08.11.2011, 11:18 Uhr | vdb
Bettwanzen breiten sich in Deutschland immer weiter aus. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sind die Tiere in Hessen auf dem Vormarsch. Aber auch in Berlinund in Ostdeutschland werden die braunen Krabbeltierchen vermehrt in Wohnungen und Hotelzimmern gefunden.
Experten vermuten, dass die Insekten gegen verschiedene Pestizide resistent geworden sind. Das macht ihre Bekämpfung schwieriger, Anti-Insektensprays alleine lösen das Problem in der Regel nicht. Hat sich eine Wanzenpopulation einmal im Haushalt eingenistet, kann man erst einmal Staub saugen und mögliche Verstecke putzen. Zudem sollten Sie Betten von der Wand abrücken und das Bettzeug ausklopfen. Wäsche sollte bei mindestens 60 Grad gewaschen werden. Kleidungsstücke, die diese Temperatur nicht vertragen, sollten für 48 Stunden ins Gefrierfach gelegt werden.
Bleibt das Problem weiter bestehen, kann nur ein Profi helfen. Eine erwachsene Bettwanze kann schon bei einer Temperatur von 16 Grad Celsius ein Jahr lang ohne Nahrung überleben. In dem Moment, in dem Sie Eier in der Wohnung finden, mehrere Wanzen gesehen haben und unter Hautirritationen leiden, sollte ein Fachmann gerufen werden. Der Schädlingsbekämpfer kennt verschiedene Methoden, unter anderem ein Heißluftverfahren, um lästige Bettwanzen endgültig loszuwerden. So sind die Tiere hitzeempfindlich. Wird ein Raum eine Stunde lang auf 55 Grad Celsius erhitzt, sterben die Bettwanzen.
Bettwanzen sind kein Anzeichen für mangelnde Hygiene. Die 3,8 bis 5,5 Millimeter großen Plagegeister können jeden heimsuchen. Sie stechen vorwiegend in der Nacht. Das Blutsaugen danach dauert bis zu zehn Minuten. Der Speichel, den das Ungeziefer dabei abgibt, enthält Juckreiz auslösende Stoffe, die die Haut bis zu zehn Tage lang reizen. In vielen Fällen bilden sich unschöne Quaddeln. Allergiker können heftige Reaktionen wie Hautinfektionen oder Asthmaanfälle zeigen.
Die Blutsauger finden sich besonders häufig in Hotels. Dabei bleiben teure Gästehäuser ebenso wenig verschont wie günstige Hostels. Besonders Gäste, die aus außereuropäischen Ländern anreisen, schleppen Bettwanzen ein. Aber auch durch heimische Waren vom Flohmarkt können Wanzen in die eigene Wohnung gelangen. Die Eier der Tiere finden sich ebenso in den Ritzen antiker Möbeln oder CD-Hüllen wie in Matratzen und Bettgestellen. Die Wanzeneier sind klein und werden so versteckt abgelegt, dass man sie mit bloßem Auge kaum entdeckt. Sichtbare Hinweise auf Bettwanzen sind viel mehr Kotspuren an Tapeten und Fußböden. Die rundlichen, braunschwarzen Flecken lassen sich mit Wasser nicht abwaschen.
Häufig werden Bettwanzen mit dem Gepäck von Urlaubsreisen eingeschleppt. Besteht der Verdacht, sollten Sie die Urlaubswäsche getrennt vom Haushalt aufbewahren und möglichst sofort waschen. Zudem macht es Sinn, den Koffer oder die Reisetasche nach dem Urlaub auf dem Balkon aufzubewahren. So gelangen eventuelle Bettwanzen und ihre Eier nicht in die Wohnung. Vor dem Kauf alter Möbel sollten Sie Ritzen und Schubladen genau untersuchen. Den widerlich süßlichen Geruch von Bettwanzen erkennt auch eine ungeschulte Nase.
Hier finden Sie den passenden Arzt in Ihrer Nähe und sehen, wie andere Patienten ihn bewertet haben. Arztsuche starten
vdb
HUGO schrieb:
am 12. November 2011 um 06:59:11
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bettwanzen -tiere auf dem vormarsch
hessen u. ostdeutschland betroffen, vielleicht liegt es daran, dass ostdeutsche viel mehr als
westdeutsche gern in besonders ferne Länder reisen u. diese tierchen unbeabsichtigt mit hier her bringen. vielleicht sind sie in den Kisten mit dem obst aus übersee zu uns gelangt, keiner kann es sagen. Also warten wir es ab, die presse wird den schuldigen schon noch finden, da müssen wir nur etwas Geduld haben, vielleicht aber auch nur ein paar Tage - sicher noch vor dem FEST!!! Dann wissen wir mehr.
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Niro70 schrieb:
am 9. November 2011 um 16:47:37
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@Beobachter
RIAS-Nachrichten endeten wie üblich mit dem Wetterbericht..."für Berlin und Mitteldeutschland. :-) Das war aber vor den
Ostverträgen zu Zeiten des kalten Krieges. Dann gibt es aber noch den MDR. D.h. Mitteldeutscher Rundfunk. :-)
Alles klar? Dennoch wohne ich im Osten Deutschlands; ganz nahe Berlins.
Habt ihr alles verstanden? Bettwanzen haben wir nicht. :-).
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Beobachter schrieb:
am 9. November 2011 um 08:36:06
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@Mandopost
Willst Du dann mit Ostdeutschland das heutige westliche Polen bezeichen? Oder wo sol dann Ostdeutschland liegen, wenn dann
Deutschland bei Dir im Osten in Mitteldeutschland endet? Geografische Bezichnungen haben nichts mit politischen gemein!
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