08.03.2010, 00:00 Uhr | ag
Unter Albträumen leidet jeder Fünfte. (Foto: imago) (Quelle: imago)
Bodenlose Abgründe, Verfolgungsszenen oder Prüfungshorror: Von ruhigen und entspannten Nächten können viele Menschen nur träumen. Jeder fünfte Bundesbürger leidet mindestens einmal alle zwei Wochen unter Alpträumen. Ursachen für die nächtlichen Horror-Fantasien sind nach Erkenntnissen des Traumforschers Michael Schredl vom Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit nicht nur Stress, sondern auch genetische Veranlagung. Doch er kennt ein paar wirksame Strategien, um Albträumen vorzubeugen.
Bei Menschen, die ein schweres seelisches Trauma erlitten haben, kommen Albträume besonders häufig vor. In ihren Träumen wiederholt sich das Erlebte immer aufs Neue. Doch auch bei psychisch gesunden und stabilen Menschen spiegeln Albträume tatsächlich erlebte Ängste wider. Starke Belastungen wie Prüfungen, Krankheiten und andere Probleme schlagen sich besonders leicht in Form von Alpträumen nieder. Die Auseinandersetzung mit diesen Problemen findet häufig im Schlaf in den Albträumen statt. "Wer sich gegen Stress schlecht abgrenzen kann, ist eher gefährdet", erklärt Michael Schredl.
Laut einer Studie am Mannheimer Zentralinstituts für Seelische Gesundheit mit 1000 Teilnehmern sind es ganz bestimmte Themen, um die die nächtlichen Fantasien kreisen. Hierzu gehört das Fallen oder der Sturz in die Tiefe (39,5 Prozent) und das Gefühl, verfolgt zu werden (25,7 Prozent). Doch auch die Angst, sich nicht bewegen zu können, zu spät zu kommen oder bei Prüfungen zu versagen sind bekannte Motive immer wieder kehrender Albträume. Besonders Frauen leiden an den beunruhigenden Schlafstörungen: Von den weiblichen Befragten gab fast ein Viertel an, mehrmals im Jahr von Alpträumen geplagt zu werden. Bei den Männern waren es dagegen nur rund 16 Prozent
"Stress macht grundsätzlich schlechten Schlaf - und auch mehr Albträume", sagt Schredl. Allerdings hänge dies auch von der Veranlagung ab. "Kreative und sensible Menschen sind anfälliger." Gegen häufige und belastende Albträume gibt es durchaus Hilfe. Eine einfache Methode hat einen komplizierten Namen: Bild- oder Vorstellungs-Wiederholungs-Therapie (englisch: Imagery-Rehearsal-Therapy IRT). Dabei erfindet der Betroffene für einen erlebten Albtraum ein neues Ende und lässt ihn in dieser Form zwei Wochen lang tagsüber mehrmals im Kopf Revue passieren. Zahlreiche Studien haben bestätigt, dass dies - eingebettet in eine Verhaltenstherapie - die Albtraumhäufigkeit senkt.
Eine weitere, etwas zeitintensivere Methode ist das "Klarträumen" oder "luzide Träumen". Dabei ist sich der Träumende bewusst, dass er träumt - und kann auf den Verlauf des Traums Einfluss nehmen oder ihn beenden. Der Weg dahin führt nach Schredl über regelmäßige Realitätstests. Die Betroffen fragen sich tagsüber fünf- bis zehnmal: "Bin ich wach oder träume ich?" Dann kontrollieren sie, ob die Umgebung den Gesetzen der realen Wachwelt entspricht. Dieser "Realitätstest" wird im Laufe der Zeit so zur Gewohnheit, dass er auch im Schlaf praktiziert wird.
ag
#?!?# schrieb:
am 12. März 2010 um 19:34:26
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Albtraum-Schnell atmen...
Bei mir war das mal so schlimm, dass ich im Traum schnell atmete. Ich wurde im Traum von irgendwas verfolgt, von
dem ich schnell weglief. Daher das schnelle atmen (Schnappatmung)! Zum Glück wurde ich geweckt, und der Spuk hatte ein Ende. Das war schrecklich!
Am schlimmsten finde ich jedoch, wenn man mit Gewalt aufwachen will, aber man wacht nicht auf und bleibt weiter in seinem Traum, ganz komisch!!!
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Luis schrieb:
am 11. März 2010 um 13:30:22
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Albtraum
Schlimm wird das ganze wenn man so heftig Träumt das man auch um sich schlägt, gegenstände wirft und sogar aus dem Bett fällt.
Wie bei meinem Vater er hat sich schon zahlreiche Verletzungen zugezogen. Trotz Vorsichtmaßnahmen. Laut seinem Arzt läge das daran das er Zuckerkrank sei !!!
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Michael schrieb:
am 11. März 2010 um 13:00:02
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Luzides Träumen
Klarträume sind sehr interessant, allerdings sind seltsamerweise sehr wenige Menschen an ihnen interessiert. Man kann im
Traum absolut alles machen, die Toten zum Leben erwecken, mit dem Lieblings-VIP im Bett landen, fliegen, unter Wasser atmen, etc. Aber die Motivation muss sehr hoch sein und man muss Bücher dazu lesen. Gegen Albträume hilft vor allem eine hohe Sensibilität gegenüber dem Problem, eine offene Haltung gegenüber den Alltagsproblemen und man sollte seine Träume kennen.
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