14.06.2011, 12:44 Uhr | jw
Bier nach dem Sport macht schlapp. (Foto: Imago)
Fast die Hälfte aller Vereinsfußballspieler in Deutschland geht nach dem Training mit den anderen Spielern noch ein Bier trinken. Doch Sportler und Fitnessstudiobesucher sollten nach dem Training besser auf Alkohol verzichten. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass durch den Alkohol im Blut die Regeneration des Körpers verlangsamt wird und die Muskeln weniger Kraft haben. Das verkündeten Sportmediziner aus Dresden und Berlin auf dem 40. Deutschen Sportärztekongress in Köln.
"Bier liefert zwar viele Kohlenhydrate", erklärt der Sportwissenschaftler Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln. "Aber der im Bier enthaltene Alkohol hemmt die Regeneration der Muskeln, so dass man sich den Trainingseffekt weg trinkt." Um dem Körper während des Sports genügend Energie zur Verfügung stellen, braucht der Körper Sauerstoff. Dabei entstehen im Körper freie Radikale, die die Zellstruktur angreifen. Um dem entgegen zu wirken, müssen dem Körper nach dem Sport Antioxidantien zugeführt werden. Rotwein gilt als ein Mittel mit Antioxidantien. Doch für Sportler ist er ungeeignet. "Die im Rotwein enthaltenden Antioxidantien bringen, zwar die gewünschte Wirkung, aber der Alkohol hemmt auch hier die Regeneration des Körpers", erklärt der Sportmediziner.
Nüsse, Beeren oder grüner Tee sind die gesünderen Alternativen, denn dort sind ebenfalls Antioxidantien enthalten. Wer seinem Körper nach dem Sport die verlorene Flüssigkeit optimal wiederzuführen möchte, sollte auf Apfelschorlen, ungesüßte Kräutertees und Mineralwasser zurückgreifen. Experten raten, dass man frühestens nach drei Stunden zum Bier oder Wein greifen sollte.
Innerhalb der ersten zwei Stunden nach dem Sport sollte man eine Mahlzeit zu sich nehmen, die reichlich Kohlenhydrate enthält. "Die Muskulatur ist in dieser Zeit besonders aufnahmefähig für Kohlenhydrate und in der nächsten Trainingseinheit kann man Erfolge sehen", erklärt Froböse. Die Kohlenhydrate liefern die wichtigen B-Vitamine, die für einen optimalen Energiestoffwechsel sorgen. Verzichten sollte man auf fettige Speisen, denn die Muskulatur kann so nicht ausreichend regenerieren, man fühlt sich schlapp am nächsten Tag.
Wer Muskeln aufbauen will, muss genügend Eiweiß zu sich nehmen. Eier, Fisch, Soja und magere Milchprodukte gelten als ideale Muskelnahrung. Eine aktuelle Studie zeigt, dass Produkte aus Magermilch die besten Effekte erzielen. Denn die Proteine in diesen Produkten werden langsamer verdaut als die aus Soja oder Molke. Den idealen Effekt erzielt man auch hier, wenn man das Eiweiß nach dem Training zu sich nimmt.
jw
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.
