05.01.2009, 11:48 Uhr | bri
Steffi Grafs Fitness-Studios verlieren bei "Öko-Test". (Foto: dpa)Wer seine Weihnachtspfunde loswerden will, hat die Qual der Wahl: In jeder größeren Stadt kann man bei Fitnessketten wie "McFit" oder "Fitness-Company" auf Laufbändern schwitzen oder Hanteln stemmen. Wie gut die Anbieter sind, hat "Öko-Test" ermittelt. Für den Test wurden Probanden in die Studios geschickt. Die Tester repräsentierten ein breites Kundenspektrum: Vom jungen Mann bis hin zum Rentner, der schon das ein oder andere Problem mit der Gesundheit hat. Das Ergebnis: In einigen Studios kann man für wenig Geld vernünftig trainieren. Die von Steffi Graf gegründete Kette "Mrs. Sporty" enttäuschte dagegen.
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Schon beim Probetraining traten Mängel zutage: Bei "McFit" war häufig nur ein Trainer im Dienst und dieser musste sich auch noch um das Telefon kümmern, beklagen die Tester. In einem Studio der "Fitness-Company" hieß es "ohne Vertrag kein Probetraining", obwohl der Tester am Telefon ein Probetraining vereinbart hatte. Den besten Eindruck machte Kieser Trainig. Dort nahmen sich die Trainer viel Zeit für einen Schnupperkurs und korrigierten Fehler bei den Übungen.
Kritikpunkt bei den Trainingsplänen war häufig, dass diese kaum auf die Bedürfnisse der Tester zugeschnitten waren. Vor allem mit der Fitnesskette "Mrs. Sporty" waren die Tester unzufrieden: Bei einer Testerin mit einer Bandscheibenwölbung ging die Trainerin einer "Mrs. Sporty"-Filiale nicht darauf ein. Auch das Aufwärmen fehlte in den Trainingsplänen von "Mrs. Sporty". Gut dagegen "McFit": Dort gehören Aufwärmen, Cool-down-Programm und Dehnungsübungen immer dazu.
In punkto Ausstattung fiel ebenfalls "Mrs. Sporty" negativ auf. In einer Filiale gab es keine Duschen in einer anderen mussten sich die Trainierenden die Toiletten mit der Kundschaft eines Kaufhauses teilen. Wegen dieser Mängel und der schlechten Betreuung gab es für "Mrs. Sporty" nur die Note "ausreichend".
Am besten schnitt die Fitness-Kette "Injoy" ab. Positiv empfanden die Tester die kompetente Eingangsuntersuchung, sogar eine Ernährungsberatung wurde angeboten. Das Angebot an Geräten war groß, ebenso das Kursangebot. Dafür gab es die Testnote gut. Ebenfalls gut schnitt "McFit" im Test ab. Dort kann man bereits ab 19 Euro pro Monat trainieren. Bei "Injoy" geht's erst ab 60 Euro los.
"Kieser-Training" ging nicht in die Gesamtbewertung ein, da diese Trainingsmethoden zu speziell sind, um sie mit den Angebot der anderen Fitness-Studios zu vergleichen. Es handelt sich bei der Kieser-Trainingsmethode um therapeutisches Krafttraining. Ausdauertraining wird nicht angeboten. Positiv fiel bei "Kieser" die Betreuung der Testkunden auf.
Das Fazit der Tester: Ein ideales Studio gibt es nicht. Für junge und gesunde Menschen bietet "McFit" ein gutes Preis-Leistungsverhältnis. Bei "Kieser Training" sind jene richtig, die bereits Rückenprobleme haben und ein Spezialtraining für bestimmte Muskeln benötigen. Zudem raten die Tester, bereits beim Probetraining darauf zu achten, wie engagiert die Trainer um ihre Kunden sich kümmern. Aufschlussreicher als ein einzelner Schnupperkurs ist außerdem ein ganzer Probemonat.
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