16.12.2011, 18:50 Uhr
Wenn es beim Schlucken kratzt und schmerzt, handelt es sich meist um einen einfachen Infekt. Werden die Halsschmerzen aber stärker, sollte man so schnell wie möglich zum Arzt gehen. Denn Halsschmerzen weisen nicht nur auf eine Mandelentzündung hin, sondern können auch Herzmuskelentzündungen auslösen.
Wer länger als drei Tage unter starkem Halsweh und Fieber leidet, braucht einen Arzt: "Für Betroffene ist es manchmal nicht leicht, den Schweregrad einer Halsinfektion einzuschätzen", erklärt Wolfgang Hornberger vom Deutschen Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte. Starke Schmerzen, Rötungen im Rachen sowie geschwollene Gaumenmandeln und Lymphknoten sind eindeutige Alarmzeichen. Hinter vermeintlich harmlosen Halsschmerzen können sich auch ernsthafte Krankheiten verstecken, erklärt der Experte: "Handelt es sich um eine Streptokokken-Infektion, muss diese antibiotisch behandelt werden, damit die Bakterien sich nicht im Körper ausbreiten und zu einer Herzmuskelentzündung führen können." Auch Mandelentzündungen müssen mit Antibiotika behandelt werden.
Leichte Halsschmerzen kann man mit Hausmitteln bekämpfen. Um die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken, sind ausreichend Ruhe und Entspannung wichtig. "Das heißt aber nicht, dass man sich krankschreiben lassen muss", sagt Ursula Sellerberg, Sprecherin der Bundesapothekerkammer in Berlin. Stattdessen sollte man auf das Rockkonzert am Abend oder die anstrengende Sportstunde verzichten.
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Viel trinken ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Genesung. Flüssigkeit reduziert nicht nur die Keimzahl im Rachen, sondern stärkt auch die Abwehr der Schleimhäute. Wer Salbei- oder Kamillentee gurgelt, beruhigt die Schleimhäute und regt die Durchblutung der Mund- und Rachenschleimhaut zusätzlich an. Darüber hinaus ist alles, was die Speichelproduktion anregt, wie zum Beispiel Bonbons lutschen, eine wirksame Waffe gegen Halsschmerzen. Neben Tee und Wasser empfehlen Experten auch Getränke mit Schleimstoffen. Dazu gehören Eibisch oder Isländisch Moos. Diese werden mit Wasser übergossen und nach einer halben Stunde Ziehzeit wie Tee getrunken. Mit kochendem Wasser sollten die Pflanzen allerdings nicht übergossen werden, weil das die Wirkstoffe zerstört.
Gegen die lästigen Schmerzen empfehlen Ärzte Medikamente, die auch ohne Rezept erhältlich sind. "Es gibt viele rezeptfreie Medikamente, die im Hals örtlich betäuben, schmerzlindernd sind und teilweise entzündungshemmend wirken", sagt Sellerberg. Lutschtabletten sind im Büro praktischer als Sprays oder Gurgellösungen, doch diese sind wirksamer, weil sie weiter in den Rachen kommen.
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Quelle: dpa-tmn , dapd
Achim schrieb:
am 16. Dezember 2011 um 19:43:58
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Halsschmerzen
Ab und zu habe ich mich, wenn es gar zu lange dauerte, getraut, damit zum Arzt zu gehen, um die Kollegen mit meiner Erkältung
nicht anzustecken. Der fragte jedesmal, warum ich zu ihm komme, die Gegenmittel könnte ich ja auch in der Apotheke kaufen. Die Entzündung der Nasennebenhöhlen und eine bestehende COPD interessierten ihn nicht. Er schrieb mich dann für drei Tage krank und empfahl Aufenthalt in der frischen Luft. Im Ergebnis hat sich meine COPD verschlechtert. Nach einer Woche zum Arzt?
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