17.06.2011, 08:25 Uhr | afp/dpa
Die "Milch-Schnitte" wurde zur dreistesten Werbelüge 2011 gewählt. (Foto: imago)
Sie hält nicht, was die Werbung verspricht: Deshalb geht der "Goldene Windbeutel" 2011 an die "Milch-Schnitte". Das Ferrero-Produkt ist damit die dreisteste Werbelüge des Jahres. Zu diesem Ergebnis kommt eine Online-Abstimmung der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch: Mehr als 51.000 Verbraucher (43,5 Prozent) stimmten für die "Milch-Schnitte" ab. Fünf Kandidaten standen zur Auswahl: Klicken Sie sich hier durch das Ergebnis der Wahl zum "Goldenen Windbeutel" 2011.
Von wegen leichte Zwischenmahlzeit: 60 Prozent der "Milch-Schnitte" bestehen laut Foodwatch aus Zucker und Fett. Damit stecken in einer Schnitte mehr Zucker, Fett und Kalorien als in einem Stück Schoko-Sahnetorte. "Die Ferrero-Manager täuschen ihre Kunden nach Strich und Faden, wenn sie ein solches Produkt als sportlich-leichte Zwischenmahlzeit bewerben", sagte Anne Markwardt, die Leiterin der Kampagne gegen Etikettenschwindel. Mit einer so extrem irreführenden Werbung trage Ferrero eine erhebliche Mitverantwortung dafür, dass in Deutschland bereits 15 Prozent der Kinder als übergewichtig gelten würden.
Doch es gibt noch weitere Produkte, die ihr Werbeversprechen nicht halten. So landete der Joghurt "Activia" von Danone mit 28,9 Prozent der Stimmen auf Platz zwei der Etikettenschwindelliste. Den dritten Rang belegten die Bonbons "Nimm 2" von Storck (16,1 Prozent der Stimmen). Den vierten Platz der dreistesten Werbelüge heimsten die "Ferdi Fuchs Mini-Würstchen" von Stockmeyer (5,9 Prozent) ein. Auf Platz fünf folgte das Produkt "Schlemmertöpfchen Feine Gürkchen" von Kühne (5,7 Prozent).
Weil sie wissen wollen, was enthalten ist, lesen sich viele Menschen die Infos auf Produkten durch. Mit diesem Gerät kann man sich Zutaten und Herkunft vorlesen lassen. Sprechende Verpackung: zum Video
Insgesamt nahmen 117.688 Menschen auf der Internetseite abgespeist.de an der Abstimmung teil. Die Stimmabgabe lief vom 16. Mai bis zum 16. Juni 2011. Foodwatch hatte fünf Produkte zur Wahl gestellt. In diesem Jahr wurde der Preis zum dritten Mal verliehen. 2010 erhielt die Molkerei Zott den "Goldenen Windbeutel" für den "Monte Drink": Der Hersteller Zott habe das Milchmischgetränk als ausgewogene Zwischenmahlzeit und idealen Pausensnack angepriesen, obwohl es mehr Zucker als Cola enthalte, erklärte Foodwatch. 2009 wählten die Verbraucher den probiotischen Danone-Joghurt "Actimel" zur dreistesten Werbelüge.
Auf die Kritik von Foodwatch erklärte Ferrero, dass der Verzehr einer "Milch-Schnitte" als Zwischenmahlzeit prinzipiell nicht einem "ausgewogenen, sportlichen Lebensstil" widerspreche. Mit Sportlern als Werbepartnern werde gezeigt, "dass Ernährung und Bewegung zusammen gehören". Außerdem betreibe man regelmäßig Marktforschung, wie die Konsumenten die Qualität der Ferrero-Produkte und die Aussagekraft der Werbung einschätzten. Bisher gebe es keine Hinweise darauf, dass die Werbung als irreführend empfunden wird. "Wir stimmen den Vorwürfen von Foodwatch daher keinesfalls zu und nehmen den Negativaward nicht an." Das Unternehmen versicherte, dass ihm die Meinung der Verbraucher "selbstverständlich sehr wichtig" sei.
Auch die anderen Hersteller wiesen die Kritik zurück: Die von Foodwatch ausgelöste Kampagne sei "nicht gerechtfertigt", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Kühne, Andreas F. Schubert. Der "Nimm 2" Hersteller Storck erklärte, die Vitamine böten gegenüber anderen Süßwaren "einen zusätzlichen Nutzen". Das Bonbon werde aber "in keiner Weise als Ersatz für andere Lebensmittel beworben". Auch Danone äußerte sich zur jüngsten Kritik von Foodwatch: Die Wirkung des Joghurts gelte als "eindeutig wissenschaftlich belegt". "Activia" könne "ein aufgeblähtes Gefühl reduzieren oder eine träge Verdauung regulieren". Mehr werde auch nicht suggeriert, erklärte das Unternehmen.
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Rezepte für Plätzchen
Quelle: dpa , AFP
Mistkäfer^ schrieb:
am 18. Juni 2011 um 07:52:59
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Muss jede selbst wissen
Jeder muss selbst wissen was er futtert, mich persönlich jukt dieser Negativaward nicht, ich werde trotzdem meine
Milchschnitten essen und wenn es wieder 10 Stück an einem Tag sind wie vergangene woche . . .
Und nein ich bin nicht Fett, wiege trotz massen an Milchschnitten nur 72 kilo bei 175cm größe
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Mampf schrieb:
am 18. Juni 2011 um 07:29:42
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Milchschnitte
Sind wir Verbraucher denn so dumm, dass wir glauben, die Werbung wird uns das Leben verschönern? Brauchen unsere Kinder die
Milchschnitte, um gesund und aktiv am Leben teilhaben zu können? Gesunder Menschenverstand und Werbung passen nicht zusammen. Wer sich mit Milchschnitte wohl fühlt, soll sie sich gönnen. Doch brauchen wir unbedingt Milchschnitte und Co? Oder brauchen die Unternehmer unser Geld?
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jojo-hen schrieb:
am 18. Juni 2011 um 06:36:04
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milchschnitte
Man fragt sich wozu haben einen Verbraucherschutzminister sowie seine hochbezahlten Stab.
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