
02.11.2009, 12:39 Uhr | Susanne Reininger
Tipps für Hobbyköche: Der Brockhaus Kochkunst, F.A. Brockhaus, Mannheim 2008. (Foto: F.A. Brockhaus)Espressomaschine, Entsafter, Edelstahlbrotkasten, Eierkocher – in der Küche sammeln sich schöne, aber nicht immer nützliche Helfer an. Doch der neue „Brockhaus Kochkunst“ hat uns gerade noch gefehlt! Der knapp zwei Kilo schwere Wälzer ist zwar alles andere als handlich und hübsch, aber mit seinen 606 Seiten ein vielseitiger und stets greifbarer Küchengehilfe für Hobbyköche – und er weiß alles übers Kochen.
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Wie schärft man Messer richtig? Wie schuppt und zerlegt man fachgerecht Fisch, wie entbeint man Wild? Was ist eine Beurre blanc und wie wird sie zubereitet? Wie entsteht ein klassischer Kalbsfond? Wer’s nicht mehr ganz genau weiß oder lernen will, schlägt einfach nach und schaut sich dazu die Step-by-Step-Bilder an. Wer beim nächsten Kochduell oder beim Business-Dinner mit dem Chef mit kulinarischem Smalltalk glänzen will, kann in verständlich „zubereiteten“ Mini-Essays nachlesen, was sich zum Beispiel hinter Molekularküche, Conveniencefood oder Nouvelle Cuisine verbirgt.
Welcher Wein muss „atmen“, bevor er ins Glas kommt? Welcher Wein passt zu Pasta? Auch hier leistet der Küchenhelfer von Brockhaus schnelle Dienste und klärt auf über die „richtige Vermählung“ von Wein und Speisen. Die Aufklärung erfolgt ein wenig schulmeisterlich und mit erhobenem Kochlöffel. Eine Prise Sprachwitz und Nonchalance hätten sicher nicht geschadet. Aber schließlich steht die Marke Brockhaus für zuverlässige, sachliche Wissensvermittlung – jetzt nicht nur im Bücherregal, sondern auch auf dem Küchenbord.
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Der „Brockhaus Kochkunst“ mit seinen 4.500 Stichwörtern zu Küchentechnik, Zutaten, Rezepten und Zubereitungsarten und Internationalen Speisen entstand unter der Leitung von Eckard Supp, dem ehemaligen Chefredakteur von „Essen & Trinken“ und „Schöner Essen“. Das neueste Nachschlagewerk aus Mannheim ist eine gelungene Cuvée aus Kochbuch, Ratgeber und Lexikon. Ideal als Spickzettel für Rätsel in einschlägigen Koch-Zeitschriften und als vergnüglicher, lehrreicher Zeitvertreib für kulinarische Besserwisser. Oder hätten Sie gewusst, dass Biff Lindström keine Figur aus Astrid Lindgrens Kinderbüchern ist, sondern schlicht eine schwedische Frikadelle? Und ein „errötendes Mädchen kein verklemmter Teenager, sondern eine traditionelle Süßspeise aus Norddeutschland? Ebenso süß und köstlich ist übrigens auch das frittierte „Nonnenfürzchen“ von Seite 372.
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