22.07.2010, 16:24 Uhr | jmi
Wer wenig Platz für Grünes hat, muss in die Höhe gärtnern. (Foto: imago)
Prachtvoll blühende Rosensträucher, duftende Tomatensträucher – das ist der Stolz eines jeden Gärtners. Doch wer in der Stadt wohnt, hat auf dem Balkon oft wenig Platz für üppiges Grün. Die Lösung: Wenn in der Breite der Platz fehlt, muss eben nach oben gegärtnert werden. Mit diesen Tricks bekommen sie auch auf kleiner Fläche eine Menge Pflanzen unter.
Die Kunst beim vertikalen Gärtnern ist es, alles so unterzubringen, dass es sich an der Hauswand oder am Balkongeländer entlang ranken kann. Besonders kletterfreudig sind nicht nur Erbsen und Bohnen. Kleine Kürbisse wie der Hokkaido oder spezielle Kletterzucchini eignen sich perfekt, um damit den Balkon zu begrünen. Auch Beerenobst wächst gut in die Höhe. Wer Zierpflanzen mag, sollte sich an Clemantis oder Kletterrosen halten.
Damit die Pflanzen nach oben wachsen können, brauchen sie eine Kletterhilfe. Bei Gewächsen mit kleinen, leichten Früchten und Blüten reichen schon einige gespannte Seile oder Drähte, an denen die Ranken festgebunden werden. Kürbis oder Zucchini brauchen etwas mehr Halt – dafür sind Gitter aus Holz oder Metall geeignet. Auch billige Baustahlgitter aus dem Baumarkt stabilisieren die Pflanzen. Die meisten wachsen so schnell und üppig, dass die Metallstützen nach wenigen Tagen unter einer grünen Blätterdecke verschwinden.
Im Fachhandel gibt es verschiedene Blumentöpfe, die extra zum Aufhängen oder in die Wand Schrauben gedacht sind. Außergewöhnlicher sind so genannte Pflanztaschen, die man entweder kaufen oder auch leicht selbst machen kann. Dafür braucht man ein bis zwei Quadratmeter dünnen Filz- oder Vliesstoff für das Innere der Tasche, reißfestes Bändchengewebe für die mittlere Schicht und für drum herum einen Jutesack. Die Stoffe legt man einfach aufeinander und tackert oder näht sie in den Jutesack. Dann wird die Tasche mit Erde befüllt, bepflanzt und mit einem Seil oder einer Kette an der Hauswand befestigt.
Für kleine Kräutergärten gibt es eine besonders clevere Lösung. An einer Halterung mit integrierter Spule können die Pflanzsäcke und Hängekörbe befestigt werden und mit einem Seil rauf- und runtergelassen werden. Beides gibt es im Fachhandel. Fürs Gießen und Ernten sind die Kräuter so auf einer bequemen Höhe, in der restlichen Zeit werden sie platzsparend nach oben gezogen.
Um auf dem Balkon viel unterzubekommen, müssen die Pflanzgefäße möglichst klein sein. Das bedeutet aber vor allem im Sommer eine Portion Extrapflege. Wer möchte, dass seine Pflanzen hoch hinaus kommen, muss also häufig gießen und regelmäßig düngen.
Quelle: t-online.de
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