07.09.2010, 11:10 Uhr | cme/ jmi
Zu viele Antibiotika können zur Gewichtszunahme führen. (Foto: imago)
Pommes und Eis machen dick, joggen hält schlank - das kennen wir. Doch die Wenigsten wissen, dass Abnehmen nicht nur positive Effekte hat, sondern dem Körper auch schaden kann. Beim Abspecken steigt nämlich die Konzentration organischer Schadstoffe im Blut. Und wussten Sie, dass Essen in Gesellschaft und rege Darmbakterien zusätzliche Kilos auf die Hüften bringen? Ungewöhnliche Fakten zum Thema Abnehmen.
Beim Abnehmen steigt die Konzentration schwer abbaubaren Chemikalien im Körper, sogenannter POPs. Das berichtet das "International Journal of Obesity" unter Berufung auf eine Studie. Zu den POPs gehört zum Beispiel das dioxinähnliche PCB, das als krebserregend gilt und in Deutschland seit 1989 verboten ist. Das Fettgewebe speichert diesen Schadstoff und setzt ihn ins Blut frei, wenn die Menschen dünner werden. Wer langsam über zehn Jahre hinweg abnimmt, ist dabei gefährdeter als derjenige, der in einer Crashdiät die Kilos verliert. Selbstverständlich sollten diese Ergebnisse kein Grund sein, dick zu bleiben. Denn die langfristigen gesundheitlichen Risiken, die bei Übergewicht entstehen, überwiegen.
Abnehmen lohnt sich also, auch wenn es nicht immer einfach ist. Neue Forschungen zeigen, dass dicke und dünne Menschen die Nahrung im Darm unterschiedlich verwerten. Übergewichtige haben demnach sehr effizient arbeitende Bakterien im Darm, während die Bakterien der Schlanken geradezu faul sind und demzufolge viele Kalorien ungenutzt passieren lassen. Zudem scheinen zahlreiche andere Faktoren Appetit und Kalorienverwertung zu beeinflussen: Schlafentzug führt beispielsweise nicht nur zu einem gesteigerten Appetit, sondern zusätzlich noch zu einem gedämpften Bewegungsdrang - weswegen unausgeschlafene Menschen eher an Gewicht zulegen.
Die psychologischen Faktoren des Essens wurden lange Zeit unterschätzt. Dabei ist längst bekannt, dass wir vor dem Fernseher mehr essen als am Esstisch. Nette Gesellschaft oder ein ansprechendes Büffet steigern ebenfalls den Appetit. Sogar die Portionsgröße hat Einfluss darauf, wie viel wir zu uns nehmen. So zeigen Studien, dass die meisten Menschen dazu neigen, den Teller leer zu essen - egal wie viel Essen sich darauf türmt. Auch ein Schokoriegel wird meist ganz gegessen, ganz gleich wie groß er ist. Kein Wunder, dass in Zeit von King-Size-Riegeln und XXL-Menüs das Übergewicht zunimmt.
Eine tröstliche Erkenntnis: Abnehmen ist möglich, allerdings gibt es dafür kein Patentrezept. Ob jemand mit Sport, mit bewusster Ernährung oder mit einer Kombination aus beidem besser klarkommt, muss jeder selbst ausprobieren. Leider haben einige Menschen es dabei schwerer, denn die Neigung zu Übergewicht wird vererbt. Allerdings beeinflussen die Gene das Gewicht nur etwa zu 50 Prozent. Den Rest hat jeder selbst in der Hand.
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FATTY schrieb:
am 13. November 2011 um 21:15:59
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@M.S.
Wer seit dem 5. Lebensjahr untergewichtig ist oder lebt, der ist dies nicht wegen seiner "ernährungsphysiologischen
Disziplin", sondern wegen seiner genetischen Ausstattung. Mit diesem Geschenk auch noch zu kokettieren ist ziemlich tröge! Offenbar stimmt aber genau hier die alte Volksweisheit: Der Mensch ist, was er isst!
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M.K. schrieb:
am 9. November 2011 um 19:24:25
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M.S.
Danken sie Ihrem Schöpfer für das "schöne Gewicht" und danach gehen sie in die Ecke und schämen sich für ihren hässlichen
Umgangston. Sie beweisen einmal mehr das "schlank sein" zuweilen recht überheblich macht.
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Harry schrieb:
am 9. November 2011 um 18:14:35
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abnehmen
Hallo, Obstler, das ist schon eine Gewaltkur, die du da machst. Ich könnte
das nicht. Aber ich habe seit 1.1.2011 insgesamt 17 kg
abgenommen, ganz
langsam und "leise". Es funktioniert! Morgens eine Scheibe Brot weniger,
zwischendurch mal Obst, mittags Fleisch oder Fischmit viiiiiiiel Gemüse,
abends nur Eiweiß (keine Kohlenhydrate). Keinen Alkohol und jeden 2.Tag
ca. 1,5 - 2 Stunden forsch gehen (Nordic walking usw.). Das klappt sicher.
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