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"Rauchfrei 2008": Bundesregierung plant Erfolgsprämien für angehende Nichtraucher

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Alle sechs Sekunden stirbt ein Raucher

07.02.2008, 08:26 Uhr | dpa

Die letzte Zigarette? Wer dauerhaft aufhört, kann 2.500 Euro gewinnen. (Foto: Imago)Die letzte Zigarette? Wer dauerhaft aufhört, kann 2.500 Euro gewinnen. (Foto: Imago)Jährlich sterben 5,4 Millionen Menschen an den Folgen des Tabakkonsums - alle sechs Sekunden einer. Mit diesen drastischen Zahlen rüttelt ein umfassender Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf. Damit gehört Rauchen zu den häufigsten Todesursachen. Die Experten schätzen, dass im 20. Jahrhundert insgesamt 100 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben sind. In Deutschland will die Regierung die schätzungsweise 20 Millionen Raucher mit der Kampagne "Rauchfrei 2008" zum Abgewöhnen motivieren - unter anderem mit Geldprämien.

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Bald eine Milliarde Tote durch Rauchen?

Die WHO schätzt, dass im 20. Jahrhundert insgesamt 100 Millionen Menschen an den Folgen des Rauchens gestorben sind. Angesichts des zunehmenden Tabakkonsums könnten es im 21. Jahrhundert eine Milliarde Tote werden, warnt die Organisation. Während in den Industrieländern die Tendenz zum Rauchen nachlasse, griffen in den Entwicklungsländern immer mehr Menschen zum Glimmstängel. Die Daten des neuen Berichts stammen aus 179 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen und erfassen 99 Prozent der Weltbevölkerung. Die Organisation der Vereinten Nationen schlägt darin auch sechs Maßnahmen vor, wie der weltweit wachsende Tabakkonsum eingedämmt werden kann. Dazu gehören die höhere Besteuerung von Tabak, ein striktes Verbot von Zigarettenwerbung sowie Aufklärung und Hilfsprogramme für Raucher, die von der Sucht loskommen wollen.

"Rauchfrei 2008" startet am 1. Mai

Die deutschlandweite Kampagne "Rauchfrei 2008" unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will Raucher mit Preisen in Höhe von insgesamt 10.000 Euro zum Aufhören bewegen. Vom 1. Mai an sollen sich Raucher dazu verpflichten, vier Wochen lang nicht zu qualmen. Ein Jugendlicher und ein Erwachsener, die das nachweislich durchhalten, können jeweils 2.500 Euro gewinnen. Für deren Helfer gibt es je 2.500 Euro. Jeder siebte Raucher denkt einer Studie der DAK zufolge wegen der Rauchverbote daran, mit dem Qualmen aufzuhören. Rund drei Viertel der Raucher wollten aus gesundheitlichen Gründen dem Laster entsagen, sagte Bätzing. Bei 12- bis 17-Jährigen ging die Raucherquote bereits von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 18 Prozent 2007 zurück.

Appell an Freiwillige

Bätzing schloss die Notwendigkeit staatlicher Regelungen für Nichtraucherzonen in Fußballstadien nicht aus. "Wir versuchen es zunächst mit einer freiwilligen Selbstverpflichtung", sagte die Drogenbeauftragte. Sie will die Deutsche Fußball Liga (DFL) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in die Pflicht nehmen. Das Aktionsprogramm Tabakprävention soll mehr Vorsorge für Kinder, Jugendliche sowie für Frauen bieten. Zugleich solle über ein Verbot von Tabakwerbung auf Großflächenplakaten entschieden werden.

250.000 erfolgreiche Teilnehmer

Seit 2000 haben mehr als 250.000 Menschen nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an den "Rauchfrei"-Kampagnen teilgenommen. Fast jeder Dritte hat auch ein Jahr nach dem Wettbewerb nicht geraucht. Auf Deutschlands größter Internet-Datenbank zur Tabakentwöhnung können sich Raucher über rund 3000 Angebote informieren. Jeder Raucher wolle anders beraten werden - beim Arzt, im Kurs, im Internet, mit Hypnose oder mit Bachblüten, sagte BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Der Chemiekonzern BASF will mit einer weltweiten Aktion im Mai rauchenden Mitarbeitern helfen, vom Laster loszukommen. Bundesweit sterben bis zu 140.000 Menschen pro Jahr nach Angaben des Deutschen Krebsforschungszentrums an den Folgen des Rauchens.

Einer von zehn Todesfälle durch Rauchen verursacht

Rauchen ist nach WHO-Angaben Risikofaktor für sechs der acht führenden Todesursachen weltweit. Einer von zehn Todesfällen bei Erwachsenen gehe auf Tabak zurück. Tabak töte bis zu jeden zweiten Konsumenten. Fast die Hälfte aller Kinder der Welt sei durch Passivrauchen belastet. Wegen des zeitlichen Verzugs zwischen Tabakkonsum und resultierenden Gesundheitsschäden habe die "Tabakepidemie" gerade erst begonnen, befürchtet die WHO

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dpa  

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