Grad Celsius ein Jahr lang ohne Nahrung überleben. "In dem Moment, in dem Sie Eier in der Wohnung finden, mehrere Wanzen gesehen haben und unter Hautirritationen leiden, sollte ein Fachmann gerufen werden", rät Schrader. Anti-Insektensprays alleine lösen das Problem in den Regel nicht. Der Schädlingsbekämpfer kennt verschiedene Methoden, unter anderem ein Heißluftverfahren, um lästige Bettwanzen endgültig loszuwerden.
t-online.de ShopClevere Helfer im Haushalt
t-online.de ShopGesundheit & Hygiene: Top-Angebote!
t-online.de ShopStaubsauger zu tollen Preisen
t-online.de ShopWaschmaschinen: Unsere Angebote!
Zuhause.de Bettwanzen erkennen
vdb
Paulchen schrieb:
am 9. November 2011 um 13:40:37
(6)
(1)
Hygiene und Menschen
Irgendein Vorkommentator hat geäußert, zuvile Hygiene sei schädlich - wohlgemerkt ZUVIEL. Recht hat er und wenn ich
in der Werbung all die Artikel sehe, die angeblich 99% aller Bakterien vernichten, dann frage ich mich: Wie sollen unsere Nachkommen lernen, sich gegen Bakterien - so sie denn mal auftreten - zu wehren, wenn ihr Körper (sprich: Immunsystem) nie vorher damit konfrontiert war? Der Körper lernt aus Krankheiten durch Abwehr gesund zu bleiben. Nur so geht's!!!
mehr
Kommentar melden
tztztz schrieb:
am 9. November 2011 um 09:54:53
(0)
(0)
Spinnen vs. Bettwanzen
Ja, es stimmt: Einige Spinnenarten jagen auch Bettwanzen (keine Netzspinnen). Das hat allerdings den Nachteil, dass
auch Spinnen diese unangenehmen schwarzen Kleckse hinterlassen, die nur schwer entfernbar sind und sich beim Wegscheuern sogar rot verfärben, ehe sie sich lösen lassen. Kenne das von den Kunstlederpolstern auf meinem Boot, wo Spinnen meine ständigen Gäste sind.
mehr
Kommentar melden
Kopflaus schrieb:
am 9. November 2011 um 09:36:29
(7)
(2)
Sauger
in deutsche Land sind nicht nur Wanzen die sich vermehren, das wäre das keinere Übel, Geldsauger sind die größten
Neuzeit-Schädlinge die ihr Unwesen ausbreiten! Wird höchste Zeit , dass für diese Plage ein Spray erfunden wird, da hilft leider keine Fliegenklatsche
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

6 Fl. 2010er Condesa Eylo Verdejo + Karaffe für nur 39,- € statt 72,30 €. von Hawesko
Modische Multitalente für Business und Freizeit - für Frauen mit jedem Figur-Typ. zum XXL-Special
Endlos ins deutsche Festnetz telefonieren. Volle Kostenkontrolle. von congstar.de
Modische Herrenanzüge von Daniel Hechter für Business und beson-
dere Anlässe. zum Special