10.02.2011, 13:36 Uhr | jlu
Ertragreiche Obstbäume und Laubbäume mit dichtem Blätterdach sind für die meisten Hobbygärtner wichtiger Teil eines schönen Gartens. Doch die Realität sieht oft anders aus: Statt üppiger Früchte- und Blätterpracht hängen an vielen Bäumen nur vereinzelt ein paar Äpfel und Kirschen. Schuld daran ist in vielen Fällen ein falscher Baumschnitt: Wer etwa beim Schneiden von Ästen zu rabiat vorgeht oder die optimalen Schnittzeiten nicht beachtet, schadet den Gewächsen. Erfahren Sie hier die zwölf größten Fehler beim Baumschnitt.
Gartenexperten und Hobbygärtner wissen: Wer schöne Bäume haben möchte, kommt um einen regelmäßigen Baumschnitt nicht herum. Denn dadurch gelangen genug Sauerstoff und Licht an die Pflanze. Dies beugt Pilzbefall vor und macht Äpfel, Birnen und Co. schmackhafter. Außerdem macht das Stutzen die Äste stabil und sorgt dafür, dass der Baum nicht unkontrolliert in die Höhe wächst. Das Problem: "Beim Schneiden entstehen Wunden. Jeder Fehler kann deshalb die positiven Effekte zunichte machen", erklärt Jörg Eggert, Gartenbautechniker bei der Baumschule Eggert in Vaale.
Einer der häufigsten Fehler beim Baumschnitt: Aus Angst die Pflanze zu ruinieren, schneiden die meisten Hobbygärtner zu wenig ab. "Wer sich unsicher ist, sollte lieber zu viel abschneiden, dies schadet dem Gewächs in der Regel nicht", rät der Gertenexperte. Schlimmstenfalls gerate lediglich die Baumkrone außer Form, ergänzt Eggert. Schlimmer ist es, beim Stutzen zu vorsichtig zu sein. Denn dann hat der Baum keine Möglichkeit, schön zu wachsen und kräftige Zweige zu entwickeln. Als Schnittfaustregel gilt: Ein Drittel des Triebes kann abgeschnitten werden, bei Obstbäumen ist es sogar die Hälfte.
Viele verpassen zudem den richtigen Zeitpunkt. Generell gilt: Damit sich das Gewächs bis zum Austreiben erholen kann, erfolgt der Schnitt während der Ruhephase. Dies ist in der Regel in den Wintermonaten. "Bei Temperaturen von minus fünf Grad Celsius sollte man die Astschere aber im Schuppen lassen", rät Eggert. Der Grund: Bei Frost können Zweige abbrechen und den Baum schädigen. Bei stark austreibenden Sorten, die wenig Früchte tragen, wie Weiden, ist hingegen ein Sommerschnitt ratsam. Er verhindert, dass die Äste im Bauminneren zu dicht werden. Früh treibende Bäume, etwa Kugelahorn oder Robinie, schneidet man am besten im Herbst.
Damit der Baum eine schöne Form bekommt, ist es am besten, pyramidenartig zu schneiden. Der Gartenprofi erklärt, was das heißt: "Die unteren Zweige werden weniger stark zurückgeschnitten als die oberen, so dass die Triebe zur Krone hin leicht spitz zulaufen." Beim Schneiden junger Bäume werden ebenfalls Fehler gemacht. Viele vergessen etwa den so genannten Pflanzschnitt oder führen ihn zu spät aus. Wichtig ist, dass der junge Baum den Schnitt vor dem Einpflanzen erhält. Dabei wird so gestutzt, dass außer dem Leittrieb lediglich drei weitere Äste stehen bleiben. Der Effekt: Die Wurzel kann jetzt das gesamte Gewächs mit Nährstoffen versorgen, außerdem formt der Schnitt die Baumkrone.
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Rezepte für Plätzchen
jlu
Siggi schrieb:
am 15. Februar 2011 um 11:25:59
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Sauerstoff
Sauerstoff ist hier der falsche Begriff. Ich hätte das Wort Luft benutzt. Es geht darum im inneren des Baumes auszulichten, damit
das Obst Luft und Licht bekommt. Dieses Problem hat man an den äußeren Ästen nicht.
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Michèle schrieb:
am 14. Februar 2011 um 20:35:31
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Baumschnitt
Weiss der Herr Experte denn nicht das die Robinie eines der am spätesten austreibenden Gehölze ist? Jedes Frühjahr werde ich
von verzweifelnder Kundschaft gefragt ob denn der Baum tot sei,weil er noch kahl ist während alles andere treibt?
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Thomas schrieb:
am 14. Februar 2011 um 13:54:29
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Sauerstoff
Ich finde es bemerkenswert, dass unsere Obstbäume viel Sauerstoff brauchen. Das krieg ich irgendwie mit meinen
Biologiekenntnissen nicht auf die Reihe. Aber wer weiß....
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