04.11.2011, 13:21 Uhr | dapd, cme
Alzheimer: Betroffene sind häufig gereizt und streitlustig. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Vergesslichkeit gilt als das erste Anzeichen für Alzheimer. Was viele nicht wissen: Die Krankheit kann auch mit ganz anderen Symptomen beginnen - zum Beispiel mit ungewöhnlichen Verhaltensänderungen wie Misstrauen oder verstärkter Streitlust. Diese Warnsignale weisen auf Alzheimer hin.
"Nicht nur das nachlassende Kurzzeitgedächtnis ist ein Indiz für eine Demenz", erklärt Martin Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP). "Neben wachsender Unaufmerksamkeit, dem Vergessen von Terminen, Wortfindungsstörungen sowie verstärkter Orientierungsschwäche sind bei den Betroffenen anfangs recht häufig Verhaltensveränderungen zu beobachten", so der Experte. Dazu gehörten verstärkte Ängstlichkeit, Traurigkeit, Unsicherheit sowie der Rückzug aus dem Bekanntenkreis. "Streitbarkeit, Misstrauen und sogar Feindseligkeit bei ehemals sanftmütigen, ausgeglichenen Menschen können ebenfalls erste Anzeichen für eine Alzheimer-Krankheit sein", sagt Haupt. Zudem können häufige Unruhe, Nervosität, Schlafprobleme und schnelle Reizbarkeit auf die Krankheit hindeuten.
Kürzlich hatte eine spanische Studie gezeigt, dass fast jeder zweite Alzheimer-Patient anfangs keine Gedächtnisprobleme hatte, sondern anderweitig aufgefallen war: wegen Verhaltens-, Sprach- oder Sehstörungen oder weil sie nicht mehr in der Lage waren, Aufgaben zu übernehmen und zu Ende zu bringen. Bei mehr als der Hälfte derjenigen, die diese atypischen Symptome zeigten, hatten die Ärzte eine falsche Diagnose gestellt; in 47 Prozent der Fälle wurde die Erkrankung erst nach dem Tod diagnostiziert.
Eine frühe Diagnose ist wichtig, um die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Beim Auftreten möglicher Demenz-Anzeichen sollten Betroffene in Begleitung eines Angehörigen einen Psychiater aufsuchen. "Denn eine frühe Erkennung und eine umfassende Behandlung sind bei Alzheimer entscheidend", betont Martin Haupt. "Heute kann mithilfe verschiedener Therapiemaßnahmen das Fortschreiten der Hirnfunktionsstörung um einige Jahre verzögert werden", sagt der Experte. Je früher die Behandlung beginne, desto besser könnten verbliebene Ressourcen angeregt werden und die Selbstständigkeit des Patienten erhalten bleiben.
Quelle: dapd
erich schrieb:
am 22. November 2011 um 13:47:22
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alzheimer
Ich persönlich kenne nur an Demenz erkrankte Männer. Also alles totaler Unsinn.
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minni schrieb:
am 17. November 2011 um 18:22:31
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alzheimer
Warum Frauen häufiger betroffen sein sollen halte ich für eine Diskriminierung. Mir selbst begenen häufiger ältere Männer, die
sich nicht mehr orientieren und versorgen können. Was sie von Frauen unterscheidet ist mehr Selbstbewußtsein, das durch nichts zu rechtfertigen ist.
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manuela schrieb:
am 7. November 2011 um 10:58:50
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alzheimer
ob es altersdemenz ist oder alzheimer, für mich war es ein solcher Schmerz/Schock, den ich bis zum heutigen Tage noch immer nicht
verwunden habe, wenn vater u. mutter nicht mehr wissen wer man ist, obwohl man fast täglich zusammen ist,obwohl man täglich beide versorgt, bekocht u. viel Zeit miteinander verbringt. Es war so traurig u. unfassbar für mich,weil ich nie daran gedacht habe, dass so etwas einmal sein könnte, das die eltern das eigene kind nicht mehr erkennen.
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