22.12.2011, 11:23 Uhr | akl
Gefälschte Arzneimittel werden meist über das Internet vertrieben. (Quelle: imago)
Gefälschte Arzneimittel sind ein großes Risiko für die Gesundheit. In Deutschland werden gefälschte und illegale Arzneimittel hauptsächlich das Internet betrieben. Aber wie erkennt man die schwarzen Schafe? Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sagt, worauf Sie beim Kauf von Medikamenten im Internet achten sollten.
Der Zoll, die Polizei und die Arzneimittelbehörden arbeiten eng zusammen, um Arzneimittelfälschungen aus dem Verkehr zu ziehen und zu verhindern, dass diese in den Handel gelangen. Während laut Angaben des BfArM im Jahr 2006 654 Arzneimittel-Sendungen mit gefälschtem Inhalt am Frankfurter Flughafen vom Zoll sichergestellt wurden, waren es 2010 bereits 19.478. Kommt ein Patient mit ihnen in Kontakt, kann das gefährliche Folgen haben.
Gefälschte Arzneimittel enthalten oft zu wenig, falsche oder gar keine Wirkstoffe. Eine erhöhte Wirkstoffkonzentration, die Beimengung anderer Hilfsmittel sowie toxische oder bakterielle Verunreinigungen sind ebenfalls keine Seltenheit. Bei der Einnahme solcher Arzneien könne weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen eingeschätzt werden. Die hauptsächliche Bezugsquelle für solche Arzneimittel ist das Internet. Doch nicht nur für Patienten sind Fälschungen schwer zu erkennen. Auch Fachleute, wie Apotheker und Ärzte tun sich schwer. Das liegt daran, dass Verpackung und Aussehen meist sehr professionell wirken. Oft können erst analytische Untersuchungen im Labor die schwarzen Schafe enttarnen, so das BfArM.
Bei der Einnahme mehrerer Medikamente sind gefährliche Wechselwirkungen möglich. Auch Lebensmittel beeinflussen die Wirkung. zum Video
Das BfArM nennt Anhaltspunkte, wie man illegale Internetapotheken erkennen kann. Denn über diese werden die gefälschten Medikamente meist vertrieben. Vorsicht ist geboten, wenn verschreibungspflichtige Arzneimittel auch ohne Rezeptnachweis zu bekommen sind. Auch wenn das Rezept angeblich über eine ärztliche Online-Beratung ausgestellt werden kann, sollte man skeptisch sein. Denn ohne Arztbesuch kann kein gültiges Rezept erworben werden. Wird zudem noch mit schnellen und spektakulären Behandlungserfolgen - oft ganz ohne Nebenwirkungen - geworben, sollte vom Kauf Abstand genommen werden. Ist auf der Webseite keine Post-Adresse, sondern nur eine E-Mail angegeben, sollte man auch besser die Finger davon lassen.
Hier sehen Sie ein Muster des Sicherheits-Logos. Ist dieses Logo auf der Webseite der Versandapotheke zu finden, ist sie für den Versandhandel zugelassen.
In Deutschland wurde vom Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit ein Apothekenregister mit dazugehörigem Sicherheitslogo erstellt. Nur Apotheken, die behördlich für den Versandhandel zugelassen sind, bekommen das Logo und sind im Versandapothekenregister aufgezeigt.
Jede behördlich genehmigte Internetapotheke wird in dem Register aufgenommen. Allerdings besteht für alle Apotheken die Möglichkeit, nicht vom Sicherheitslogo Gebrauch zu machen: "Es gibt einige seriöse Versandapotheken, die kein Logo auf ihrer Internetseite haben. In einem solchen Fall sollten sich die Verbraucher an die zuständige Behörde wenden und dort anfragen, ob die Apotheke seriös erscheint", empfiehlt Iris Gödecker vom der Pressestelle des DIMDI. "Das DIMDI überwacht die Versandapotheken nicht, sondern stellt nur das Logo und das Register zur Verfügung."
Schauen Sie, ob die Versandapotheke das Sicherheits-Logo auf ihrer Webseite hat. Klicken Sie darauf. Jetzt öffnet sich die Webseite des DIMDI mit dem dazugehörigem Registereintrag. Überprüfen Sie, ob die URL des nun geöffneten Fensters mit "http://versandapotheken.dimdi.de/" beginnt. Öffnen Sie nun die Webseite der Apotheke über den im Register angegeben Link und führen Sie die Bestellungen in diesem neuen Fenster durch.
Hier finden Sie den passenden Arzt in Ihrer Nähe und sehen, wie andere Patienten ihn bewertet haben. Arztsuche starten
akl
Uwe schrieb:
am 25. Dezember 2011 um 14:49:39
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gefälschte ArzneimittelDie Zaghlen sprechen für sich
Die Zahlen sprechen für sich. Es gibt aber für alles und jedes Ungläubige, auch das
ist in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit erlaubt. Die Aufregung wird groß, wenn der Zoll auf die Weiterleitung der Fälshungen verzichtet und dann die ersten ungläubigen Toten auf der Straße herumliegen
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vanja schrieb:
am 25. Dezember 2011 um 12:08:55
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gefälschte Arzneimittel
Meiner Meinung nach ist das meiste Hysterie, um zu verhindern, dass Originalmedikamente durch Import bzw. Reimport
preiswerter auf den deutschen Markt kommen , ein reines Vorgehen zum Bestandsschutz der Apotheken, und der Steuern !
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