
17.11.2011, 12:35 Uhr | msh, dpa-tmn
Traditionelle Weihnachtsleckerei: Christstollen (Foto. imago)
Ein Stollen gehört zu Weihnachten wie der Christbaum: Mandel-, Quark- oder Butterstollen lassen den Fans der traditionellen Weihnachtsleckerei das Wasser im Mund zusammen laufen. Trotz der zeitintensiven Zubereitung backen echte Liebhaber den Stollen selbst. Damit der Stollen gelingt, gibt es hier Tipps zum Backen, Lagern und Aufessen.
Stollen selbst zu backen, ist mit den richtigen Tipps ganz einfach: Machen Sie zuerst einen Hefeteig ohne die Trockenfrüchte und lassen Sie diesen mindestens 60 Minuten gehen. Danach wird der Teig mit den Früchten vermengt. Der fertige Teig soll eher gedrückt als geknetet werden. Wird der Teig zu lange geknetet und geht er zu lange, wird er später trocken. Der Grund ist, dass sich das Fett aus der Teigverbindung löst und absetzt. Es fehlt dann in der Teigkrume, heißt es in der Zeitschrift "Essen & trinken". Saftiger wird der Kuchen auch durch Zugabe von Marzipanrohmasse.
Ob man eine Stollenbackform benötigt oder nicht, muss man ausprobieren: Wer Angst vor auseinanderlaufenden Stollen und verbrannten Rosinen hat, sollte es mit einer Stollenbackform probieren. Auch selbstgefaltete Alufolien-Manschetten können verhindern, dass das gute Stück zu flach aus dem Ofen kommt. Verbrannte Rosinen kann man laut "Stiftung Warentest" auch mit folgenden Tipp verhindern: Nehmen Sie vor dem Zufügen der Trockenfrüchte etwas Teig ab, rollen Sie diesen dünn aus und hüllen Sie den fertigen Stollen vor dem Backen damit ein. Die Rosinen sind so nicht direkt an der Oberfläche und verbrennen nicht.
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Nach dem Backen wird das ofenwarme Gebäck mit Butter bepinselt und danach großzügig mit Puderzucker bestäubt. Die Butter soll die Aromen ins Innere des Stollen transportieren. Der Puderzucker dient als Aromaschutz, der das Entweichen der Aromastoffe verhindert. Außerdem wird der Stollen durch Butter und viel Zucker haltbar gemacht.
Wie lange ein Stollen vor dem Verspeisen ruhen muss, ist Ansichtsache. Mindestens eine Woche Geduld sollte man bei einem Christstollen auf jeden Fall haben. Denn erst einige Zeit nach dem Backen entfalten sich die Aromen vollständig. Schneiden Sie den Stollen dann von der Mitte her auf. Schiebt man die zwei Hälften danach wieder gut zusammen, wird das Austrocknen zumindest eine Zeit lang verhindert. Quarkstollen oder Mohnstollen müssen kaum ruhen, diese kann man auch früher essen.
Kühle Temperaturen, ein dunkler Ort und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 70 Prozent sind ideale Bedingungen zum Lagern von Stollen. Am besten wickelt man den Stollen in ein Leinentuch und bewahrt ihn in einer Blechdose auf. Alternativ kann man das Gebäck auch fest in Alufolie einwickeln. Ein Christstollen oder Dresdner Stollen soll sich gut drei Monate halten. Bei Mohnstollen muss man vorsichtiger sein, weil Mohn schnell ranzig wird. Vier Wochen kann man diesen aber auch aufbewahren.
msh, dpa-tmn
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