14.10.2011, 12:53 Uhr
Wer zu lange auf Diät ist, dem droht der Jojo-Effekt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Übergewicht zu reduzieren ist zwar empfehlenswert, übertreiben sollte es man aber nicht. Denn wer zu lange auf Diät ist, riskiert, am Ende noch dicker zu werden. Schon drei bis vier Wochen Diäthaltenkönnen den Grundumsatz für rund zwölf Monate aus dem Takt bringen, warnt Professor Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Es droht der Jojo-Effekt. Der Experte erklärt, warum das so ist.
Der Kalorienverbrauch setzt sich aus Grund- und Leistungsumsatz zusammen. Der Grundumsatz hält alle lebenswichtigen Funktionen des Körpers aufrecht. Denn selbst beim Liegen brauchen Herz, Lunge oder das Gehirn Nährstoffe, um arbeiten zu können. Als Leistungsumsatz werden Kalorien bezeichnet, die durch Sport oder körperliche Arbeit verbrannt werden. Der durchschnittliche Grundumsatz einer Frau liegt bei 1200 bis 1500 Kilokalorien pro Tag. Männer kommen auf 1800 kcal. Eine Stunde Joggen im mittleren Tempo verbrennt etwa 650 kcal - zum Vergleich: Eine Pizza Salami hat rund 750 kcal. Wie hoch Ihr Kalorienbedarf ist, können Sie mit unserem Kalorienverbrauchsrechner herausfinden.
Frustfraß statt Speisespaß? Ausgewogen Essen ist für viele ein schwieriges Thema. Und welche Diät ist am sinnvollsten? zum Video
Der Hype ums Schlanksein hat viele allerdings dazu gebracht, ihren Kalorienverbrauch erschreckend weit heruntergefahren. Er liege etwa bei einer diäthaltenden Frau oft unter 1000 Kilokalorien. "Zwei dickbelegte Käsebrötchen am Tag - damit ist der Bedarf an Energie bei diesen Frauen schon fast gedeckt", sagt Froböse. Doch damit tut man sich keinen Gefallen: "Der größte Feind des Grundumsatzes ist die Diät", sagt Froböse. Denn der Körper sei darauf eingestellt, möglichst viele Funktionen aufrechtzuerhalten. Das Fasten signalisiere dem Körper einen Notstand, er fahre deshalb seinen Grundumsatz herunter und laufe auf Sparflamme.
Isst man nach dem Abnehmen wieder normal, speichert der Körper die zusätzlichen Kalorien für mögliche kommende Notzeiten. Dieser so genannte Jojo-Effekt macht sich mit mehr Kilos auf den Hüften bemerkbar. Viele wiegen deshalb nach einer Diät mehr als vorher. Wer seinen Grundumsatz aus dem Takt gebracht hat, braucht viel Geduld. Doch Froböse zufolge lässt sich der normale Grundumsatz wieder aufbauen: Nach zwölf Monaten liege er ungefähr auf Normalmaß. Drei Schritte führen dabei zum Erfolg: Am wichtigsten ist es, Muskelmasse aufzubauen, da Muskeln selbst im Ruhezustand mehr Energie verbrauchen als Fettgewebe. Krafttraining im Fitnessstudio ist dabei eine Möglichkeit.
Ausdauertraining ist der nächste Schritt. Die Zahl der zelleneigenen Kraftwerke (Mitochondrien) sollte durch gezieltes Training wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren erhöht werden. Der Grund: Je mehr Mitochondrien eine Zelle hat, umso mehr Energie kann sie produzieren - was sich wiederum positiv auf den Grundumsatz auswirkt. Als Drittes sollte man im Biorhythmus des Stoffwechsels essen: Am besten für den Körper sind drei Mahlzeiten am Tag mit jeweils fünf Stunden Pause. Zwischenmahlzeiten sollten vermieden werden.
Der Experte rät, morgens Kohlenhydrate zu essen und sich mittags nährstoffreich zu ernähren. Das heißt: Zum Frühstück kommen Vollkornmüsli oder -brot auf den Tisch, mittags eine Hauptmahlzeit aus Gemüse, Fisch oder Fleisch und einer Beilage wie Kartoffeln oder Reis. Abends sollte eiweißreich gegessen werden. Zugreifen sollte man also bei Eiern, Pute oder Salat. Ist der Grundumsatz auf ein Normalmaß hochgefahren, kann man mehr essen - und das ganz ohne an Gewicht zuzulegen. Der Körper verbrennt jetzt wieder mehr Kalorien.
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Quelle: dpa-tmn
schnegg schrieb:
am 11. November 2011 um 19:24:10
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Diäten
Bei 109 kg (1,68 m) fing ich an, mir Gedanken zu machen und begann mit Nordic Walking. Später kam noch Fitnesstraining dazu, das ich
leider bald einstellte. Seit 3 Wochen laufe ich bei Höhenluft (2500 m). Nach einem kurzen Training an den Geräten atme ich nochmals unter der Maske in einer Höhe von 3500 m. Das hilft mir, um keine Hungerattacken aufkommen zu lassen. Außerdem trinke ich mehr. Derzeit wiege ich noch 92 kg und hoffe, daß es noch weiter nach unten geht.
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Zetchmo schrieb:
am 24. Oktober 2011 um 22:17:07
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umstellung
Das ist das Prinzip von Dr. Pape - Insulindiät. Ist gut - man muss es aber streng und konsequent einhalten.
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Tini schrieb:
am 24. Oktober 2011 um 21:51:55
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Diäten
laßt die Finger von den "Wunder-Diäten". Ab und an abends keine Knabbereien Bier oder Wein und ihr seid schon einen Schritt
weiter. Heimisches Gemüse ohne Sahnesoße und das Hüftgold schmilzt und bleibt weg. Diäten belasten den Körper. Vernunft beim Essen ist Trumpf. Ich habe 63 kg bei 1,60 m Größe und fühle mich mollig. Meine Ärztin sagt: Gesundheit alles top und mein Mann mag meine "weichen Zonen".
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