15.11.2011, 16:31 Uhr | dpa, TU Darmstadt
Alzheimer könnte zukünftig in der Nase früher erkannt werden. (Quelle: Archiv)
Eiweiß-Ablagerungen in der Nase weisen schon Jahre vor den ersten Symptomen auf eine Alzheimer-Erkrankung hin. Das haben nun Chemiker der Technischen Universität Darmstadt festgestellt. Diese Entdeckung ermöglicht eine Alzheimer-Früherkennung und genauere Aussagen über das Stadium der Krankheit. Sieben Fragen rund um Alzheimer.
Alzheimer ist bisher unheilbar und nur schwer zu diagnostizieren. Mit der an der Technischen Universität Darmstadt entwickelten Methode könnte die Hirnkrankheit nun Jahre vor Auftreten der ersten Symptome diagnostiziert werden. Die Chemiker stellten fest, dass sich Ablagerungen des sogenannten Tau-Proteins, die zum Absterben betroffener Hirnzellen führen, bereits vor Beginn einer Demenz in der Nasenschleimhaut nachweisen lassen.
"Bisher war lediglich bekannt, dass sich die schädlichen Ablagerungen nicht nur in Hirnzellen, sondern auch in den Nervenzellen der Augen zeigen", erklärte Professor Boris Schmidt vom Clemens-Schöpf-Institut für Organische Chemie und Biochemie. "Daher wurde eine Diagnose per Retina-Scan favorisiert. Dabei sollen fluoreszierende Farbstoffe die Ablagerungen im Auge für den untersuchenden Arzt sichtbar machen." Bei Forschungsarbeiten an solchen Farbstoffen entdeckten die Chemiker und der Pathologe Roland Heyny-von Haußen, dass diese auch Ablagerungen in der Nasenschleimhaut sichtbar machten. „Wir haben die typischen Ablagerungen an den sogenannten Bowman-Drüsen in der Nase gefunden, die unter anderem das Nasensekret produzieren“, so Schmidt.
Da es zwischen den Veränderungen in der Nasenschleimhaut und den Hirnstrukturen einen Zusammenhang gibt, erlaubt die Untersuchung der Nasenschleimhaut bisher genauere Aussagen als eine Diagnose per Netzhaut-Scan, erläutert Schmidt: „Je mehr Tau-Ablagerungen wir in den Nasen der Patienten gefunden haben, desto stärker waren auch die Hirnstrukturen befallen – ein solcher Zusammenhang konnte bei den Ablagerungen im Auge bislang nicht sicher festgestellt werden.“
Von Vorteil bei einer Nasen-Untersuchung sei, dass sie für den Patienten einfacher ist. Für eine Vorsorgeuntersuchung könne die Farbsubstanz zum Aufspüren der Tau-Proteine in Tablettenform oder per Nasenspray verwendet werden, heißt es in der Mitteilung. Die Suche nach den verfärbten Ablagerungen könne dann mit einem Licht-Endoskop erfolgen.
In einer klinischen Studie untersuchen die Darmstädter nun zunächst die Nasenschleimhaut von 100 verstorbenen Alzheimer-Patienten, um den frühestmöglichen Diagnosezeitpunkt feststellen zu können. Parallel dazu wird an der Ludwig-Maximilians-Universität in München die endoskopische Diagnostik an Alzheimer-Patienten erprobt.
Da Alzheimer bis heute nicht heilbar ist, liegt die Hoffnung in Therapien, die ein Fortschreiten der Krankheit verzögern oder aufhalten. Unabdingbar für deren wirkungsvollen Einsatz ist jedoch eine möglichst frühzeitige Diagnose der Erkrankung.
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Quelle: dpa
Irene schrieb:
am 15. November 2011 um 18:52:31
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(19)
Früherkennung Alzheimer
Ob das ein Indiz ist, das weiß ich nicht, aber bei meiner Mutter war bereits zwei bis drei Jahre, bevor sie an
Demenz litt, ihr Geruchssinn ganz ausgefallen. Sie kochte, backte, wir gingen essen, alles schmeckte ihr, aber sie konnte geruchsmäßig nichts mehr wahrnehmen. Wir haben uns gut verstanden und auch die Zeit ihrer Krankheit war recht schön. Ich kannte ihr ganzes Leben und konnte auf alle ihre (teils auch verwirrten) Aussagen und Fragen adäquat reagieren. Sie fühlte sich geborgen.
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ICH haben zum glück kein schrieb:
am 15. November 2011 um 18:30:26
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(13)
Alzheimer
wenn das so sein sollte dann hoffe ich doch das die medizinforschunge endlich ein mittel gegen diese tragische krankheit hat,es
wäre wünschenswert und jonny 58 dein sarkasmus rühmt dich,nur hoffe ich das du niemals diese krankheit haben wirst damit macht man leider keinen spass denk mal drüber nach.
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querdenkende schrieb:
am 15. November 2011 um 18:18:43
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(14)
Alzheimer Früherkennung
Den Forschern sei Dank, daß es die berechtigte Hoffnung gibt, der Krankeit früh auf die Spur zu kommen. Da jedoch
die Krankenkassen nicht rechnen können, ist
zu befürchten, daß sie die Vorsorge nicht bezahlen werden.
.
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