21.04.2010, 14:08 Uhr | cme
Abnehmen beginnt im Supermarkt. (Foto: imago)
Endlich Feierabend: Es ist kurz vor Ladenschluss und der Kühlschrank muss noch gefüllt werden. Beim hastigen und hungrigen Einkaufen landen besonders häufig kalorienreiche Lebensmittel im Einkaufswagen. Experten wissen: Abnehmen beginnt bereits im Supermarkt - und genau da lauern auch besonders viele Fettfallen. Da ist der knurrende Magen, die Neugier auf neue Produkte und manchmal auch das Unwissen, wo sich heimliche Fette verstecken. Damit die Kalorienfalle nicht zuschnappt, sollten Sie wissen, wo die Dickmacher lauern.
Nicht immer ist der Fettgehalt von Lebensmitteln so offensichtlich wie bei Speck, Schmalz oder Schweinebauch. Besonders Wurst, Käse und Süßigkeiten enthalten oft einen hohen Anteil an versteckten Fetten. Es empfiehlt sich daher, beim Einkauf einen längeren Blick auf die Zutatenliste der Produkte zu werfen. Wo genaue Nährwertangaben fehlen, zählt die Reihenfolge: Je weiter vorne das Fett genannt wird, desto mehr ist davon enthalten. Bezeichnungen wie "Diät" oder "Light" sagen dagegen nichts über den Fettgehalt aus. Der Begriff "Diät" bezieht sich lediglich auf eine besondere Kostform, zum Beispiel für Diabetiker. Und bei Light-Produkten ist oft nur der Zuckeranteil reduziert.
Im Wurst- und Käseregal lässt sich leicht ein Ersatz für fettige Kalorienbomben finden: In 100 Gramm Salami verstecken sich satte 30 Gramm Fett, in der Teewurst sind es sogar 35 Gramm. Sie können etwa die zehnfache Menge an Sülze oder Hähnchen in Aspik essen, ehe Sie genauso viel Fett zu sich nehmen. Bei Käse und Milch gibt es viele Produkte, bei denen der Geschmacksunterschied zwischen Doppelrahm- und Halbfettstufe nur gering ist. Camembert beispielsweise ist mit 30 Prozent Fettgehalt nach einer etwas längeren Lagerung genauso lecker wie der 60-prozentige. Eine fettarme Alternative zu Roquefort oder Gorgonzola, die mit mehr als 30 Gramm Fett zu Buche schlagen, stellen der preiswerte Harzer (1 Gramm Fett) und der Hüttenkäse (5 Gramm Fett) dar. Auch aufs Naschen müssen Sie nicht komplett verzichten: Gummibärchen sind beispielsweise völlig fettfrei und damit figurfreundlicher als Schokolade.
Wer fettarm einkaufen will, sollte nicht vergessen, bei der Obst- und Gemüsetheke einen Stopp einzulegen. Hier darf man sich den Einkaufswagen getrost volladen. Fast alle Sorten von Obst und Gemüse sind nicht nur ausgesprochen fettarm, sondern liefern durch ihre hohe Nährstoffdichte dem Körper auch viele Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Diese fördern die Verdauung und sättigen, ohne das Gewichtskonto zu belasten. Auch Fisch sollte mindestens einmal pro Woche auf dem Einkaufszettel stehen. Fischstäbchen dagegen sind weniger empfehlenswert, da sich Panaden wie Schwämme mit Bratfett voll saugen.
cme
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