05.12.2011, 17:08 Uhr | tze
Zunehmende Lichtempfindlichkeit ist ein Anzeichen für Grauen Star. (Quelle: imago)
Obwohl der Himmel bedeckt ist, möchte Opa Heinrich seine Sonnenbrille nicht ablegen. Wenn ältere Menschen zunehmend lichtempfindlich reagieren, ist dies ein typisches Indiz für Grauen Star - eine Augenkrankheit, die früher oder später fast jeden trifft. Wie sich die Linsentrübung bemerkbar macht, wann eine Operation ratsam ist und wie sich das Sehen mit einer künstlichen Linse verändert.
Bei mehr als 90 Prozent der Menschen über 65 trübt sich die Linse eines oder beider Augen allmählich ein - es entwickelt sich der altersbedingte Graue Star, auch Katarakt genannt. Im Frühstadium ist die Sehkraft kaum beeinträchtigt, später haben Betroffene das Gefühl, durch eine trübe Scheibe oder einen Schleier zu sehen. Laut Georg Eckert, dem Pressesprecher des Berufsverbands der Augenärzte, ist die Krankheit jedoch gut zu behandeln, indem operativ eine Kunstlinse eingesetzt wird. Die Sehkraft wird damit wieder vollständig hergestellt.
Dass schon bei jüngeren Menschen Grauer Star auftritt, kommt äußerst selten vor. "In diesem Fall sollte man sich vom Internisten untersuchen lassen, um zu klären, ob eine andere Erkrankung vorliegt. Schilddrüsenfunktionsstörungen und Diabetes, aber auch die Einnahme von Kortison können Grauen Star begünstigen", erklärt der Augenarzt.
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Schon bevor die Linsen sichtbar trübe werden, gibt es mehrere Anzeichen, dass sich Grauer Star entwickelt. Neben Lichtempfindlichkeit sind dies zunehmend verschwommenes Sehen wie durch einen Nebelschleier sowie Verschlechterung der Sehschärfe und des räumlichen Sehens. Zudem brauchen die Augen immer länger, um sich an den Wechsel von Hell und Dunkel anzupassen. Wenn die Trübung fortschreitet, kann man mit dem betroffenen Auge nur noch schemenhaft sehen.
Anfänglich lässt sich die unregelmäßige Lichtbrechung der Linse noch bis zu einem gewissen Grad mit einer Brille ausgleichen, doch früher oder später ist eine Operation unumgänglich - spätestens, wenn das schlechte Sehen die Lebensqualität deutlich einschränkt. Besser ist es, mit der OP nicht lange zu warten, da die Linse zunehmend verhärtet und sich schlechter entfernen lässt. Bei der Staroperation wird die getrübte Linse aus dem Auge entfernt und eine Kunststofflinse eingesetzt. Damit kann der Patient wieder wieder normal sehen, wenn keine weiteren Erkrankungen wie Grüner Star oder eine Makuladegeneration vorliegen.
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Doch eine Fähigkeit der natürlichen Linse fehlt der künstlichen: die Akkomodation, also auf verschiedene Entfernungen scharf zu stellen. Um dies auszugleichen, müssen die Operierten möglicherweise für die Ferne oder für die Nähe eine Brille tragen.
Die Katarakt-Operation gehört zu den häufigsten medizinischen Eingriffen und wird meistens ambulant durchgeführt. In Deutschland werden etwa 600.000 Menschen pro Jahr künstliche Linsen eingesetzt. Komplikationen seien äußerst selten, versichert Eckert. Die künstlichen Linsen hielten lebenslang, Abstoßungsreaktionen des Körpers seien nicht zu befürchten. "Manchmal bildet sich ein so genannter Nachstar", erklärt der Experte. "Das ist, als würde man durch ein beschlagenes Fenster schauen. Aber das kann man per Laser problemlos 'wegputzen'".
Die Operation ermöglicht den Betroffenen wieder ungetrübtes Sehen und kann für stark kurz- oder weitsichtige Menschen sogar einen angenehmen Nebeneffekt haben: "Wenn jemand vorher stark kurzsichtig war, kann man die Kunstlinse so anpassen, dass er nach der Operation nicht mehr ständig eine Brille tragen muss, wenn alles optimal verläuft. Dann ist allenfalls eine leichte Lesebrille nötig, wie bei normaler Altersweitsichtigkeit", sagt Eckert. Auch das Autofahren sei mit Kunstlinsen kein Problem, sofern keine weiteren Augenschädigungen vorlägen.
Quelle: tze
Milli schrieb:
am 17. Januar 2012 um 23:33:51
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Siggi 14,26,18
Das sollten Sie unbedingt machen. Ich hatte auf einem Auge 20% und auf dem anderen Auge 25% Sehfähigkeit. Habe aber erst das
eine Auge und 3 Wochen später das andere Auge operieren lassen, weil ich etwas misstrauisch war. Heute 90% bzw. 80%. Das ist ein völlig neues Lebensgefühl. Sicher, ich benötige eine Brille, wenn ich lese. Gerade das war für mich eine Strafe, weil es zu anstrengend war. Machen Sie es. Sie werden sehen, die Welt ist wieder bund.
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Hinni schrieb:
am 12. Dezember 2011 um 19:39:49
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Katarakt OP
Ich bin diesen Sommer an Beiden Augen Operiert Worden, meine Sehschärfe Betrug noch 20% auf das rechte Auge und auf das linke
Auge noch 30% also fast Blind, und nach der OP habe ich wieder eine Sehschärfe von 90% , Das Ganze wird Ambulant durchgeführt mit einer Örtlichen Betäubung. Zuzahlung 0 Euro, das ganze verläuft Schmerzlos nach der OP gibt es noch eine Tasse Kaffee dann geht Mann wieder Heim, das ist alles, es ist völlig schmerzlos
Und noch ein kleiner Tipp gebt mal bei Google Katarak
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Stachel schrieb:
am 6. Dezember 2011 um 14:38:27
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@ Jack
... und wer bezahlt die Betreuung für Blinde, wenn die Älteren keine OP mehr bekommen???
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